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Ripple gibt 1 Milliarde XRP im ersten Jahr 2026 im Rahmen der Treuhandfreigabe frei

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Ripple gab am 1. Januar 2026 1 Milliarde XRP aus dem Treuhandkonto frei, ausgelöst durch ein gefälschtes Handelsmemo, in dem Verkäufe in Höhe von 8 Milliarden Dollar im Jahr 2025 zur Finanzierung von Akquisitionen behauptet wurden.

Ripple gibt 1 Milliarde XRP im ersten Jahr 2026 im Rahmen der Treuhandfreigabe frei

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Ripple hat seine erste XRP-Treuhandsumme von 1 Milliarde für das Jahr 2026 freigegeben.

  • In einem sarkastischen Dankesschreiben wurden fälschlicherweise massive Umsätze für 2025 behauptet.

  • Dritte haben die Veröffentlichung veranlasst, um über Memos Fehlinformationen zu verbreiten.

  • Die On-Chain-Daten zeigen, dass die freigegebenen Gelder in mit Ripple verknüpften Wallets verbleiben.

Ripple begann das Jahr 2026 mit der Freigabe von 1 Milliarde XRP aus dem Treuhandkonto. Dies markiert die erste planmäßige Freigabe des neuen Jahres. Die Token-Freigabe erfolgte gemäß Ripples langjährigem Treuhandplan. Eine ungewöhnliche Transaktionsnotiz sorgte jedoch für Verwirrung und Diskussionen in der XRP-Community. Der Vorfall verdeutlicht die Mechanik von Ripples Treuhandsystem und die anhaltende Sensibilität rund um XRP-Verkäufe und Unternehmensstrategie.

Planmäßige Treuhandfreigabe setzt 1 Mrd. XRP frei

Um Mitternacht am 1. Januar wurden drei separate Treuhandtransaktionen durchgeführt, die insgesamt 1 Milliarde XRP freigaben – zu einem Wert von etwa 1,84 Mrd. USD zum Zeitpunkt der Freigabe. Die Releases erfolgten innerhalb weniger Sekunden nacheinander, entsprechend Ripples monatlicher Treuhandstruktur. Blockchain-Daten zeigen, dass 300 Millionen XRP und 200 Millionen XRP an eine Ripple-nahe Wallet gesendet wurden, die häufig als „Ripple (28)“ bezeichnet wird. Gleichzeitig wurden weitere 500 Millionen XRP an eine zweite Adresse übertragen, bekannt als „Ripple (9)“.

Zusammen erhielten die beiden Wallets die gesamte 1 Milliarde XRP. Laut aktuellen On-Chain-Daten wurde keiner der neu freigegebenen Token bewegt. Beide Wallets hielten bereits 500 Millionen XRP aus früheren Freigaben, sodass jede Adresse nun über ein Guthaben von 1 Milliarde XRP verfügt. Auffällig ist, dass Ripple bisher keinen Teil der freigegebenen Token erneut ins Treuhandkonto zurückgeführt hat.

Transaktionsnotiz löst Community-Kritik aus

Die Kontroverse entstand nicht durch die Freigabe selbst, sondern durch eine Notiz, die den Transaktionen beigefügt war. Darin hieß es, Ripple habe 2025 XRP im Wert von mehr als 8 Mrd. USD verkauft, um Unternehmensakquisitionen zu finanzieren. Gleichzeitig wurde angedeutet, dass 2026 noch größere XRP-Verkäufe folgen könnten. Die Notiz verwies zudem auf die Unternehmensstrategie, das Geschäft auszubauen und die RLUSD-Stablecoin zu stärken.

Die Botschaft war als sarkastisches „Danke“ an langfristige XRP-Inhaber formuliert. Viele Leser gingen zunächst davon aus, dass die Erklärung direkt von Ripple stamme. Tatsächlich stammte sie jedoch nicht vom Unternehmen. Jeder kann eine Treuhandfreigabe auslösen, sobald die voreingestellte Zeit erreicht ist, und die initiierende Wallet kann eine beliebige Notiz anhängen. Ripple kontrolliert weder, wer die Freigabe initiiert, noch welche Nachricht enthalten ist.

Ripple erläutert Treuhandmechanik

Seit 2017 nutzt Ripple zeitlich gesperrte Treuhandkonten, um bis zu 1 Milliarde XRP pro Monat freizugeben und die Versorgung vorhersehbar zu machen. Die freigegebenen Token werden an Ripple-nahe Wallets gesendet. Das Unternehmen genehmigt die Freigaben nicht manuell. Diese Struktur sorgt gelegentlich für Verwirrung, insbesondere wenn Dritte irreführende oder provokative Nachrichten anhängen.

In diesem Fall schien die Notiz darauf ausgelegt, Ripple zu imitieren und eine Reaktion innerhalb der Community auszulösen. Eine öffentliche Stellungnahme seitens Ripple zur Notiz liegt bisher nicht vor. Historisch gesehen veröffentlicht das Unternehmen XRP-Verkäufe über Quartalsberichte, nicht über On-Chain-Nachrichten.

Breiterer Kontext für XRP in 2026

Der Vorfall folgt auf ein gemischtes Jahr 2025 für XRP. Institutionelle Adoption nahm zu, während die Kursentwicklung weiterhin unter Druck blieb. Zu Beginn von 2026 beobachten Marktteilnehmer Ripples Treuhandaktivitäten genau, insbesondere im Hinblick auf mögliche Token-Verkäufe, während Spekulationen über Akquisitionen und das Wachstum von RLUSD anhalten.

Die aktuelle Freigabe selbst signalisiert keine Änderung des etablierten Treuhandprozesses. Vielmehr verdeutlicht sie, wie leicht Nutzer Fehlinformationen verbreiten können, wenn sie On-Chain-Daten aus dem Kontext reißen. Derzeit bleiben die neu freigegebenen XRP unberührt. Der Fokus liegt nun darauf, ob Ripple die Token erneut sperrt oder im Laufe des Jahres einsetzt.

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