Nachrichten

Zinstragende Stablecoins stellen das US-Bankensystem vor Herausforderungen

Von

Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Zinsbringende Stablecoins könnten Billionen von US-Banken abziehen, was Bedenken hinsichtlich der Kreditvergabefähigkeit und der Kreditkosten aufkommen lässt.

Zinstragende Stablecoins stellen das US-Bankensystem vor Herausforderungen

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Brian Moynihan, CEO der Bank of America, sagt, dass verzinsliche Stablecoins den US-Banken bis zu 6 Billionen Dollar entziehen könnten.

  • Weniger Bankeinlagen könnten die Kreditvergabe einschränken und die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft erhöhen.

  • Höhere Kryptorenditen, oft über 5 %, locken Nutzer von niedrig verzinsten Sparkonten weg.

  • Regulierungsbehörden könnten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des Wettbewerbs zwischen Stablecoins und traditionellen Banken spielen.

Der Vorstandschef der Bank of America, Brian Moynihan, hat davor gewarnt, dass verzinsliche Stablecoins enorme Geldsummen aus dem US-Bankensystem abziehen könnten. Seiner Einschätzung nach könnten bis zu 6 Billionen US-Dollar aus den Banken abfließen, wenn Verbraucher auf diese digitalen Vermögenswerte umsteigen.

Seine Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins etwas bieten, was Banken nur selten liefern: hohe Zinsen bei gleichzeitig schnellem Zugriff auf das Geld.

Warum Stablecoins an Aufmerksamkeit gewinnen

Stablecoins sind digitale Währungen, die an den Wert des US-Dollars gekoppelt sind. Einige Plattformen zahlen inzwischen Zinsen darauf, die oft 5 % oder mehr erreichen.

Die meisten Sparkonten bieten deutlich weniger. Viele liegen weiterhin unter 1 %. Für alltägliche Nutzer ist die Entscheidung daher einfach. Sie können höhere Erträge erzielen und behalten dennoch vollen Zugriff auf ihr Geld.

Stablecoins ermöglichen zudem sofortige Überweisungen. Nutzer können jederzeit Geld senden, ohne auf Banköffnungszeiten oder Genehmigungen warten zu müssen.

Wie dies traditionellen Banken schaden könnte

Banken sind auf Einlagen angewiesen, um Kredite zu vergeben. Kundeneinlagen finanzieren Darlehen, Hypotheken und Kreditlinien. Sinkende Einlagen erschweren daher die Kreditvergabe.

Moynihan erklärte, dass eine starke Verlagerung hin zu Stablecoins die Kreditkraft der Banken schwächen könnte. Zudem könnten die Finanzierungskosten für Unternehmen und Haushalte steigen. In der Folge dürften auch die Kreditzinsen anziehen.

Öffentliche Reaktion: Angst oder Wettbewerb?

Viele Nutzer im Netz widersprechen der Warnung. Auf X heißt es, Banken fürchteten vor allem den Wettbewerb und nicht das Risiko. Jahrzehntelang hätten Banken Sparguthaben und Zahlungsverkehr kontrolliert.

Stablecoins bieten nun Funktionen, die früher Banken vorbehalten waren. Dazu zählen schnelle Zahlungen, bessere Renditen und globaler Zugang. Befürworter sehen darin eine Machtverschiebung zugunsten der Nutzer.

Andere verweisen jedoch auf Risiken. Stablecoins unterliegen nicht denselben Regeln wie Banken. Es gibt keine Einlagensicherung und die Aufsicht ist geringer. Das kann problematisch werden, wenn die Märkte ins Wanken geraten.

Regulierung entscheidet über die Zukunft der Stablecoins

US-Gesetzgeber beraten bereits über neue Stablecoin-Regeln. Diese könnten festlegen, wer Stablecoins ausgeben darf und wie die Reserven verwaltet werden müssen. Verzinsliche Varianten könnten dabei besonders strengen Vorgaben unterliegen.

Banken drängen auf klare Regeln, während Krypto-Unternehmen mehr Flexibilität fordern. Das Ergebnis wird die Zukunft des digitalen Geldes prägen.

Ein klares Zeichen des Wandels

Moynihans Aussagen zeigen, wie ernst die Lage inzwischen ist. Verzinsliche Stablecoins stehen nicht mehr am Rand des Finanzsystems. Sie fordern es direkt heraus. Der Kampf um Einlagen hat begonnen – und sein Ausgang wird Banken, die Krypto-Branche und alltägliche Nutzer gleichermaßen betreffen.

Google News Icon

Folgen Sie uns auf Google News

Erhalten Sie die neuesten Crypto-Einblicke und Updates.

Folgen