Messari zufolge treten dezentrale soziale Plattformen in eine neue Reset-Phase ein
Wichtige DeSoc-Projekte wie Farcaster, Lens und Base App wurden einer umfassenden Neuausrichtung unterzogen und auf Akquisitionen und Handel umgestellt.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Neynar übernahm Farcaster, während die Gründer von Merkle ausschieden.
Die Verantwortung für das Lens Protocol wurde an das Mask Network übertragen, um den Fokus auf Wachstum zu legen.
Base App verlagerte seinen Fokus von sozialen Funktionen hin zu einem auf Handel ausgerichteten Modell.
Messari sieht diese Konsolidierung als einen positiven Neustart für neue Bauunternehmen.
Die dezentrale Social-Welt befindet sich im Umbruch. Laut dem Messari-Researcher AJC haben mehrere große DeSoc-Projekte innerhalb weniger Tage ihre Richtung geändert. Zunächst vollzog Base App einen Schwenk von einem Social-First-Modell hin zu einer trading-fokussierten App. Kurz darauf übergab Lens Protocol die Kontrolle an Mask Network. Wenig später wurde Farcaster von seinem eigenen Infrastruktur-Anbieter Neynar übernommen.
吴说获悉,据 Messari 研究员 AJC 统计,主要的去中心化社交都在经历转型或处于困境,包括 Base app 宣布从社区第一转向交易、Lens 被 Mask Network 收购和 Farcaster 被 Neynar 收购。同时,其认为现在可能是在社交网络与加密货币交叉口建设的好时机。https://t.co/FZZ4dOFM5d
— 吴说区块链 (@wublockchain12) January 22, 2026
Diese Schritte fanden alle zwischen dem 14. und 21. Januar statt. In der Folge glauben viele in der Krypto-Community, dass die erste Welle des dezentralen Social-Webs zu Ende geht. Oder zumindest einen harten Reset erlebt. Der Traum von einem „dezentralen Twitter“ verläuft nicht mehr geradlinig.
Große Projekte schlagen neue Wege ein
Base App machte den ersten großen Schritt. Die App läuft auf Coinbases Base-Chain. Sie startete als soziale Plattform mit Mini-Apps und Community-Tools. Inzwischen hat sie den Fokus jedoch auf Trading verlagert. Im Mittelpunkt stehen nun schnelle Token-Swaps, Meme-Coin-Trading, Wallet-Funktionen und Transaktionen mit niedrigen Gebühren. Soziale Features spielen keine zentrale Rolle mehr.
Kurz darauf sorgte Lens Protocol für Schlagzeilen. Das von Aave mitgegründete Projekt übergab die Verantwortung an Mask Network. Das ursprüngliche Lens-Team bleibt als technischer Berater an Bord. Aave will sich künftig jedoch vollständig auf seine DeFi-Produkte konzentrieren.
Dann folgte Farcaster. Das Protokoll wurde von Neynar übernommen. Neynar war langjähriger API-Anbieter und früher Partner von Farcaster. Mit dem Deal kontrolliert Neynar nun die Protokoll-Verträge, die Haupt-App und Clanker. Gleichzeitig ziehen sich Farcaster-Mitgründer Dan Romero und zentrale Mitglieder des Merkle-Teams zurück. Innerhalb einer Woche änderten drei der größten DeSoc-Namen ihren Kurs.
Warum dezentrales Social kämpft
Diese Entwicklungen machen ein tiefer liegendes Problem sichtbar. Dezentrale Social-Plattformen tun sich weiterhin schwer mit Nutzerwachstum. Ebenso schwierig ist es, Nutzer langfristig aktiv zu halten. Am größten ist jedoch das Problem der Monetarisierung. Viele Projekte sammelten große Finanzierungsrunden ein. Farcaster allein nahm rund 180 Mio. USD auf. Dennoch kamen die meisten Plattformen nie über das „Experimentierstadium“ hinaus. Die Einnahmen blieben niedrig, die Kosten hoch und Mainstream-Nutzer blieben aus.
Vor diesem Hintergrund setzten einige Teams auf Trading als Ausweichmodell. Social Trading wirkt attraktiv. Gleichzeitig bringt es DeSoc-Apps in direkte Konkurrenz zu DEXs und etablierten Handelsplattformen. Die Stimmung in der Community hat sich eingetrübt. Viele Nutzer scherzen, „SocialFi ist tot“. Andere erinnern sich an den früheren Hype um Lens-NFTs und Farcaster-Mini-Apps. Die Euphorie verfliegt, die Realität holt auf.
Ein Reset könnte neue Chancen eröffnen
Dennoch sehen nicht alle darin schlechte Nachrichten. AJC von Messari wertet die aktuelle Bereinigung als bullisches Signal. Weniger große Akteure bedeuten mehr Raum für neue Entwickler. Er sagt, jetzt könnte der beste Zeitpunkt sein, hybride Social-Krypto-Tools zu bauen. Einige Builder stimmen zu. Sie fordern, dass sich die nächste Welle auf echte Kommunikation konzentriert, nicht auf Spekulation. Andere glauben, dass DeSoc nur als Nischenprodukt überleben wird.
Zudem besteht die Chance, dass schlankere Teams wie Neynar und Mask Network diese Protokolle effizienter betreiben können. Sie kennen die Technologie, die Community und auch die Grenzen. Der große Traum eines dezentralen sozialen Netzwerks liegt derzeit auf Eis. Doch manchmal braucht eine Branche genau einen solchen Reset. Das erste Kapitel könnte sich schließen. Das zweite wartet darauf, geschrieben zu werden.
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