XRP-Börsenguthaben erreichen niedrigsten Stand seit fast acht Jahren
Die XRP-Börsenbestände fielen auf 1,6 Milliarden Token, den niedrigsten Stand seit 2018, da Spot-ETFs in den ersten 50 Tagen nach ihrem Debüt Nettozuflüsse von über 1,1 Milliarden Dollar verzeichneten.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Das Angebot an XRP-Token, das von Börsen gehalten wird, ist seit Oktober um 57 % auf 1,6 Milliarden Token gesunken.
US-amerikanische Spot-XRP-ETFs halten derzeit etwa 1,1 % des gesamten im Umlauf befindlichen Angebots.
Ripple hat nach der Freigabe am 1. Januar 700 Millionen XRP erneut in einem Treuhandkonto hinterlegt.
Standard Chartered prognostiziert ein Kursziel von 8 US-Dollar bis Ende 2026.
Die XRP-Bestände auf Handelsplattformen sind auf den niedrigsten Stand seit fast acht Jahren gefallen. Dies signalisiert einen deutlichen Wandel im Umgang der Inhaber mit dem Angebot. Daten zeigen, dass die Bestände auf großen zentralisierten Börsen auf rund 1,6 Milliarden XRP gesunken sind, nach etwa 3,76 Milliarden XRP im Oktober. Der Rückgang spiegelt eine stetige Bewegung hin zur Selbstverwahrung wider, da Investoren ihre Tokens von den Börsen abziehen.
Börsenangebot sinkt, während Inhaber in Cold Storage wechseln
Die aktuellen Zahlen deuten auf ein klares Verhaltensmuster bei XRP-Inhabern hin. In den letzten drei Monaten haben über 2 Milliarden XRP Börsen-Wallets verlassen. Dies drückte die Bestände auf ein Niveau, das zuletzt zwischen 2017 und 2018 zu beobachten war. Solche Rückgänge deuten in der Regel auf einen geringeren kurzfristigen Verkaufsdruck hin. Tokens auf Börsen sind leichter handelbar, während Transfers in Cold Storage häufig auf langfristige Überzeugung oder geringere Verkaufsbereitschaft zum aktuellen Preis hinweisen.
Analysten betonen, dass der Trend dem breiteren Marktverhalten während Akkumulationsphasen entspricht. Das Börsenangebot von XRP macht nun einen deutlich kleineren Anteil der umlaufenden Tokens aus als in vorherigen Marktzyklen.
Spot-XRP-ETFs treiben Nachfrage an
Parallel dazu haben in den USA aufgelegte Spot-XRP-ETFs als bedeutende Nachfragestreiber an Bedeutung gewonnen. Diese Produkte starteten im November 2025, unter anderem von Emittenten wie Canary Capital und Bitwise. Innerhalb von etwas mehr als 50 Tagen verzeichneten die ETFs über 1 Milliarde USD Nettomittelzuflüsse. Anfang Januar halten sie zusammen geschätzt 746 bis 760 Millionen XRP – etwa 1,1 % des Umlaufangebots.
Das schnelle Wachstum zeigt steigendes institutionelles Interesse und erklärt teilweise den Rückgang der Börsenbestände. ETF-Emittenten beschaffen XRP am Markt und transferieren diese in Verwahrungs-Wallets. Zudem erwarten Marktteilnehmer weitere Produkte. Berichten zufolge könnte Roundhills einkommensorientierter XRP-ETF bereits am 29. Januar starten, was einen zusätzlichen Nachfragemechanismus schaffen würde.
Ripple-Escrow-Aktionen begrenzen neues Angebot
Die Angebotsdynamik verschärfte sich zu Jahresbeginn. Am 1. Januar sperrte Ripple 700 Millionen XRP wieder in Escrow im Rahmen seines regulären Angebotsmanagements. Monatlich werden zwar 1 Milliarde XRP freigegeben, ein großer Teil kehrt jedoch in der Regel ins Escrow zurück. Diese Praxis begrenzt den Nettomehrwert an Umlaufangebot und sorgt für Planbarkeit bei der Emission. In Kombination mit sinkenden Börsenbeständen reduzierte die Wiederverriegelung das sofort verfügbare Angebot für den Markt. Dadurch schrumpft der liquide Float von XRP weiter.
Marktausblick bleibt gemischt, aber aufmerksam
Einige Analysten sehen unter diesen Bedingungen Potenzial für höhere Preise, sofern die Nachfrage stabil bleibt. Standard Chartered nannte kürzlich ein mögliches Jahresendziel von 8 USD und verweist auf ETF-Wachstum sowie regulatorische Klarheit als entscheidende Faktoren. Andere mahnen jedoch zur Vorsicht. ETF-Zuflüsse können schwanken, und die allgemeine Marktstimmung im Krypto-Sektor spielt weiterhin eine Rolle. Makroökonomische Risiken und politische Entscheidungen bleiben kritische Variablen.
Aktuell zeigt sich jedoch ein klarer Trend: XRP wird auf Börsen immer schwerer verfügbar. Im Verlauf des Jahres 2026 werden Händler und Institutionen genau beobachten, ob das geringere Angebot in anhaltende Preisdynamik mündet.
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