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Silberpreisanstieg treibt ETF-Volumina in Richtung des Niveaus von S&P 500 ETFs

Der Silber-Spotpreis durchbrach die Marke von 117 US-Dollar pro Unze und verzeichnete damit einen monatlichen Anstieg von 50 %, während das Volumen des SLV ETFs inmitten eines starken Engpasses bei der physischen Lieferung an der Comex mit dem des SPY konkurrierte.

Silberpreisanstieg treibt ETF-Volumina in Richtung des Niveaus von S&P 500 ETFs

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Der Silberpreis stieg im Januar um 50 % und erreichte Rekordhöhen von über 117 US-Dollar pro Unze.

  • Der tägliche Umsatz des SLV ETF erreichte 40 Milliarden US-Dollar und entsprach damit nahezu dem Umsatz des SPY im S&P 500.

  • Die CME Group erhöhte die Margin-Anforderungen für Silber auf 12,1 %, um extreme Volatilität einzudämmen.

  • Die strukturellen Defizite bleiben bestehen, da die Nachfrage nach KI und Solarenergie das stagnierende Minenangebot übersteigt.

Die Silberpreise sind im Januar 2026 sprunghaft gestiegen. Das Metall legte innerhalb eines Monats um mehr als 50 Prozent zu. Auf Jahressicht hat sich der Preis verdoppelt. Diese schnelle Bewegung rückte Silber weltweit in den Fokus der Märkte. Auch die Handelsaktivität zog deutlich an. Der iShares Silver Trust ETF (SLV) verzeichnete ein nahezu rekordhohes Handelsvolumen und näherte sich Niveaus an, die sonst beim SPDR S&P 500 ETF (SPY) zu sehen sind. Für einen Metallfonds ist das ungewöhnlich. Die Rally zeigt, dass Investoren verstärkt in Silber gehen, während die Nachfrage steigt und das Angebot knapp bleibt.

Nachfrage und Angebot treiben die Rally

Die industrielle Nachfrage ist der wichtigste Treiber des Silberpreisanstiegs. Solarmodule benötigen große Mengen Silber. Auch Elektrofahrzeuge und Elektronik kommen nicht ohne das Metall aus. Hinzu kommt zusätzliche Nachfrage durch KI-Rechenzentren. Mehr als die Hälfte des weltweiten Silberverbrauchs entfällt auf die Industrie. Gleichzeitig wächst das Angebot nur langsam.

Der Großteil des Silbers fällt als Nebenprodukt beim Abbau von Kupfer und Zink an. Minenbetreiber können die Förderung nicht kurzfristig ausweiten. Zudem hat China seine Exporte eingeschränkt, was das verfügbare Angebot weiter reduziert. Zusammengenommen führten diese Faktoren zu einem deutlichen Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot. In der Folge zogen die Preise sehr schnell an.

SLV-ETF-Volumen nähert sich SPY-Niveaus

Die Silberrally hat zu einem starken Anstieg des ETF-Handels geführt. Der SLV-ETF verzeichnete enorme Tagesumsätze, da sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren einstiegen. Viele Anleger bevorzugen ETFs, weil sie einen einfachen Zugang bieten, ohne physisches Silber halten zu müssen. Bloomberg-Daten zeigen, dass das Handelsvolumen des SLV-ETF inzwischen Niveaus erreicht hat, die sonst typisch für den SPY sind. Das signalisiert großes Marktinteresse und eine hohe Spekulation. Angesichts der starken Kursschwankungen hat die CME die Margin-Anforderungen für Silber-Futures angehoben. Dieser Schritt spiegelt die steigende Volatilität und das höhere Risiko wider. Zugleich zeigt er, dass Silber sich derzeit eher wie ein High-Beta-Asset verhält als wie ein langsamer, stabiler Absicherungswert.

Auswirkungen auf Bitcoin und Risikoanlagen

Der starke Anstieg des Silberpreises wirkt sich auch auf die Kryptomärkte aus. Ein Teil des Kapitals floss aus Bitcoin in Edelmetalle um. Während Silber kräftig zulegte, blieb Bitcoin weitgehend seitwärts. Das stellt die Idee von Bitcoin als „digitalem Gold“ zumindest kurzfristig infrage. Silber erscheint aktuell knapper, da das Angebot nicht schnell ausgeweitet werden kann. Frühere Zyklen zeigen jedoch, dass Metalle oft vor anderen Risikoanlagen steigen. Kühlen sich die Metallpreise ab, könnte Kapital wieder in Krypto zurückfließen. Einige Analysten gehen davon aus, dass BTC im weiteren Verlauf des Jahres 2026 aufholen könnte, sofern sich das Marktumfeld wieder verbessert.

Ausblick und Marktrisiken

Silber wird weiterhin stark von Industrie und Investoren gestützt. Die Nachfrage bleibt hoch, das Angebot angespannt. Diese Faktoren könnten die Preise kurzfristig weiter antreiben. Einige Prognosen sehen inzwischen Niveaus von über 120 US-Dollar je Unze. Starke Rallys bergen jedoch auch Risiken. Parabolische Bewegungen enden häufig in abrupten Korrekturen. Der Einsatz von Hebelwirkung kann Verluste verstärken, wenn sich der Trend dreht. Der aktuelle Silberpreis spiegelt einen breiteren Trend hin zu Sachwerten in unsicheren Zeiten wider. Das Metall steht im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit, während Anleger genau beobachten, ob dieses Momentum anhalten kann.

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