OFAC nimmt Kryptobörsen wegen Umgehung der Iran-Sanktionen ins Visier
Das OFAC hat in Großbritannien registrierte Börsen wegen der Abwicklung von 94 Milliarden US-Dollar an Geldern mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden sanktioniert, was einen bedeutenden Wandel in der Durchsetzung von Kryptogesetzen markiert.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Das OFAC hat Zedcex und Zedxion wegen der Erleichterung von Finanzströmen der iranischen Revolutionsgarden mit Sanktionen belegt.
Zedcex hat Berichten zufolge seit August 2022 Transaktionen im Wert von über 94 Milliarden Dollar abgewickelt.
Die Sanktionen richten sich gegen den Finanzier Babak Zanjani und umfassen sieben spezifische Tron (TRX)-Adressen.
Dies ist die erste Benennung von Börsen durch das OFAC, die im iranischen Finanzsektor tätig sind.
Das US-Finanzministerium hat neue Sanktionen im Zusammenhang mit Irans Finanznetzwerk angekündigt – dieses Mal mit Fokus auf Kryptowährungen. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des Finanzministeriums sanktionierte zwei in Großbritannien ansässige Krypto-Börsen, Zedcex und Zedxion. Den Angaben zufolge halfen diese Plattformen dem Iran, Geld zu bewegen und US-Sanktionen zu umgehen.
Dies ist das erste Mal, dass OFAC digitale Asset-Börsen direkt ins Visier nimmt, weil sie im iranischen Finanzsystem tätig waren. US-Personen ist es nun untersagt, Geschäfte mit diesen Unternehmen zu tätigen, und alle mit ihnen verbundenen Vermögenswerte in den USA wurden eingefroren.
So funktionierte das Netzwerk
Laut Finanzministerium standen die Börsen in Verbindung mit dem iranischen Geschäftsmann Babak Zanjani. Er saß einst im Gefängnis, weil er Milliarden aus Öleinnahmen veruntreut hatte. Behörden zufolge half er nach seiner Freilassung dem iranischen Regime, Geld zu bewegen. Blockchain-Daten zeigen, dass Adressen, die mit dem Fall in Verbindung stehen, über 389 Mio. USD verarbeitet haben. Ein Großteil dieser Mittel hatte Verbindungen zum Islamischen Revolutionsgarde-Korps (IRGC).
Das US-Finanzministerium sanktionierte damit die britischen Krypto-Börsen Zedcex und Zedxion, weil sie Iran bei der Umgehung von Sanktionen halfen. Dies ist das erste Mal, dass OFAC digitale Asset-Börsen wegen ihrer Beteiligung am iranischen Finanzsektor ins Visier nimmt.
The U.S. Treasury's OFAC sanctioned UK-based crypto exchanges Zedcex and Zedxion for helping Iran evade sanctions, marking the first time OFAC has targeted digital asset exchanges for involvement in Iran’s financial sector.
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) January 31, 2026
OFAC also designated seven Iranian individuals,…
Warum diese Maßnahme des US-Finanzministeriums wichtig ist
Diese Entscheidung setzt einen neuen Standard für die Durchsetzung von Krypto-Regeln. Bisher richtete sich OFAC hauptsächlich gegen Wallets oder einzelne Personen. Nun geht es gezielt gegen ganze Börsen, die einer sanktionierten Wirtschaft helfen. Das sendet eine klare Botschaft an Krypto-Plattformen weltweit: Sie müssen prüfen, wer ihre Dienste nutzt und wohin das Geld fließt.
Andernfalls riskieren sie den Verlust des Zugangs zu US-Märkten. US-Finanzbeamte erklärten, dass Iran versucht habe, digitale Assets zur Umgehung von Sanktionen einzusetzen. Sie gehen davon aus, dass dieser Schritt diese Bemühungen verlangsamt. Gleichzeitig verteuert er das Geschäft für Börsen, die Regeln ignorieren. Compliance ist damit keine Option mehr.
Marktauswirkungen und Ausblick
Die Maßnahme zeigt auch, wie Kryptowährungen inzwischen in globale Politik eingebunden sind. Digitale Assets sind längst nicht mehr nur eine Technologiestory, sondern Teil der Finanzkriegsführung. Analysten erwarten für 2026 weitere Schritte in diese Richtung. Andere Länder könnten dem Ansatz des US-Finanzministeriums folgen. Für Trader und Nutzer erhöht dies das Risiko: Börsen, die in Grauzonen operieren, könnten plötzlich verboten werden.
Regulierer argumentieren jedoch, dass dies das System sauberer macht. Ziel ist es, die Finanzierung illegaler Aktivitäten und staatlicher Netzwerke zu unterbinden. Kurzfristig könnten die Sanktionen einige Geldflüsse stören, langfristig könnten sie Krypto-Firmen dazu bringen, enger mit Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten. Die Botschaft ist klar: Krypto steht nicht außerhalb des Gesetzes. Es spielt nun auf dem gleichen Spielfeld wie Banken und Zahlungsanbieter.
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