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Russland meldet tägliche Krypto-Transaktionen im Wert von 648 Millionen US-Dollar und beschleunigt die Einführung von Regeln

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Russland meldet tägliche Krypto-Handelsvolumina von 648 Millionen Dollar, während die Staatsduma einen Lizenzierungsrahmen für Börsen beschleunigt.

Russland meldet tägliche Krypto-Transaktionen im Wert von 648 Millionen US-Dollar und beschleunigt die Einführung von Regeln

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Die Russen handeln täglich mit Kryptowährungen im Wert von 648 Millionen Dollar, was einem jährlichen Volumen von 130 Milliarden Dollar entspricht.

  • Der stellvertretende Finanzminister Chebeskov plant, der Duma im März 2026 einen Gesetzentwurf zur Abstimmung vorzulegen.

  • Neue Regeln begrenzen die Investitionen nicht qualifizierter Privatanleger auf 300.000 Rubel pro Jahr.

  • Die Moskauer Börse und Banken bereiten die Einführung regulierter Kryptodienstleistungen vor.

Russlands Finanzministerium der Russischen Föderation zufolge bewegen Bürger inzwischen täglich fast 648 Mio. US-Dollar in Kryptowährungen. Das entspricht mehr als 130 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Der stellvertretende Finanzminister Ivan Tschebeskow nannte diese Zahlen auf einer jüngsten Konferenz. Er warnte, dass der Großteil dieser Aktivitäten außerhalb staatlicher Aufsicht stattfinde.

Millionen Russen nutzen Kryptowährungen. Vor allem als Wertaufbewahrungsmittel, für Zahlungen und für grenzüberschreitende Überweisungen. Infolgedessen drängen Gesetzgeber nun auf klarere Regeln für Handelsplattformen. Die Behörden betonen, die Regulierung müsse schnell vorankommen, da die Akzeptanz weiter steigt.

Krypto-Nutzung steigt unter Sanktionsdruck

Die Kryptoaktivität in Russland ist in den vergangenen zwei Jahren stark gewachsen. Westliche Sanktionen schränkten den Zugang zur traditionellen globalen Finanzwelt ein. Viele Unternehmen und Privatpersonen wichen daher auf digitale Vermögenswerte aus. Offizielle Stellen zufolge nutzen inzwischen Millionen Bürger regelmäßig Kryptowährungen. Einige setzen sie als Sparinstrument ein. Andere für grenzüberschreitende Zahlungen. Viele handeln sie schlicht als Investment. Tschebeskow sagte, die Zahlen wüchsen von Monat zu Monat weiter.

Doch der Großteil dieser Aktivitäten bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone. Der Staat kann diese Kapitalströme weder vollständig überwachen noch kontrollieren. Das bereitet den politischen Entscheidungsträgern Sorgen. Sie befürchten Risiken durch Betrug, Geldwäsche und Kapitalabfluss. Eine Regulierung gilt daher inzwischen als unvermeidlich.

Regierung und Zentralbank finden gemeinsame Linie

Jahrelang drängte die russische Zentralbank auf strenge Beschränkungen für Kryptowährungen und unterstützte sogar Verbote bestimmter Aktivitäten. Der Ton hat sich zuletzt jedoch geändert. Nun arbeiten Zentralbank und Finanzministerium zusammen. Sie sprechen sich für einen regulierten Kryptomarkt aus. Ziel sei es, Handelsplattformen unter staatliche Aufsicht zu stellen. Die Zentralbank unterstützt zudem eine Übergangsphase. Diese soll Unternehmen Zeit geben, Lizenzen zu beantragen, und Nutzern den Wechsel auf genehmigte Plattformen erleichtern. Der Kurswechsel signalisiert einen pragmatischeren Ansatz in der Krypto-Politik.

Beschleunigte Regeln für Börsen im Frühjahr

Die Gesetzgeber planen, während der Frühjahrssitzung des Parlaments ein neues Krypto-Gesetz einzubringen. Der Entwurf könnte bereits im März 2026 der Staatsduma vorgelegt werden, eine Verabschiedung bis zur Jahresmitte gilt als Ziel. Der neue Rahmen konzentriert sich auf die Lizenzierung von Handelsplattformen. Konkret benötigen Anbieter künftig eine offizielle Genehmigung; bei Verstößen drohen Strafen oder die Schließung. Das Ziel ist klar: Die Regierung will Kryptoaktivitäten aus der Grauzone holen. Zudem sollen klare Regeln Nutzer schützen und illegale Aktivitäten eindämmen.

Traditionelle Finanzakteure entdecken den Kryptomarkt

Große Finanzakteure bereiten sich bereits auf die neuen Vorgaben vor. Die Moskauer Börse hat Interesse signalisiert, in den Kryptomarkt einzusteigen. Sobald die Regulierung steht, könnte sie Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte anbieten. Das würde einen deutlichen Wandel markieren. Traditionelle Finanzmärkte und der Kryptosektor könnten unter staatlicher Aufsicht enger zusammenrücken. Nach Ansicht der Behörden könnte dieser Ansatz das Finanzsystem stärken. Zugleich verschafft er der russischen Regierung mehr Kontrolle über einen rasant wachsenden Bereich. Angesichts von Milliardenbeträgen, die wöchentlich durch Kryptowährungen fließen, sieht Moskau Regulierung inzwischen als Priorität – nicht als Option.

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