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Südkorea untersucht Bithumb wegen eines Fehlers im Wert von 4 Milliarden US-Dollar bei „Geister-Bitcoins“

Von

Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Südkorea leitet eine Untersuchung wegen eines Fehlers bei der Bitcoin-Werbung von Bithumb ein und hebt damit die Risiken und Schwachstellen großer Kryptobörsen hervor.

Südkorea untersucht Bithumb wegen eines Fehlers im Wert von 4 Milliarden US-Dollar bei „Geister-Bitcoins“

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde (FSS) untersucht Bithumb wegen der angeblichen „Geister“-Bitcoin-Verteilung.

  • Bithumb hat versehentlich 620.000 BTC an 249 Nutzer gesendet, obwohl das Unternehmen nur 46.000 BTC besaß.

  • Der Vorfall führte zu Zwangsliquidationen und nicht wieder eingetriebenen Verlusten in Höhe von 13 Milliarden KRW.

  • Regulierungsbehörden und Experten fordern strengere Regeln und mehr Sicherheit für Kryptobörsen in Südkorea.

Südkorea hat eine umfassende Untersuchung gegen Bithumb eingeleitet, die zweitgrößte Krypto-Börse des Landes. Auslöser ist ein Vorfall, bei dem die Handelsplattform versehentlich deutlich mehr Bitcoin ausgeschüttet hat, als sie tatsächlich besaß.

Was bei Bithumb passiert ist

Im Rahmen einer jüngsten Promotion wollte Bithumb seinen Nutzern jeweils 620.000 KRW gutschreiben. Aufgrund eines schwerwiegenden Systemfehlers verschickte die Plattform jedoch irrtümlich 620.000 BTC an 249 Nutzer. Zum Vergleich: Die Börse verfügte zu diesem Zeitpunkt lediglich über 46.000 BTC.

Der Fehler sorgte umgehend für Verwirrung und Chaos. Einige Nutzer handelten mit den „Geister-Coins“, was zu Marktverzerrungen führte. Infolge des Vorfalls kam es zu Zwangsliquidationen und Berichten zufolge zu nicht wieder eingezogenen Verlusten von rund 13 Mrd. KRW.

Aufsichtsbehörden greifen ein

Der Finanzaufsichtsdienst Financial Supervisory Service (FSS) teilte am 10. Februar 2026 mit, dass er die internen Kontrollmechanismen von Bithumb prüfen und untersuchen werde, ob Betrug vorlag. Ziel der Aufsichtsbehörde ist es, nachzuvollziehen, wie ein derart gravierender Fehler entstehen konnte, und ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.

Vertreter der Behörde betonten die Notwendigkeit von Transparenz. Krypto-Börsen müssten strenge Sicherheitsvorkehrungen einhalten – insbesondere beim Umgang mit digitalen Vermögenswerten im Milliardenwert.

Auswirkungen auf den südkoreanischen Kryptomarkt

Der Skandal legt Schwächen im operativen Betrieb von Krypto-Börsen offen. Selbst etablierte Plattformen wie Bithumb sind anfällig für technische Fehler. Experten fordern daher strengere Regulierungsvorgaben und robustere Prüfmechanismen.

Der südkoreanische Kryptosektor ist in den vergangenen zehn Jahren rasant gewachsen. Wiederholte Skandale wie dieser könnten jedoch das Vertrauen der Nutzer untergraben. Investoren dürften vorsichtiger werden, was die Verbreitung digitaler Währungen im Land bremsen könnte.

Lehren für die Branche

Beobachter der Branche sehen den Vorfall als Warnsignal. Börsen müssen der Systemsicherheit und dem Risikomanagement höchste Priorität einräumen. Zudem sollten klare Richtlinien festlegen, wie mit versehentlichen Ausschüttungen oder sogenannten „Ghost Tokens“ umzugehen ist.

Für Nutzer unterstreicht das Ereignis die Bedeutung, Handelsplattformen mit soliden Sicherheitsmechanismen zu wählen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Aufsichtsbehörden ihre Kontrolle verstärken werden, um sowohl Trader als auch den Ruf des Marktes zu schützen.

Letztlich ist der „Ghost-Bitcoin“-Vorfall bei Bithumb eine deutliche Erinnerung an die Risiken eines schnelllebigen Krypto-Ökosystems. Er zeigt, dass selbst kleine Fehler im Code oder in der Buchhaltung milliardenschwere Folgen haben können.

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