Ripple fordert 0% Abschlag auf Stablecoins in SEC-Regeln
Ripple legt spezifische technische Vorschläge an die SEC Crypto Task Force vor und fordert einen 0%-Kapitalabschlag für qualifizierte Zahlungstablecoins.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Ripple forderte die SEC formell auf, den Kapitalabschlag für Stablecoins unter Regel 15c3-1 von 2% auf 0% zu senken.
Die statistische Analyse des Unternehmens argumentierte, dass ein 2%-Abzug mathematisch bestrafend ist, basierend auf fünf Jahren Vermögensvolatilitätsdaten.
Ripples Vorschlag richtet sich an Stablecoins wie RLUSD und USDC, wenn eine direkte Mint-Burn-Beziehung mit dem Emittenten besteht.
Der formelle Brief fordert auch, dass XRP die gleiche Broker-Dealer-Behandlung als "leicht handelbar" wie Bitcoin und Ethereum erhält.
Ripple fordert nicht mehr nur regulatorische Klarheit. Das Unternehmen legt spezifische technische Vorschläge vor, die durch statistische Analysen untermauert sind. Am 22. Mai 2026 sandte Ripple einen formellen Nachfassbrief an die SEC Crypto Task Force, in dem fünf regulatorische Lücken angesprochen werden, die seiner Meinung nach die Einführung von Stablecoins und die Entwicklung tokenisierter Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten verlangsamen.
Ripple Pushes SEC On Stablecoin Rules
Ripple (@Ripple) hat die SEC Crypto Task Force um eine klarere Behandlung von Zahlungstablecoins und tokenisierten Vermögenswerten unter den Broker-Dealer-Vorschriften gebeten.
Das Unternehmen drängt Berichten zufolge auf einen 0% Abschlag auf qualifizierte Zahlungstablecoins… pic.twitter.com/PTJj3QQXnd
— BSCN (@BSCNews) 28. Mai 2026
Die zentrale Forderung ist ein 0% Kapitalabschlag für qualifizierte Zahlungstablecoins. Dies ist eine Reduzierung des derzeit angewendeten 2%-Niveaus unter den Broker-Dealer-Netto-Kapitalvorschriften. Die heutigen Nachrichten von Ripple positionieren das Unternehmen als einen der technisch engagiertesten Teilnehmer im Regelungsprozess der SEC für Krypto.
Warum Ripple den 2% Abschlag als bestrafend bezeichnet
Der derzeitige 2%-Abschlag unter Regel 15c3-1 gilt für Stablecoins, die als Sicherheiten in Finanzierungstransaktionen von Broker-Dealern verwendet werden. Ripple argumentiert in seinem Schreiben, dass dieses Niveau mathematisch unverhältnismäßig ist. Um dies zu beweisen, führte das Unternehmen eine Volatilitätsanalyse durch, die die täglichen Preisbewegungen von RLUSD, USDC und 3-monatigen konstanten US-Staatsanleihen über fünf Jahre verglich. Letztendlich sind die Ergebnisse bemerkenswert:
- Standardabweichung von RLUSD: 0,0418% täglich
- Standardabweichung von USDC: 0,0156% täglich
- Standardabweichung von 3-monatigen UST: 0,00496% täglich
Basierend auf diesen Zahlen berechnete Ripple, dass ein 2%-Abschlag eine Bewegung von 47,85 Standardabweichungen für RLUSD darstellt. Dies entspricht einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1 − 10⁻⁴⁹⁹%. In der Praxis ist die Schwelle so konservativ, dass sie keine sinnvolle Beziehung zum tatsächlichen Preisrisiko von Stablecoins hat.
Ripples Vorschlag: Wo eine direkte Mint-Burn-Beziehung zwischen dem Broker-Dealer und dem Stablecoin-Emittenten besteht, sollte der Abschlag 0% betragen. Der Preis auf dem Sekundärmarkt wird irrelevant, wenn ein Unternehmen direkt zum Nennwert einlösen kann.
Die fünf Forderungen im Detail
Der Brief von Ripple behandelt fünf spezifische regulatorische Bereiche:
- Regel 15c3-1 (Netto-Kapital): Qualifizierte Stablecoins als zulässige Vermögenswerte mit einem 0%-Abschlag unter Mint-Burn-Bedingungen anerkennen.
- Regel 15c3-3 (Kundenschutz): Eine Kategorie „Qualifizierter Zahlungstablecoin“ schaffen, die es ermöglicht, Stablecoin-Bestände als Zahlungsmitteläquivalente in der Reserveformel zu behandeln.
- Nicht-Wertpapier-Krypto-Assets: Die Behandlung von BTC und ETH als „leicht handelbar“ auf alle Nicht-Wertpapiere ausdehnen, die dem Standard entsprechen. Dies fordert effektiv eine gleichwertige Behandlung von XRP durch Broker-Dealer.
- Primat des On-Chain-Registers: Das On-Chain-Register als das einzige autoritative rechtliche Dokument für direkt ausgegebene tokenisierte Wertpapiere benennen. Dies beseitigt die Mehrfachregistrierungsunklarheit in digitalen Zwillingsstrukturen.
- Von der OCC lizenzierte Treuhandbanken: Klarstellen, dass bundesstaatlich überwachte digitale Vermögensverwalter als „Banken“ unter Regel 15c3-3 qualifizieren.
Auswirkungen auf Investoren und Entwickler
Für GENIUS Act Stablecoin-Infrastrukturentwickler und institutionelle Teilnehmer hat der Vorschlag eines 0%-Abschlags direkte kommerzielle Bedeutung. Derzeit verringern die Anforderungen von 2% die Kapitaleffizienz der auf Stablecoins basierenden Finanzierung und erhöhen somit die Kosten für jedes Unternehmen, das RLUSD oder ähnliche Instrumente als Sicherheiten verwendet. Folglich würde ein 0%-Abschlag unter Mint-Burn-Bedingungen diese Kosten erheblich senken und die institutionelle Akzeptanz beschleunigen.
Für XRP-Inhaber ist die Anfrage nach der Nicht-Wertpapier-Äquivalenz das bedeutendste Element. Konkret bittet Ripple die SEC, XRP mit dem gleichen regulatorischen Status wie Bitcoin und Ethereum in den Kapitalberechnungen von Broker-Dealern zu behandeln. Es handelt sich um eine Änderung, die letztendlich die letzte bedeutende Compliance-Hürde für institutionelle XRP-Positionierungen beseitigen würde. Daher wird die Antwort der SEC Crypto Task Force signalisieren, wie weit die gegenwärtige Administration mit ihrer krypto-freundlichen Haltung in spezifische technische Regelungen vordringt.
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