Russland will Kryptowährungen aus der Sonderregulierung für Finanzdienstleistungen herausnehmen
Der russische Duma-Abgeordnete Anatoli Aksakow kündigte einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Sonderregulierung für Kryptowährungen an, der Privatanlegerinvestitionen bis zu 300.000 Rubel ermöglicht.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Ein neuer Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Nutzung von Kryptowährungen für russische Einwohner zu normalisieren.
Für Privatanleger gilt eine jährliche Kaufobergrenze von 300.000 Rubel.
Professionelle Teilnehmer können digitale Vermögenswerte ohne Volumenbeschränkungen handeln.
Die Gesetzgebung unterstützt die Verwendung von in Russland ausgegebenen Kryptowährungen für internationale Zahlungen.
Russland bereitet sich darauf vor, den Umgang mit Kryptowährungen grundlegend zu ändern. Ein neuer Gesetzentwurf liegt vor und könnte Krypto-Assets aus der „besonderen Finanzregulierung“ herausnehmen. Das würde es erleichtern, digitale Vermögenswerte im Alltag zu nutzen. Die Informationen stammen von Anatoli Aksakow, dem Vorsitzenden des Duma-Ausschusses für Finanzmärkte. In einem Interview mit dem russischen Fernsehsender Rossija-24 sagte er, die Regierung wolle Kryptowährungen zu einem normalen Bestandteil des Lebens russischer Bürger machen. Zuerst berichtete die staatliche Nachrichtenagentur TASS. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wäre es einer der größten politischen Kurswechsel Russlands in Sachen Krypto.
Russlands veränderter Blick auf Krypto
Über Jahre hinweg ging Russland sehr vorsichtig mit Kryptowährungen um. Die Nutzung im Inland war stark eingeschränkt, digitale Assets unterlagen einer besonderen Finanzregulierung. Sie galten eher als riskantes Anlageinstrument denn als frei nutzbares Zahlungsmittel.
Das begann sich 2024 zu ändern. Nachdem westliche Sanktionen den Zugang zum globalen Bankensystem einschränkten, legalisierte Russland Kryptowährungen für internationale Zahlungen. Unternehmen konnten digitale Assets für grenzüberschreitenden Handel und Abwicklungen nutzen. Nun geht die Regierung einen Schritt weiter. Statt Krypto unter strengen Sonderregeln zu belassen, wollen die Gesetzgeber es in das reguläre Finanzsystem integrieren. Vereinfacht gesagt: Kryptowährungen sollen sich wie ein normales Finanzprodukt anfühlen.
Was der neue Gesetzentwurf vorsieht
Laut Anatoli Aksakow soll der neue Gesetzentwurf Kryptowährungen aus der besonderen Finanzregulierung herausnehmen. Damit würden sie nicht länger als spezielle oder eingeschränkte Anlageklasse gelten. Ziel ist es, die Nutzung von Krypto für normale Bürger zu verbreiten. Der Entwurf erlaubt auch nicht-professionellen Anlegern den Kauf von Kryptowährungen, allerdings mit Grenzen. Privatpersonen dürften jährlich bis zu 300.000 Rubel investieren, umgerechnet rund 3.000 US-Dollar. Professionelle Investoren und Finanzinstitute könnten hingegen ohne Einschränkungen agieren.
Aksakow erklärte zudem, dass Russland Kryptowährungen aktiv für internationale Abrechnungen nutzen könnte. Denkbar sei auch die lokale Ausgabe digitaler Vermögenswerte und deren Platzierung auf ausländischen Finanzmärkten. Gleichzeitig bleibt Krypto kein gesetzliches Zahlungsmittel. Es wird den Rubel nicht ersetzen. Kryptowährungen bleiben Anlageinstrument und Zahlungsoption, aber kein offizielles Geld.
Warum Russland jetzt handelt
Sanktionen haben Russland dazu gezwungen, nach neuen Finanzinstrumenten zu suchen. Kryptowährungen bieten schnellere Zahlungen, weniger Hürden und Zugang zu globalen Märkten ohne Abhängigkeit von westlichen Banken. Digitale Finanzwerte rücken auch politisch stärker in den Fokus. Die Gesetzgeber wollen einen großen Teil der Frühjahrssitzung 2026 der Diskussion über Krypto- und Blockchain-Entwicklung widmen. Russland sieht darin eine Chance, seine digitale Wirtschaft auszubauen.
Mögliche Auswirkungen und Risiken
Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, könnte die Krypto-Adoption in Russland deutlich zulegen. Mehr Menschen könnten digitale Assets zum Sparen, Investieren und Bezahlen nutzen. Auch Blockchain-Projekte und Fintech-Unternehmen könnten verstärkt ins Land kommen. Risiken bleiben jedoch bestehen. Kryptowährungen sind volatil, Betrugsfälle weltweit weiterhin verbreitet. Die Regierung betont, dass eine grundlegende Aufsicht bestehen bleibt, um Betrug und Geldwäsche zu verhindern.
Wie es weitergeht
Die Staatsduma wird den neuen Gesetzentwurf in der Frühjahrssitzung 2026 beraten. Bei Zustimmung könnte er noch im Laufe des Jahres in Kraft treten. Eines ist bereits klar: Russland bewegt sich von strenger Regulierung hin zu einer breiteren Nutzung von Kryptowährungen. Sollten sich die Gesetzgeber durchsetzen, könnten digitale Vermögenswerte schon bald zum Alltag von Millionen Russen gehören.
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