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Michael Saylors Strategie zeigt einen nicht realisierten Bitcoin-Verlust von 9,5 Milliarden Dollar

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Strategy Inc. (MSTR) sieht sich mit einem nicht realisierten Verlust in Milliardenhöhe auf ihren 717.722 BTC umfassenden Bestand konfrontiert, da der BTC-Preis Ende Februar auf 64.700 US-Dollar gefallen ist.

Michael Saylors Strategie zeigt einen nicht realisierten Bitcoin-Verlust von 9,5 Milliarden Dollar

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Strategy verbucht seinen 100. Bitcoin-Kauf und erwirbt damit 592 BTC.

  • Der Gesamtbestand beläuft sich auf 717.722 BTC bei einem Einstandspreis von 54,56 Milliarden US-Dollar.

  • Der nicht realisierte Verlust erreicht 9,5 Milliarden Dollar, während Bitcoin bei fast 63.000 Dollar gehandelt wird.

  • Das Unternehmen finanzierte den jüngsten Zukauf durch Aktienverkäufe im Wert von 39,7 Millionen Dollar am Markt.

Michael Saylor’s Strategy steht erneut im Rampenlicht. Neue Daten zeigen, dass das Unternehmen derzeit auf einem erheblichen Buchverlust aus seinen Bitcoin-Beständen sitzt. Laut aktuellen Einreichungen hält die Firma rund 717.722 BTC, die für etwa 54,56 Mrd. US-Dollar zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 76.020 US-Dollar pro Coin erworben wurden. Da Bitcoin zuletzt im Bereich von 63.000 bis 66.000 US-Dollar gehandelt wurde, weist die Position aktuell einen nicht realisierten Verlust von rund 9,5 Mrd. US-Dollar aus. Das Update folgt auf den jüngsten Kauf von 592 BTC für 39,8 Mio. US-Dollar in der vergangenen Woche. Damit unterstreicht Strategy seinen aggressiven Akkumulationskurs trotz des Marktdrucks.

Strategy’s Relentless Bitcoin Treasury Strategy

Strategy hat sich unter CEO Michael Saylor vollständig von einem klassischen Softwareunternehmen zu einem auf Bitcoin fokussierten Treasury-Vehikel gewandelt. Das Unternehmen kontrolliert inzwischen rund 3,4 % des gesamten Bitcoin-Angebots. Damit ist es mit großem Abstand der größte Unternehmenshalter.

Wichtig ist: Das Unternehmen hat nicht auf die Bremse getreten. Der jüngste Kauf war bereits die neunte wöchentliche Akquisition in Folge. Ein Großteil der Finanzierung stammt weiterhin aus At-the-Market-Aktienverkäufen sowie der Ausgabe von Vorzugsaktien. Saylor betont wiederholt den langfristigen Ansatz. Das signalisiert, dass das Unternehmen unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen weiter zukaufen will.

The Math Behind the Massive Paper Loss

Der Schlagzeilenverlust wirkt dramatisch, doch die Mechanik dahinter ist entscheidend. Die gesamten Anschaffungskosten der Bitcoin-Bestände von Strategy liegen bei rund 54,56 Mrd. US-Dollar. Zu aktuellen Marktpreisen werden die Bestände auf etwa 45 bis 47 Mrd. US-Dollar bewertet – abhängig von den täglichen Kursbewegungen.

Daraus ergibt sich der häufig zitierte nicht realisierte Verlust von rund 9 bis 10 Mrd. US-Dollar. Dieser Verlust besteht jedoch nur auf dem Papier. Strategy hat den Großteil seiner Bitcoin nicht verkauft. Stattdessen zwingen geänderte Bilanzierungsregeln Unternehmen nun dazu, digitale Vermögenswerte quartalsweise zum Marktwert anzusetzen. Das erhöht die ausgewiesene Ergebnisvolatilität. So meldete das Unternehmen zuvor einen hohen Quartalsverlust, der vor allem auf den Preisrückgang von Bitcoin zurückzuführen war – nicht auf operative Schwächen.

Market and Investor Reactions

Das Update hat in den Krypto-Sozialmedien starke Reaktionen ausgelöst. Kritiker halten die Strategie für zunehmend riskant, insbesondere falls Bitcoin weiter unter Druck bleibt. Einige Trader haben alte Sorgen über Verwässerung, Hebelwirkung und langfristige Belastungen der Bilanz erneut aufgegriffen.

Unterstützer sehen hingegen ein bekanntes Muster. Sie verweisen auf frühere Zyklen, in denen Strategy ebenfalls hohe Buchverluste auswies, bevor Bitcoin später deutlich anzog. Viele Bullen interpretieren den aktuellen Rückgang als weitere Phase einer Überzeugungs-getriebenen Akkumulation statt als Warnsignal. Gleichzeitig bleibt die Aktie von Strategy volatil und schwankt häufig zwischen Auf- und Abschlägen gegenüber dem Bitcoin-Nettoinventarwert.

Broader Implications for Corporate Bitcoin Adoption

Die Situation verdeutlicht Chancen und Risiken von Bitcoin-Treasury-Strategien bei Unternehmen. Strategy steht weiterhin für den Großteil der unternehmerischen BTC-Akkumulation in den vergangenen Quartalen. Die starke Abhängigkeit von Eigenkapital- und Vorzugsfinanzierungen verknüpft die Aktionärsrendite jedoch eng mit der Kursentwicklung von Bitcoin.

Dennoch zeigt das Management keinerlei Anzeichen eines Kurswechsels. Das Unternehmen positioniert Bitcoin weiterhin als primären langfristigen Reservewert und plant zusätzliche Käufe bis 2026. Vorerst spiegelt die Geschichte ein vertrautes Muster im Kryptomarkt wider: Der Rücksetzer bei Bitcoin stellt die Überzeugung vieler Marktteilnehmer auf die Probe. Strategy bleibt eine der größten und mutigsten Wetten auf die langfristige Zukunft des Assets.

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