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Laut QCP belasten japanische Anleiherenditen und Zölle die Stimmung im Kryptomarkt

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

QCP Capital warnt davor, dass die stark gestiegenen Anleiherenditen und Trumps Drohungen mit Grönlandzöllen eine Risikoaversion ausgelöst haben, die den BTC-Kurs unter diesen Wert gedrückt hat.

Laut QCP belasten japanische Anleiherenditen und Zölle die Stimmung im Kryptomarkt

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Die Renditen japanischer 10-jähriger Staatsanleihen erreichten 2,37 %, den höchsten Wert seit 1999.

  • Trumps Drohungen mit Zöllen im Zusammenhang mit Grönland haben die Angst vor einem globalen Handelskrieg neu entfacht.

  • Bitcoin fiel um 2,4 % auf 90.735 US-Dollar, da die Händler in sichere Anlagen flüchteten.

  • QCP stellt einen schwindenden Optimismus hinsichtlich einer Krypto-Rallye im ersten Quartal fest.

Die Kryptomärkte geraten unter Druck. Laut QCP Capital haben Anleger auf „risk-off“ umgeschaltet. Steigende japanische Anleiherenditen und neue Zollspannungen zwischen den USA und Europa treiben die Angst auf den globalen Märkten. Infolgedessen suchen Händler defensive Positionen. Aktien fallen, Anleihen geraten unter Verkaufsdruck und auch Krypto steht unter Druck. QCP berichtet, dass sich die Stimmung binnen einer Woche stark geändert hat. Die Risikobereitschaft ist zurückgegangen, während die Volatilität zunahm und das Vertrauen schwächer wurde. Für den Moment spielen die Märkte auf Nummer sicher.

Japans Anleihenschock sendet weltweite Erschütterungen

Japan steht im Zentrum dieser Entwicklung. Nach Jahren nahezu null Zinsen steigen die Renditen japanischer Staatsanleihen schnell an. Die 10-Jahres-Rendite liegt nun über dem Niveau von 1999. Diese Entwicklung zwingt die globalen Anleihemärkte zu einer umfassenden Neubewertung. Japan trägt eine enorme Staatsverschuldung: Die Verschuldung übersteigt inzwischen 240 % des BIP. Die gesamten öffentlichen Schulden liegen bei rund ¥1.342 Billionen, und die Zinslast könnte 2026 fast ein Viertel der Haushaltsausgaben beanspruchen.

Mit steigenden Renditen fragen sich Investoren, ob Japan seine Ausgaben nachhaltig finanzieren kann. Diese Sorge breitet sich auf andere Anleihemärkte aus. Da Japan eine zentrale Rolle in der globalen Finanzwelt spielt, sendet die Zinsverschiebung Schockwellen weltweit – und wenn Anleihen schwanken, spürt auch Krypto die Folgen.

Zolldrohungen verschärfen den Marktdruck

Die Handelsspannungen nehmen erneut zu. US-Präsident Donald Trump verhängte Anfang des Monats neue Zölle gegen mehrere europäische Länder, darunter Frankreich und Deutschland. Dies folgt auf politische Spannungen um Grönland und breitere Handelskonflikte.

Die USA planen, ab dem 1. Februar 10 % Zölle zu erheben, die bis Juni auf 25 % steigen könnten. Europa hat bereits Vergeltungsmaßnahmen angedeutet. Politiker diskutieren derzeit, ob die Genehmigung eines großen US-EU-Handelsabkommens ausgesetzt werden soll. Das bilaterale Handelsvolumen liegt bei rund 650 bis 700 Mrd. USD (2024). Märkte fürchten deshalb einen umfassenden Handelskrieg. Anleger sorgen sich, dass engere Finanzbedingungen das globale Wachstum bremsen könnten. Einmal mehr zahlen risikobehaftete Assets den Preis.

Bitcoin verhält sich wie ein Risiko-Asset, nicht als Absicherung

Vor diesem Hintergrund kämpft Bitcoin. Nach der Rückeroberung der Marke von 97.000 USD fiel BTC wieder unter 90.000 USD. Die Dynamik hat nachgelassen, Käufer agieren vorsichtig und die Liquidität zieht sich zurück. QCP betont, dass Bitcoin sich nicht wie ein sicherer Hafen verhält. Vielmehr handelt es sich um ein hochvolatiles Risiko-Asset. Es reagiert stark auf Zinsen, Geopolitik und Stress an den Anleihemärkten.

Einfach gesagt: Steigt die Angst, fällt Bitcoin. Solange die Zentralbanken keine klaren Signale liefern, bleibt Krypto reaktiv. Händler suchen Stabilität, doch aktuell herrscht Unsicherheit. QCP sieht den Markt auf Kapitalerhalt fokussiert, da Überzeugung schwach und Geduld knapp ist. Konkret navigiert der Markt derzeit durch einen „perfekten Sturm“ aus Japans Anleihenschock, US-EU-Zöllen und globalen risk-off-Strömen. Die Botschaft für Krypto ist eindeutig: Jetzt ist nicht die Zeit für mutige Wetten. Stattdessen gilt es, die Politik zu beobachten, Risiken zu managen und auf ruhigere Märkte zu warten.

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