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Drift sendet On-Chain-Nachricht an $280M Exploit-Wallets

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Das Drift-Protokoll hat On-Chain-Nachrichten an Hacker gesendet, die 280 Millionen USD in gestohlenem ETH halten, um Verhandlungen über Blockscan-Chat zu eröffnen.

Drift sendet On-Chain-Nachricht an $280M Exploit-Wallets

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Drift sendete direkte Blockchain-Nachrichten an vier Ethereum-basierte Wallets, die derzeit 129.000 gestohlene ETH halten.

  • Der Exploit umging Smart Contracts, indem er Solanas haltbare Nonces missbrauchte und die Multi-Sig-Governance kompromittierte.

  • Gestohlene Vermögenswerte wurden von Solana nach Ethereum übertragen, was die Liquidität für fast 20 verbundene DeFi-Projekte beeinträchtigt.

  • Sicherheitsteams untersuchen mögliche Verbindungen zu organisierten Cyberkriminalitätsgruppen, während sie die übertragenen Gelder nachverfolgen.

Das Drift-Protokoll hat nach seinem kürzlichen großen Exploit einen neuen Schritt unternommen. Das Team hat On-Chain-Nachrichten an Wallets gesendet, die die gestohlenen Gelder halten. Dies geschieht nur wenige Tage nach einem der größten DeFi-Angriffe des Jahres 2026. Der Exploit entleerte etwa 270 Millionen bis 285 Millionen USD aus dem Protokoll. Jetzt sagt das Team, dass es wichtige Parteien identifiziert hat, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen. Es fordert sie auf, zu antworten und die Kommunikation zu öffnen.

Direktnachricht an Hacker-Wallets gesendet

Am 3. April sendete das Drift-Protokoll Nachrichten direkt über die Blockchain. Eine bekannte Adresse schickte diese Nachrichten an vier Ethereum-Wallets. Diese Wallets halten derzeit den Großteil der gestohlenen Gelder. Blockchain-Daten zeigen, dass der Hacker die Vermögenswerte zuvor von Solana nach Ethereum verschoben hat.

Die Nachricht war einfach. Drift erklärte, dass es „bereit ist zu sprechen“ und bat die Wallet-Besitzer, über Blockscan-Chat zu antworten. Dieser Ansatz ist in der Krypto-Welt nicht neu. Projekte versuchen manchmal, mit Angreifern zu verhandeln. In einigen Fällen hat dies zu einer teilweisen Rückgewinnung von Geldern geführt. Aber Erfolg ist nie garantiert. Viel hängt davon ab, wer hinter dem Angriff steckt.

Ein komplexer Angriff, kein Codefehler

Der Exploit selbst war ungewöhnlich. Er beruhte nicht auf einem Fehler im Smart Contract. Stattdessen nutzte der Angreifer eine systemweite Schwäche. Er nutzte „haltbare Nonces“, ein gültiges Merkmal von Solana. Diese ermöglichen es Entwicklern, Transaktionen im Voraus vorzubereiten.

Der Angreifer verwendete vorab signierte Transaktionen, die Wochen zuvor erstellt wurden. Dann erlangte er teilweise Kontrolle über das Multisig-System des Protokolls. Mit diesem Zugang entfernte er wichtige Sicherheitsvorkehrungen. Danach entleerte er schnell Gelder aus mehreren Tresoren. Der gesamte Prozess geschah in kurzer Zeit. Mehr als die Hälfte des Gesamtwerts des Protokolls ging verloren.

Gelder über Chains verschoben

Nach dem Angriff blieben die gestohlenen Vermögenswerte nicht auf Solana. Der Angreifer verschob sie über Chains. Der Hacker nutzte Brückentools, um die Gelder zu konvertieren und nach Ethereum zu senden. Berichten zufolge befinden sich jetzt etwa 129.000 ETH in vier Wallets. Diese Bewegung erschwert die Nachverfolgung. Sie reduziert auch die Chance auf eine schnelle Rückgewinnung.

Einige Berichte haben auf mögliche Verbindungen zu bekannten Cyberkriminalitätsgruppen hingewiesen. Aber eine offizielle Bestätigung steht noch aus. In der Zwischenzeit gab es Kritik an verzögerten Reaktionen. Einige Nutzer fragten sich, warum bestimmte Vermögenswerte nicht früher eingefroren wurden.

Breitere Auswirkungen auf das DeFi-Ökosystem

Der Schaden hat sich über das Drift-Protokoll hinaus ausgebreitet. Mehrere verbundene Protokolle haben ebenfalls die Auswirkungen gespürt. Neueste Daten zeigen, dass bis zu 20 Projekte betroffen sein könnten. Einige haben ihre Dienste pausiert, um weitere Risiken zu begrenzen. Während der DRIFT-Token nach dem Vorfall stark gefallen ist. Das Marktvertrauen hat ebenfalls gelitten.

Trotzdem bleibt das Kernnetzwerk von Solana stabil. Anwendungsbezogene Risiken verursachen das Problem, nicht die Blockchain selbst. Für den Moment wird die Untersuchung fortgesetzt. Insbesondere sagt Drift, dass es weitere Updates teilen wird, sobald die Analyse durch Dritte abgeschlossen ist. Tatsächlich hebt die Situation eine wichtige Lektion hervor. Selbst ohne Codefehler können schwache Governance und Schlüsselmanagement zu erheblichen Verlusten führen.

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