Südkorea plant Regeln zur Aufdeckung bezahlter Krypto-Influencer-Deals
Südkorea schlägt Änderungen am VA User Protection Act vor, die Krypto-Influencer verpflichten, ihre persönlichen Krypto-Bestände und gezahlten Gebühren offenzulegen.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Der Abgeordnete Kim Seung-won schlägt eine verpflichtende Offenlegung der Vermögenswerte von Krypto-Influencern vor.
Ein neuer Gesetzentwurf zielt auf Social-Media-Konten ab, die wiederholt Anlagetipps geben.
Influencer müssen ihre Beteiligungen und Vergütungen offenlegen, um unzulässige Werbung zu verhindern.
Die Strafen für Verstöße entsprechen denen für Kapitalmarktmanipulationsdelikte.
Südkorea verschärft die Kontrolle über Krypto-Werbung in sozialen Medien. Am 25. Februar brachten Abgeordnete der regierenden Demokratischen Partei einen Gesetzentwurf ein. Er würde Influencer verpflichten, ihre Krypto-Bestände sowie bezahlte Werbepartnerschaften offenzulegen. Die Maßnahme richtet sich gegen sogenannte „Finfluencer“. Gemeint sind Personen, die online regelmäßig Anlageeinschätzungen abgeben.
⚡️NEW: SOUTH KOREA PROPOSES LAW FORCING INFLUENCERS TO DISCLOSE CRYPTO HOLDINGS & PAID PROMOTIONS
— BSCN (@BSCNews) February 25, 2026
South Korea is advancing legislation that would require social media influencers to disclose their cryptocurrency holdings and any financial compensation received for promoting… pic.twitter.com/GTaH4H8TLg
Behörden zufolge ist das Ziel klar: der Schutz von Privatanlegern in einem der aktivsten Kryptomärkte der Welt. Durch mehr Transparenz sollen verdeckte Interessenkonflikte reduziert werden. Zudem will man Pump-and-Dump-ähnliche Manipulationen eindämmen.
Hintergrund und regulatorischer Kontext
Südkorea verfügt bereits über eines der strengsten Krypto-Regulierungsumfelder. Das Gesetz zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte trat 2024 in Kraft. Es stärkte die Aufsicht über Handelsplattformen und die Schutzmechanismen für Anleger. Öffentliche Amtsträger sind seit früheren Reformen in den Jahren 2023 und 2024 verpflichtet, ihre Krypto-Bestände offenzulegen.
Doch die Aufseher sehen das Influencer-Marketing weiterhin als Schwachstelle. Die Behörden zeigen sich zunehmend besorgt über Online-Persönlichkeiten, die Token bewerben, ohne finanzielle Anreize offenzulegen. Der neue Vorschlag würde bestehende Finanzgesetze anpassen, um diese Lücke zu schließen. Zugleich folgt er dem globalen Druck von Aufsichtsbehörden, die warnen, dass Finfluencer Märkte verzerren können, wenn sie unbeaufsichtigt bleiben.
Anwendungsbereich und Zielgruppe
Die geplante Regelung richtet sich nicht an gelegentliche Nutzer sozialer Medien. Im Fokus stehen vielmehr Personen, die wiederholt Anlageberatung geben oder eine Vergütung für die Bewerbung digitaler Vermögenswerte erhalten. Nach dem Entwurf müssen Influencer klar offenlegen, welche Coins sie halten und ob sie für deren Bewerbung bezahlt wurden.
Wichtig ist, dass der Rahmen sowohl für Krypto- als auch für traditionelle Finanzprodukte gelten könnte. Gesetzgeber wollen ein verbreitetes Muster verhindern: Promoter sammeln im Stillen Token, heizen den Hype bei ihren Followern an und verkaufen dann in die Kursrally hinein. Bessere Offenlegung soll es Followern ermöglichen, mögliche Befangenheit zu erkennen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen.
Mögliche Auswirkungen auf Finfluencer
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte es das Krypto-Marketing in Südkorea deutlich verändern. Das Land zählt mehr als 10 Millionen Nutzer digitaler Vermögenswerte. Entsprechend können selbst kleine Veränderungen in der Online-Promotion Märkte bewegen. Befürworter argumentieren, die Regel werde Vertrauen und Marktintegrität stärken. Viele frühe Reaktionen im Netz bezeichnen sie als „notwendigen Schritt“ und fordern ähnliche Regeln weltweit.
Doch nicht alle sind überzeugt. Kritiker warnen, Influencer könnten ihre Promotionen einfach ins Ausland verlagern oder auf indirekte Marketingtaktiken ausweichen. Andere befürchten, strengere Vorgaben könnten Bildungsinhalte zu Kryptowährungen in sozialen Medien zurückdrängen. Wie so oft dürfte die Durchsetzung darüber entscheiden, wie wirksam die Regelung tatsächlich ist.
Durchsetzung der Regulierung und nächste Schritte
Nach dem Vorschlag könnten Verstöße sanktioniert werden – ähnlich wie bei unfairem Handel oder Marktmanipulation. Das kann Geldstrafen oder in schweren Fällen weitergehende Maßnahmen umfassen. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit noch im Beratungsstadium und muss das parlamentarische Verfahren in Südkorea durchlaufen.
Dennoch ist die Richtung klar. Südkorea positioniert sich weiter an der Spitze der Krypto-Regulierung. Sollte die Maßnahme Gesetz werden, könnte sie zu einem der weltweit ersten umfassenden Offenlegungsregime für Krypto-Influencer werden – und womöglich als Vorbild für andere Länder dienen.
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