Vietnam schlägt eine Krypto-Transfersteuer von 0,1 % und eine Gewinnsteuer von 20 % vor
Das vietnamesische Finanzministerium schlägt im Rahmen eines fünfjährigen Krypto-Pilotprojekts eine Transaktionssteuer von 0,1 % und eine Steuer von 20 % auf Unternehmensgewinne vor.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Privatpersonen zahlen auf lizenzierten Plattformen eine Steuer von 0,1 % pro Überweisung.
Die Gewinne von Unternehmen aus Kryptowährungen unterliegen einer Einkommensteuer von 20%.
Die Börsen müssen über ein Kapital von 408 Millionen Dollar verfügen und zielen auf große Institutionen ab.
Im Rahmen des Pilotprojekts wird vorgeschrieben, dass alle Krypto-Transaktionen in vietnamesischen Dong abgewickelt werden.
Vietnam rückt einer formellen Regulierung von Kryptowährungen näher. Das vietnamesische Finanzministerium hat einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt, der Steuern auf Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten einführt. Vorgesehen sind eine Transfersteuer von 0,1 Prozent auf jede Krypto-Übertragung für Privatpersonen sowie eine Gewinnsteuer von 20 Prozent auf Unternehmensgewinne. Der Vorschlag wurde Anfang Februar im Rahmen eines umfassenderen Krypto-Pilotprogramms vorgestellt. Ziel sei es, den schnell wachsenden Markt in die formelle Wirtschaft zu integrieren. Auf diese Weise hofft die Regierung, eine stabile Quelle für Steuereinnahmen zu schaffen.
Neue Steuervorschriften für Privatpersonen und Unternehmen
Nach dem Entwurf würden Privatpersonen auf jede Krypto-Transaktion eine Einkommensteuer von 0,1 Prozent zahlen. Diese Vietnam-Kryptosteuer würde auf den gesamten Übertragungswert erhoben, nicht auf den Gewinn. Die Struktur orientiert sich an der bestehenden Steuer auf Aktiengeschäfte. Sowohl Inländer als auch Ausländer wären betroffen, sofern sie über lizenzierte Handelsplattformen handeln. Eine Mehrwertsteuer auf Krypto-Transaktionen ist im Vorschlag jedoch nicht vorgesehen. Die Behörden wollen diese Aktivitäten eher wie Finanzdienstleistungen behandeln.
LATEST: 🇻🇳 Vietnam's Ministry of Finance has proposed a 0.1% tax on crypto transfers and 20% corporate tax on profits, with exchange operators required to hold roughly $408M in capital, according to The Hanoi Times. pic.twitter.com/wRIK4yZ9g2
— CoinMarketCap (@CoinMarketCap) February 9, 2026
Für Unternehmen gelten andere Regeln. Institutionelle Investoren müssten auf Nettogewinne aus Krypto-Aktivitäten eine Einkommensteuer von 20 Prozent zahlen. Dabei wären Abzüge für Kosten und Ausgaben zulässig. Der Entwurf beschränkt diese Aktivitäten zudem auf zugelassene Handelsplattformen und Dienstleister. Händler müssten also lizenzierte Anbieter nutzen, um regelkonform zu bleiben.
Hohe Markteintrittsbarrieren für Börsen
Der Vorschlag sieht strenge Anforderungen für Krypto-Börsen vor. Betreiber könnten verpflichtet werden, Kapitalreserven von rund 408 Mio. US-Dollar zu halten. Das würde eine hohe Hürde für kleinere lokale Anbieter darstellen. Große internationale Plattformen könnten diese Vorgaben leichter erfüllen. Kleinere Start-ups hingegen dürften Schwierigkeiten haben, in den Markt einzutreten. Beobachter warnen, dies könne den Wettbewerb dämpfen und Innovationen bremsen.
Der Plan zur Vietnam-Kryptosteuer ist zudem Teil des laufenden Krypto-Pilotprogramms des Landes. Bereits Ende 2025 begann Vietnam mit der Erprobung neuer Regeln. Die Lizenzierung von Börsen startete Anfang dieses Jahres. Weitere Leitlinien sollen in Kürze folgen. Die Behörden wollen damit Graumarktaktivitäten eindämmen und den Krypto-Handel einer klareren rechtlichen Aufsicht unterstellen.
Gemischte Auswirkungen auf einen schnell wachsenden Markt
Vietnam zählt bereits zu den Ländern mit der höchsten Krypto-Adoption. Berichten zufolge hält mehr als ein Fünftel der Bevölkerung digitale Vermögenswerte. Entsprechend könnten Steueränderungen Millionen von Nutzern betreffen. Eine Transfersteuer von 0,1 Prozent mag gering erscheinen. Für Vieltrader kann sie sich jedoch über die Zeit bemerkbar machen. Einige Analysten warnen, strenge Regeln könnten Aktivitäten auf ausländische oder nicht lizenzierte Plattformen verlagern.
Andere begrüßen den Vorstoß. Klarere Regeln könnten mehr institutionelle Akteure anziehen und den Anlegerschutz verbessern, heißt es. Der Entwurf liegt derzeit zur öffentlichen Stellungnahme vor. Die Behörden könnten die Regelungen vor der endgültigen Verabschiedung im Laufe dieses Jahres noch anpassen. Sollte der Vietnam-Kryptosteuerplan umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt hin zu einer vollständigen Krypto-Regulierung im Land.
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