Renditebringende Stablecoins unter Beschuss, da JPMorgan vor Risiken warnt
Renditebringende Stablecoins geraten erneut unter Beobachtung, nachdem JPMorgan gewarnt hat, dass sie Banken schwächen und Risiken für die Finanzstabilität schaffen könnten.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
JPMorgan warnt davor, dass zinsbringende Stablecoins Bankeinlagen imitieren.
Diese Anlagen bieten Renditen von 4% bis 6% ohne Einlagensicherung auf Bankniveau.
Der Markt für Stablecoins ist auf über 230 Milliarden Dollar angewachsen.
Neue Gesetze könnten dazu führen, dass Stablecoins den Bankvorschriften unterliegen.
JPMorgan-CFO Jeremy Barnum hat davor gewarnt, dass renditetragende Stablecoins ein riskantes paralleles Bankensystem schaffen könnten. Diese Bedenken äußerte er während einer jüngsten Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Nach Einschätzung von Barnum ähneln diese digitalen Vermögenswerte stärker Bankeinlagen, als vielen bewusst ist.
Renditetragende Stablecoins bieten Nutzern regelmäßige Erträge. In vielen Fällen liegen diese zwischen 4 % und 6 %. Die Emittenten erzielen diese Renditen meist, indem sie die Reserven in US-Staatsanleihen investieren. Auch wenn dies auf den ersten Blick sicher erscheint, sieht Barnum in dieser Struktur erhebliche Risiken.
Warum Banken besorgt sind
Barnum erklärte, dass diese Stablecoins wie Bankeinlagen funktionieren. Sie zahlen Zinsen und verwahren Kundengelder. Allerdings unterliegen sie nicht denselben Regeln wie Banken. Traditionelle Institute müssen Eigenkapital vorhalten und Liquiditätsrisiken steuern. Zudem bieten sie eine Einlagensicherung zum Schutz der Kunden.
Für Stablecoin-Emittenten gelten diese Anforderungen nicht. Genau diese Lücke bereitet Banken Sorgen. Barnum sagte, sie ermögliche es Unternehmen, seit Langem etablierte Schutzmechanismen des Finanzsystems zu umgehen. In Phasen von Marktturbulenzen könne das zu Instabilität führen, warnte er.
Stablecoin-Markt wächst rasant
Der Stablecoin-Markt ist stark gewachsen. Mitte 2025 überschritt das Marktvolumen die Marke von 230 Mrd. US-Dollar. Einige Prognosen gehen davon aus, dass es in naher Zukunft 500 Mrd. US-Dollar oder mehr erreichen könnte.
Produkte wie USDC verdeutlichen das Problem. Auf Plattformen wie Coinbase bietet USDC eine Rendite von rund 4,1 %. Berichten zufolge hält der Coin Kundeneinlagen von etwa 12 Mrd. US-Dollar. Für Banken ist das ein klares Warnsignal. Höhere Erträge und einfacher Zugang könnten Geld aus klassischen Sparkonten abziehen.
Barnum warnte, dass groß angelegte Umschichtungen von Einlagen traditionelle Banken schwächen könnten. Auf lange Sicht würde das das Finanzsystem anfälliger machen.
Forderungen nach neuen Stablecoin-Regeln
Barnums Aussagen stützen die anhaltenden Forderungen nach Regulierung. Branchenvertreter und Gesetzgeber diskutieren derzeit über Gesetze wie den GENIUS Act. Ziel dieser Vorschläge ist es, renditetragende Stablecoins bankähnlichen Regeln zu unterwerfen.
Befürworter argumentieren, einheitliche Standards würden die Risiken verringern. Ähnliche Produkte sollten auch ähnlichen Vorgaben folgen. Andernfalls könne ein Schattenbankensystem unkontrolliert wachsen.
Kritiker verteidigen Krypto-Innovation
Kritiker lehnen strengere Regeln ab. Sie warnen, dass diese Innovationen bremsen könnten. Viele sehen in Stablecoins Vorteile wie hohe Geschwindigkeit, niedrige Kosten und einen besseren Zugang zu Finanzdienstleistungen. Zudem wird argumentiert, dass dezentrale Finanzsysteme bereits durch die Blockchain-Technologie transparent arbeiten.
Dennoch stehen Regulierungsbehörden vor einem schwierigen Spagat. Sie müssen die Finanzstabilität sichern, ohne nützliche Innovationen zu blockieren. Barnums Warnung zeigt, dass diese Debatte noch lange nicht abgeschlossen ist.
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