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TradFi akkumuliert Bitcoin und Ethereum, während Krypto-ETFs massive Zuflüsse verzeichnen

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Triparna Baishnab

Triparna Baishnab

Spot-ETFs für Bitcoin und Ethereum verzeichneten ihre größten Zuflüsse seit Wochen, da traditionelle Finanzinstitute trotz der Marktunsicherheit Kryptowährungen akkumulierten.

TradFi akkumuliert Bitcoin und Ethereum, während Krypto-ETFs massive Zuflüsse verzeichnen

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettozuflüsse in Höhe von 471,3 Millionen US-Dollar.

  • Spot-Ethereum-ETFs zogen 174,5 Millionen US-Dollar an neuem Kapital an.

  • Institutionen akkumulierten Kryptowährungen angesichts uneinheitlicher Aktienmarktsignale.

  • Die ETF-Nachfrage signalisiert wachsendes Vertrauen in die Entkopplung von Kryptowährungen.

Traditionelle Finanzinstitute haben zu Beginn des Jahres 2026 ihr Engagement im Kryptomarkt ausgeweitet. Am 2. Januar verzeichneten Spot-ETFs auf Bitcoin und Ethereum die höchsten täglichen Zuflüsse seit mehreren Wochen. Daten von Farside Investors zeigen, dass Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von 471,3 Mio. USD verbuchten, während Ethereum-ETFs 174,5 Mio. USD anzogen. Damit handelt es sich um den stärksten Zufluss bei Bitcoin-ETFs seit dem 11. November und den höchsten bei Ethereum-ETFs seit dem 9. Dezember – ein klares Signal für einen Stimmungsumschwung auf institutioneller Seite.

Bitcoin-ETFs führen institutionelle Akkumulation an

Spot-Bitcoin-ETFs dominierten die Kapitalzuflüsse, da Institutionen ihre Positionen deutlich ausbauten. Vermögensverwalter lenkten in einer einzigen Handelssitzung nahezu eine halbe Milliarde US-Dollar in BTC-gestützte Produkte. Dieser Schritt folgte auf mehrere Wochen mit Nettoabflüssen Ende 2025, als Bitcoin-ETFs kumulierte Abzüge von über 4,5 Mrd. USD verzeichneten.

Die plötzliche Trendwende unterstreicht das erneuerte Vertrauen in Bitcoin als makroökonomische Absicherung und langfristigen Vermögenswert. Auch Ethereum-ETFs zogen spürbar Kapital an, da Institutionen ihre Allokation über Bitcoin hinaus diversifizierten. Der Zufluss von 174,5 Mio. USD signalisiert wachsende Zuversicht in Ethereums Staking-Ökonomie, Ertragspotenzial und die zunehmend ausgereifte institutionelle Infrastruktur. Institutionelle Investoren betrachten Ethereum immer häufiger als ergänzenden Vermögenswert und weniger als spekulative Alternative – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Klarheit bei ETH-basierten Anlageprodukten.

Krypto-Akkumulation setzt sich trotz Aktienmarktrauschen fort

Auch wenn der Beitrag auf rückläufige US-Aktienmärkte verweist, schlossen die großen Indizes gemischt und nicht deutlich im Minus. Dennoch verlagerten Institutionen Kapital in Krypto-Produkte. Dieses Verhalten spricht für eine selektive Asset-Allokation und nicht für eine pauschale Risk-on- oder Risk-off-Positionierung. Kryptowährungen werden zunehmend als eigenständige Anlageklasse behandelt und nicht mehr nur als Ableger des Aktienmarkts.

ETF-Zuflüsse spiegeln häufig langfristige Positionierungen wider und weniger kurzfristige Spekulation. Institutionen bauen ETF-Engagements typischerweise in Konsolidierungsphasen auf, nicht in Phasen überbordender Euphorie. Das Ausmaß der aktuellen Zuflüsse deutet auf eine strategische Kapitalallokation hin und nicht auf reaktives Trading. Dieses Muster deckt sich mit historischen Phasen, in denen starke ETF-Nachfrage längeren Erholungsbewegungen vorausging.

Entkopplungs-Narrativ gewinnt an Dynamik

Die Zuflüsse stärken das Narrativ einer zunehmenden Entkopplung von Krypto-Assets von traditionellen Märkten. Institutionen richten ihre Allokationen zunehmend an krypto-spezifischen Fundamentaldaten aus, darunter Angebotsdynamiken, Absicherung gegen geldpolitische Risiken und langfristige Adoptionstrends. Das feste Angebot von Bitcoin und die renditegenerierenden Mechanismen von Ethereum gewinnen für Kapitalallokatoren in einem unsicheren makroökonomischen Umfeld an Attraktivität. Anhaltende ETF-Zuflüsse reduzieren das umlaufende Angebot und absorbieren Verkaufsdruck. Diese Faktoren stützen häufig die Preisstabilität und begünstigen mittelfristig Aufwärtsdynamik. Kurzfristige Volatilität bleibt zwar unvermeidlich, doch institutionelle Akkumulation wirkt als struktureller Rückenwind für den Markt. Die ETF-Nachfrage stärkt zudem die Legitimität von Kryptowährungen in traditionellen Portfolios.

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