Südkorea zerschlägt Kryptowäschering im Wert von 102 Millionen US-Dollar über illegales Devisennetzwerk
Der koreanische Zoll hat einen Krypto-Geldwäschering im Wert von 148,9 Milliarden Won (101,7 Millionen US-Dollar) aufgedeckt, an dem drei chinesische Staatsangehörige und illegale Devisentransfers beteiligt waren.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Ein internationaler Ring wusch 101,7 Millionen Dollar über illegale Devisenkanäle.
Drei chinesische Staatsangehörige wurden wegen Verstoßes gegen Transaktionsgesetze der Staatsanwaltschaft übergeben.
Die illegalen Gelder wurden als Gebühren für Schönheitsoperationen und Studiengebühren getarnt.
Bei der Operation wurden inländische Krypto-Wallets ausgenutzt, um die strengen südkoreanischen Überwachungsmaßnahmen zu umgehen.
Südkorea hat ein großes internationales Krypto-Geldwäschenetzwerk aufgedeckt. Über illegale Devisenkanäle wurden mehr als 148,9 Milliarden Won – rund 101,7 Mio. US-Dollar – bewegt. Der Fall wurde vom Korea Customs Service (KCS) aufgedeckt, berichtet Yonhap News.
According to Yonhap News, South Korea’s Korea Customs Service said it uncovered an international ring accused of laundering about 150 billion won ($101.7 million) in cryptocurrency through unauthorized FX schemes, with three Chinese nationals referred to prosecutors for using…
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) January 19, 2026
Die Ermittlungen ergaben, dass ein organisiertes Netzwerk Kryptowährungen nutzte. Über Wallets im Ausland und mehrere koreanische Bankkonten wurde Geld heimlich über Grenzen hinweg transferiert. Nach Angaben der Behörden lief die Operation fast vier Jahre lang, von September 2021 bis Juni 2025. Damit handelt es sich um einen der bislang größten Fälle von Krypto-Geldwäsche im Land. Die südkoreanischen Zollbehörden verwiesen drei chinesische Staatsangehörige wegen Verstößen gegen das Gesetz über Devisentransaktionen an die Staatsanwaltschaft.
Wer an dem Netzwerk beteiligt war
Nach Angaben der Zollbehörden gehören zu den Verdächtigen zwei Männer und eine Frau. Einer der Beschuldigten ist ein Chinese in seinen 30ern, der zuvor in Südkorea studiert hatte. Ein weiterer Verdächtiger ist ein eingebürgerter chinesischer Staatsbürger, der als Manager und Berater in einer bekannten Klinik für kosmetische und plastische Chirurgie gearbeitet haben soll.
Die Behörden gehen davon aus, dass sich eine zentrale Schlüsselfigur weiterhin im Ausland aufhält. Ein Haftbefehl wurde erlassen, und südkoreanische Ermittler arbeiten inzwischen mit dem chinesischen Zoll zusammen, um den Verdächtigen aufzuspüren. Dem Netzwerk wird vorgeworfen, ein grenzüberschreitendes System aufgebaut zu haben, das den Transfer großer Geldsummen ohne genehmigte Devisenkanäle ermöglichte.
Wie die Krypto-Geldwäsche funktionierte
Das Geldwäschesystem folgte einem klaren Muster. Zunächst kaufte die Gruppe in mehreren Ländern Kryptowährungen mit illegal beschafften Fremdwährungen. Anschließend wurden die Coins an Wallets mit Sitz in Südkorea transferiert. Dort verkauften die Täter die Kryptowährungen auf koreanischen Handelsplattformen und wandelten sie in südkoreanische Won um.
Sobald das Geld im lokalen Bankensystem war, verteilten die Täter die Mittel auf zahlreiche Bankkonten und hoben einen Teil davon über Geldautomaten in bar ab. Zusätzlich nutzten sie gestaffelte Überweisungen, um die ursprüngliche Herkunft der Gelder zu verschleiern. Diese Methode half ihnen, der Entdeckung in einem Land zu entgehen, das für einige der weltweit strengsten Krypto-Regeln bekannt ist.
Fingierte Ausgaben zur Verschleierung der Gelder
Um die Transaktionen unauffällig erscheinen zu lassen, tarnten die Verdächtigen die Geldflüsse als alltägliche Zahlungen. Nach Angaben der Behörden wurden die Mittel unter folgenden Bezeichnungen überwiesen:
- Gebühren für kosmetische und plastische Chirurgie ausländischer Patienten
- Kosten für Auslandsstudium und Bildung
- Einkäufe im Duty-Free-Handel
- Abrechnung von Import- und Exportgeschäften
- Allgemeine Auslandsüberweisungen
Auf dem Papier wirkten diese Zahlungen legal. In Wirklichkeit waren sie Teil eines globalen Geldwäschenetzwerks.
Warum dieser Fall wichtig ist
Südkorea verfügt bereits über sehr strenge Krypto-Vorschriften. Handelsplattformen müssen umfassende Anti-Geldwäsche-Regeln einhalten, und Banken überwachen Krypto-bezogene Konten genau. Dennoch zeigt dieser Fall, dass Kriminelle weiterhin Wege finden, Geld über private Wallets und ausländische Plattformen zu bewegen.
Die Regierung erklärt, dass der Fall voraussichtlich zu noch schärferen Kontrollen im Jahr 2026 führen wird. Geplant sind unter anderem eine stärkere On-Chain-Überwachung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Zoll- und Finanzaufsichtsbehörden. Zudem prüfen die Behörden strengere Regeln für private Wallets, um illegale Transfers zu verhindern. Gleichzeitig betonen sie, dass nicht Kryptowährungen das Problem seien, sondern deren Missbrauch durch Kriminelle. Die Botschaft ist klar: Selbst in einem der weltweit am stärksten regulierten Krypto-Märkte werden illegale Geldströme konsequent verfolgt. Und Südkorea macht dabei keine halben Sachen.
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