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US-Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse von über 250 Millionen Dollar

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Bei den US-amerikanischen Spot-ETFs für Bitcoin und Ethereum wurden zusammen tägliche Nettoabflüsse in Höhe von 253,8 Millionen US-Dollar verzeichnet, wobei die institutionellen Rücknahmen bei BlackRocks IBIT und ETHA an der Spitze standen.

US-Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse von über 250 Millionen Dollar

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Bei US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs wurden tägliche Nettoabflüsse von 204 Millionen Dollar verzeichnet.

  • Ethereum-Fonds verlieren 49 Millionen Dollar, da die Risikobereitschaft institutioneller Anleger nachlässt.

  • Die Abflussserie hält nun schon fünf Wochen an, mit einem Gesamtabfluss von 3,8 Milliarden Dollar.

  • VanEcks HODL-Strategie trotzt dem Trend mit Nettozuflüssen in Höhe von 6,35 Millionen US-Dollar.

U.S.-Spot-Krypto-ETFs erlebten am 23. Februar eine deutliche Welle an Abflüssen. Laut Daten von SoSoValue verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs netto Abflüsse von rund 204 Mio. USD. Spot-Ethereum-ETFs meldeten weitere 49,48 Mio. USD an Rücknahmen. Zusammen verloren die Produkte damit an nur einem Handelstag etwa 253 Mio. USD.

Die Abflüsse kamen, als Bitcoin kurzfristig unter die 65.000-USD-Marke fiel, ausgelöst durch breitere Marktbelastungen im Zusammenhang mit neuen Schlagzeilen zur US-Zollpolitik. Der plötzliche Rücksetzer signalisiert, dass die Anlegerstimmung weiterhin fragil ist – trotz anhaltend starker langfristiger Zuflüsse.

Starke Abflüsse dominieren Bitcoin-ETFs

Bitcoin-Fonds trugen den größten Teil der Verluste. Der tägliche Nettoabfluss von 203,82 Mio. USD markierte eine weitere schwache Handelssitzung für den Sektor. Die meisten großen Produkte schlossen den Tag im Minus, da Anleger ihre Positionen während des Preisrückgangs reduzierten.

Ein Fonds stach jedoch heraus: VanEcks HODL-ETF verzeichnete einen moderaten Nettozufluss von 6,35 Mio. USD. Dies zeigt, dass einige langfristige Investoren die Schwäche als Kaufgelegenheit nutzen.

Dennoch bleibt das Gesamtbild vorsichtig. Die Volatilität des BTC-Preises treibt kurzfristige Positionierungen an, während ETF-Zuflüsse schnell auf makroökonomische Schlagzeilen und Risikostimmung reagieren. Trotz des täglichen Rückgangs halten Bitcoin-Spot-ETFs weiterhin etwa 80,74 Mrd. USD an Nettovermögen. Das entspricht rund 6,26 % der Marktkapitalisierung von Bitcoin und verdeutlicht die Bedeutung institutioneller Beteiligung – selbst in Phasen von Abflüssen.

Ethereum-ETFs setzen die Abflüsse fort

Auch Ethereum-Fonds standen unter Verkaufsdruck. Spot-ETH-ETFs verzeichneten am selben Tag Nettoabflüsse von 49,48 Mio. USD. Der Schritt spiegelt die jüngste Schwäche am Altcoin-Markt wider. Ethereum schnitt in mehreren Sitzungen schlechter ab als Bitcoin.

Die Handelsaktivität blieb hoch: Das tägliche Volumen über ETH-ETFs lag bei etwa 724 Mio. USD. Dennoch zeigt die Richtung der Flüsse, dass Investoren ihre Positionen abbauen, statt neue Risiken einzugehen. Seit der Auflegung haben Ethereum-ETFs insgesamt rund 11,48 Mrd. USD angezogen. Kurzfristig ist die Stimmung jedoch deutlich abgekühlt.

Fünf Wochen in Folge Abflüsse sorgen für Besorgnis

Die aktuellen Daten fügen sich in einen breiteren Trend ein, der Marktbeobachter zunehmend beunruhigt. Bitcoin-ETFs verzeichnen nun fünf Wochen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt rund 3,8 Mrd. USD. Dies ist die längste anhaltende Abflussserie seit Anfang 2025.

Die letzten Wochen zeigen ein stetiges Muster der Risikoreduktion, da Händler auf makroökonomische Unsicherheiten und Kursschwankungen reagieren. Auf längere Sicht bleibt das Bild jedoch stark: Seit der Auflegung haben Spot-Bitcoin-ETFs mehr als 53,8 Mrd. USD an Nettozuflüssen akkumuliert, was die anhaltende strukturelle Nachfrage unterstreicht.

Marktstimmung und breitere Implikationen

Mehrere Faktoren treiben die jüngsten Abflüsse: Makrobedenken wie Zollentwicklungen und allgemein risikoscheues Verhalten machen Anleger vorsichtig. Die Krypto-Fear-Gauges bleiben erhöht, was auf nervöse Positionierungen hinweist.

Nicht alle Investoren sind jedoch bärisch: Der kleine Zufluss in VanEcks HODL-ETF deutet darauf hin, dass einige Anleger den Rücksetzer als Kaufgelegenheit sehen. ETF-Zuflüsse werden vorerst weiterhin empfindlich auf makroökonomische Schlagzeilen reagieren. Sollte die Volatilität abnehmen, könnte sich die institutionelle Nachfrage erneut stabilisieren.

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