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Nike verkauft RTFKT stillschweigend nach Schließung der Web3-Aktivitäten

Nike verkaufte seine digitale Tochtergesellschaft RTFKT und zog sich damit vom Markt für Non-Fungible Tokens zurück, da sich die Führungsetage wieder auf das Kerngeschäft im Sporteinzelhandel konzentriert.

Nike verkauft RTFKT stillschweigend nach Schließung der Web3-Aktivitäten

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Nike verkaufte RTFKT am 16. Dezember 2025 an einen nicht genannten Käufer.

  • Dieser Schritt folgt auf eine einjährige schrittweise Einstellung der Web3-Aktivitäten von Nike.

  • CEO Elliott Hill priorisiert den Fokus auf Kernsportarten und Partnerschaften im Großhandel.

  • Die Umsätze von Converse sanken im zweiten Quartal um 30 %, was den allgemeinen wirtschaftlichen Druck noch verstärkte.

Nike hat RTFKT stillschweigend verkauft. Die digitale Produkteinheit konzentrierte sich auf NFTs und virtuelle Sneaker. Der Verkauf erfolgte im Dezember 2025. Laut OregonLive gab das Unternehmen nicht bekannt, wer RTFKT gekauft hat. Auch Preis oder Vertragsbedingungen wurden nicht offengelegt. Das Unternehmen erklärte lediglich, dass der Verkauf am 16. Dezember wirksam wurde.

Dieser Schritt erfolgt etwa ein Jahr nachdem RTFKT angekündigt hatte, seine Web3-Dienste im Januar 2025 einzustellen. Nike hatte RTFKT 2021 übernommen, um NFTs zu erkunden – darunter virtuelle Mode und digitale Gegenstände für Spiele und Online-Welten. Dieser Plan hielt jedoch nicht lange.

Warum Nike sich von Web3 zurückgezogen hat

Der Verkauf passt zu einer breiteren strategischen Neuausrichtung bei Nike. Das Unternehmen wird inzwischen von CEO Elliott Hill geleitet. Seit seinem Amtsantritt hat er Nike stärker auf Sportprodukte und das Kerngeschäft im Einzelhandel fokussiert. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, die Beziehungen zu Großhandelspartnern wie Dick’s Sporting Goods und Foot Locker wiederaufzubauen. Diese Partnerschaften hatten in früheren Jahren gelitten, als Nike stärker auf digitale Angebote und Direktvertrieb setzte.

RTFKT war unter einem früheren CEO übernommen worden. Die damalige Strategie setzte stark auf digitales Wachstum und Online-Experimente. Unter der neuen Führung scheint Nike weniger daran interessiert zu sein, ein eigenes Web3-Studio zu betreiben.

Digitale Projekte sind nicht vollständig verschwunden

Auch nach dem Verkauf von RTFKT hat Nike die digitalen Aktivitäten nicht komplett eingestellt. Neue NFTs werden über RTFKT nicht mehr erstellt. Dennoch führt das Unternehmen weiterhin einige virtuelle Projekte mit Spieleentwicklern durch. Nike pflegt aktive Partnerschaften mit Fortnite und EA Sports. Diese Deals konzentrieren sich auf In-Game-Gegenstände und virtuelle Kleidung. Sie sind jedoch im Umfang kleiner als die früheren NFT-Pläne. Dies zeigt, dass das Unternehmen einen vorsichtigeren Ansatz wählt. Es will in digitalen Welten präsent sein, ohne ein vollständiges Web3-Geschäft zu besitzen.

Klage und zusätzlicher wirtschaftlicher Druck

Die Schließung von RTFKT führte auch zu rechtlichen Problemen. Ein Investor reichte eine Klage gegen Nike ein. Die Klage behauptet, das Unternehmen habe den Wert virtueller Sneaker durch die Schließung der Einheit geschädigt. Die Klage bezeichnet den Schritt als „Rug Pull“. Das Unternehmen beantragte im Dezember die Abweisung der Klage.

Dennoch steht Nike vor weiteren Herausforderungen. Die Marke Converse verzeichnete im Dezember 2025 einen Rückgang der Quartalsumsätze um 30 %. Dieser Rückgang wirft Fragen zu zukünftigen Veränderungen im Markenportfolio von Nike auf. Insgesamt signalisiert der stille Verkauf von RTFKT eine klare strategische Verschiebung: Nike zieht sich von riskanten Web3-Wetten zurück und konzentriert sich wieder auf Sport, Einzelhandelspartner und einfachere digitale Verbindungen.

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