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Stablecoin-Zahlungen hinken dem Handel hinterher, da die Nutzung im realen Leben nur 1 % erreicht

Von

Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Trotz eines On-Chain-Volumens von 35 Billionen US-Dollar sind Stablecoin-Zahlungen weiterhin begrenzt, wobei der Großteil der Aktivitäten vom Kryptohandel und nicht vom täglichen Konsum getrieben wird.

Stablecoin-Zahlungen hinken dem Handel hinterher, da die Nutzung im realen Leben nur 1 % erreicht

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Im vergangenen Jahr wurden über 35 Billionen Dollar an Stablecoins auf der Blockchain transferiert.

  • Lediglich 1 % des Volumens wurde für tatsächliche Zahlungen verwendet.

  • Der Großteil der Aktivitäten stammte aus dem Handel und internen Geldtransfers.

  • Die Akzeptanz von Zahlungsmethoden bleibt aufgrund von Vertrauens- und Regellücken weiterhin schleppend.

Stablecoins haben im vergangenen Jahr laut aktuellen Daten mehr als 35 Billionen US-Dollar On-Chain bewegt. Auf den ersten Blick sieht das nach enormem Wachstum aus. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Nur rund 1 % dieses Volumens wurde für echte Zahlungen wie Gehälter, Überweisungen oder Rechnungen verwendet. Der Großteil der Aktivität blieb innerhalb des Kryptomarkts selbst.

Stablecoin-Handel dominiert die Aktivität

Blockchain-Daten von Artemis zeigen, dass das Stablecoin-Volumen 2025 etwa 33 Billionen US-Dollar erreichte. Dies stützt die aktuellen Schätzungen. Allerdings flossen nur 330 bis 390 Milliarden US-Dollar in den realen Einsatz.

Die verbleibenden 99 % stammen aus Krypto-Handel, DeFi-Swaps und internen Transfers zwischen Wallets und Börsen. Diese Transaktionen ermöglichen Händlern, Geld schneller zu bewegen. Sie spiegeln jedoch nicht den Alltag von Zahlungen wider. Das zeigt: Stablecoins sind aktiv – aber hauptsächlich innerhalb des Kryptosektors.

Stablecoins als Abwicklungsinstrumente

Trotz der geringen Nutzung für Zahlungen haben Stablecoins eine große Größenordnung erreicht. Ihr jährliches Volumen liegt nun deutlich über den 14 Billionen US-Dollar, die Visa jährlich abwickelt.

Stablecoins arbeiten schnell und rund um die Uhr. Zudem ermöglichen sie kostengünstige grenzüberschreitende Transfers. Solche Eigenschaften machen sie für Börsen und Institutionen attraktiv. Geschwindigkeit allein garantiert jedoch noch keine tägliche Nutzung.

Warum Zahlungen weiterhin begrenzt bleiben

Es gibt mehrere Gründe, warum Stablecoins noch nicht weit verbreitet für Zahlungen genutzt werden. Erstens: Die Regulierung ist in vielen Ländern noch unklar. Unternehmen möchten klare Regeln, bevor sie Stablecoins für Gehälter oder Rechnungen einsetzen.

Zweitens: Die Nutzererfahrung ist oft kompliziert. Wallets, Gebühren und private Schlüssel können neue Nutzer verwirren. Viele bevorzugen daher weiterhin Banken und Karten. Zudem gibt es Vertrauensfragen. Einige Nutzer sorgen sich um die Reserven der Stablecoins und frühere Entkopplungen vom US-Dollar. Unternehmen bleiben daher vorsichtig.

Gemischte Reaktionen aus der Krypto-Community

Online sind die Meinungen gespalten. Einige glauben, dass Stablecoin-Zahlungen mit besseren Apps und klareren Regeln zehnmal größer werden könnten. Sie sehen die aktuellen Zahlen als frühes Wachstum.

Andere sind skeptischer. Sie argumentieren, dass Stablecoins weiterhin vor allem für den Handel genutzt werden. Ihrer Ansicht nach wird die Nutzung für Zahlungen gering bleiben.

Wie geht es weiter?

Mit dem Beginn von 2026 verschiebt sich der Fokus. Die Branche spricht weniger über Volumen und mehr über echte Nutzung. Wenn Regeln klarer werden und Tools einfacher, könnten Stablecoins eine größere Rolle im Alltag spielen. Bislang bewegen sie Billionen – meist jedoch hinter den Kulissen. Die Geschichte der Stablecoin-Zahlungen ist noch nicht abgeschlossen.

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