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Südkorea könnte Stablecoins in den Unternehmens-Kryptoregeln verbieten

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde FSC arbeitet an einem neuen Gesetz über Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen, das USDT möglicherweise ausschließen wird, um die inländische Finanzstabilität zu gewährleisten.

Südkorea könnte Stablecoins in den Unternehmens-Kryptoregeln verbieten

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Südkorea hebt das neunjährige Verbot von Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen auf.

  • Die FSC begrenzt die Allokation digitaler Vermögenswerte von Unternehmen auf 5 % Eigenkapital.

  • Zulässige Investitionen sind auf die 20 Top-Token an regulierten Börsen beschränkt.

  • Die Regulierungsbehörden schließen USD-Stablecoins aufgrund von Konflikten mit dem Devisenrecht aus.

Südkorea bereitet neue Regeln vor, die es Unternehmen ermöglichen könnten, in Kryptowährungen zu investieren. Allerdings könnten Regulierungsbehörden Stablecoins wie USDT und USDC von der Liste der zulässigen Anlagen ausschließen. Laut einem Bericht des lokalen Medienhauses Herald Economy arbeiten Finanzbehörden derzeit an entsprechenden Leitlinien. Diese würden börsennotierten Unternehmen erlauben, bestimmte Kryptowährungen zu kaufen und zu halten.

Gleichzeitig wollen die Aufseher die Risiken in der Anfangsphase der Unternehmensbeteiligung am Kryptomarkt begrenzen. Nach dem aktuellen Vorschlag könnten Firmen in führende Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum investieren. US-Dollar-Stablecoins könnten jedoch außen vor bleiben, da sie mit bestehenden Finanzgesetzen im Land kollidieren.

Regulierungsbehörden setzen auf vorsichtigen ersten Schritt

Südkoreas Financial Services Commission (FSC) führt die Arbeiten an neuen Leitlinien für Krypto-Investitionen von Unternehmen an. Ziel ist es, den Markt für digitale Vermögenswerte für Firmen zu öffnen und gleichzeitig strenge Schutzmechanismen aufrechtzuerhalten.

Über Jahre hinweg wurde der südkoreanische Kryptomarkt vor allem von Privatanlegern dominiert. Nun wollen die Regulierungsbehörden schrittweise auch börsennotierten Unternehmen – darunter Investmentfirmen – den Zugang ermöglichen.

Dennoch planen die Behörden ein vorsichtiges Vorgehen. Der aktuelle Entwurf sieht vor, dass Unternehmen nur in die 20 größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung investieren dürfen – Stablecoins ausgeschlossen. Zusätzlich könnten die Regeln eine Obergrenze für Investitionen festlegen. Erste Diskussionen deuten darauf hin, dass Firmen bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in digitale Vermögenswerte anlegen dürfen. Dieser Ansatz soll übermäßige Risiken in der frühen Phase der Unternehmensbeteiligung verhindern.

Rechtliche Konflikte als Grund für Stablecoin-Ausschluss

Der Hauptgrund für das mögliche Verbot von Stablecoins liegt im bestehenden rechtlichen Rahmen Südkoreas. Nach dem Foreign Exchange Transactions Act des Landes werden Stablecoins nicht als offizielles Mittel für internationale Zahlungen anerkannt.

Die Zulassung von Investitionen in an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins könnte daher einen rechtlichen Konflikt verursachen.

Finanzaufsichtsbehörden befürchten, dass die Aufnahme von Stablecoins in die Leitlinien Unternehmen indirekt erlauben könnte, diese für grenzüberschreitende Zahlungen zu nutzen. Das würde mit den aktuellen Devisenvorschriften kollidieren, nach denen die meisten internationalen Zahlungen über autorisierte Banken abgewickelt werden müssen.

Daher scheinen die Behörden bereit zu sein, Stablecoins in der ersten Version der Leitlinien für Unternehmensinvestitionen auszuschließen. Allerdings könnte sich die Gesetzeslage künftig ändern. Eine vorgeschlagene Gesetzesänderung, die Stablecoins als legales Zahlungsmittel anerkennen würde, wird derzeit in der südkoreanischen Nationalversammlung geprüft.

Unternehmen wollen dennoch Zugang zu Stablecoins

Trotz der vorsichtigen Haltung der Regulierungsbehörden wünschen sich viele Unternehmen weiterhin Zugang zu Stablecoins. Firmen im internationalen Handel nutzen Stablecoins häufig, da sie schnelle und kostengünstige grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen.

Darüber hinaus können Stablecoins Unternehmen helfen, sich gegen Währungsschwankungen abzusichern.

Berichten zufolge nutzen einige südkoreanische Unternehmen Stablecoins bereits über ausländische Krypto-Börsen oder private Wallets – obwohl der offizielle Zugang für Unternehmen weiterhin eingeschränkt ist. Aufgrund dieser Vorteile haben mehrere Firmen die Aufsichtsbehörden aufgefordert, Stablecoins in die neuen Investitionsleitlinien aufzunehmen.

Teil eines umfassenderen Wandels in der Kryptopolitik

Südkorea hat seine Kryptoregulierung in den vergangenen Jahren schrittweise ausgeweitet. Das Land genehmigte 2025 Krypto-ETFs und arbeitet derzeit an einer umfassenderen Gesetzgebung im Rahmen des Digital Asset Basic Act.

Die Regulierungsbehörden werden die neuen Leitlinien für Unternehmensinvestitionen voraussichtlich erst einführen, sobald dieser rechtliche Rahmen geklärt ist.

Derzeit scheint der Fokus auf einer vorsichtigen Einführung zu liegen. Indem Unternehmen Investitionen in große Kryptowährungen erlaubt werden, während das Engagement in Stablecoins begrenzt bleibt, versucht Südkorea Innovation und Finanzstabilität miteinander in Einklang zu bringen.

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