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Kryptomarkt fällt nach Bekanntwerden von Berichten über US-Israel-Angriff auf Iran

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Die globalen Kryptomärkte brachen um 2,63 % auf 2,17 Billionen US-Dollar ein, wobei der BTC-Kurs nach Berichten über eskalierende militärische Spannungen auf 65.683 US-Dollar fiel.

Kryptomarkt fällt nach Bekanntwerden von Berichten über US-Israel-Angriff auf Iran

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Bitcoin und Ethereum fallen aufgrund geopolitischer Nachrichten um 3 % bzw. 6 %.

  • Im Zuge des Kurssturzes wurden Long-Positionen im Wert von über 80 Millionen Dollar liquidiert.

  • Der Krypto-Angst- und Gierindex erreicht Stufe „Extreme Angst“ 14.

  • Händler verlagern Kapital in Gold, da die Risikoaversion die Märkte dominiert.

Der Kryptomarkt geriet am 28. Februar deutlich unter Druck, nachdem Berichte über zunehmende Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran aufkamen. Marktdaten zeigen, dass der Gesamtwert des Kryptomarkts innerhalb einer Stunde um 2,63 % auf 2,17 Billionen US-Dollar fiel. Die abrupte Bewegung löschte jüngste Gewinne aus und versetzte Händler in einen Risk-off-Modus. Bitcoin rutschte auf rund 65.683 US-Dollar ab, während Ethereum noch stärker auf knapp 1.926 US-Dollar nachgab. Der Ausverkauf setzte ein, als Investoren rasch auf Schlagzeilen reagierten, die auf eine mögliche militärische Eskalation im Nahen Osten hindeuteten.

Geopolitische Spannungen lösen Marktausverkauf aus

Der Marktdruck nahm zu, nachdem Berichte über eine gemeinsame US-israelische Operation in Teheran kursierten. Israels Sender Channel 12 verwies auf gezielte Angriffe und sprach von mutmaßlichen Attentatsversuchen auf hochrangige iranische Führungspersönlichkeiten. Berichten zufolge wurde Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, an einen sicheren Ort gebracht. Zudem gab es Meldungen über Aktivitäten in der Nähe des iranischen Präsidialkomplexes.

Viele Details bleiben jedoch unbestätigt und entwickeln sich weiter. Die Märkte reagierten dennoch schnell. Krypto-Händler werten geopolitische Schocks häufig als Risikofaktoren, sodass Kapital rasch aus volatilen Anlagen abgezogen wird. Ähnliche Muster zeigten sich Anfang 2022, als der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zweistellige Korrekturen am Kryptomarkt auslöste.

Deutlicher Rückgang bei Bitcoin und Ethereum

Der Markteinbruch war bei den großen Assets klar sichtbar. Bitcoin verlor während der Bewegung rund 3,17 %, während Ethereum um etwa 5,88 % nachgab. Das gesamte Krypto-Handelsvolumen sprang angesichts der steigenden Volatilität auf rund 175 Milliarden US-Dollar.

Crypto Market Cap on coinmarketcap on February 28, 2026

Chart: Krypto-Marktkapitalisierung auf CoinMarketCap am 28. Februar 2026

Unterdessen zeigten Derivatedaten Long-Liquidationen von mehr als 80 Millionen US-Dollar während des Abverkaufs. Das deutet darauf hin, dass viele gehebelte Trader auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Einige eröffneten sogar neue BTC-Short-Positionen, unmittelbar nachdem Schlagzeilen über mögliche US-Angriffe auf den Iran kursierten. Gleichzeitig legten klassische sichere Häfen zu: Gold zog an, der US-Dollar zeigte sich fester. Diese Entwicklung unterstrich das typische Risk-off-Muster in Phasen geopolitischer Anspannung.

Extreme Angst kehrt an den Kryptomarkt zurück

Auch die Stimmung unter Investoren verschlechterte sich rasch. Der Crypto Fear & Greed Index fiel auf 14 und signalisiert damit „Extreme Angst“. Der Index nutzt eine Skala von 0 bis 100 zur Messung der Marktstimmung. Niedrige Werte stehen häufig für Panikverkäufe und hohe Unsicherheit. Am 5. Februar war der Index auf sein Jahrestief von 5 gefallen, nachdem er im Mai 2025 noch bei 76 gelegen hatte.

Die starke Schwankung zeigt, wie empfindlich die Krypto-Stimmung weiterhin auf externe Schocks reagiert. In sozialen Netzwerken diskutierten Trader über das weitere Vorgehen. Einige spekulierten, dass Bitcoin bei einer Zuspitzung der Lage den Bereich von 45.000 bis 50.000 US-Dollar erneut testen könnte. Andere argumentierten, dass sich der Rücksetzer bei einer Entspannung der Situation als kurzfristige Überreaktion erweisen könnte.

Unsicherheit bleibt trotz früherer Erholungen bestehen

Mit Blick nach vorn wird geopolitische Klarheit zwischen den USA und Israel der entscheidende Faktor sein. Kryptomärkte reagieren historisch schnell auf Schlagzeilen zu globalen Konflikten, stabilisieren sich jedoch oft, sobald die Unsicherheit nachlässt. Das aktuelle Umfeld bleibt dennoch fragil. Einige Analysten warnten vor einem „perfekten Sturm“, sollte sich die Lage im Nahen Osten verschärfen – kombiniert mit makroökonomischem Druck und Abflüssen rund um den Optionsverfall.

Auch Prognosemärkte zeigten steigende Wahrscheinlichkeiten für eine mögliche militärische Eskalation. Dennoch hat sich der Kryptomarkt in der Vergangenheit wiederholt von Schockereignissen erholt. Viel wird davon abhängen, ob sich die Situation entspannt oder weiter zuspitzt. Derzeit agieren Händler vorsichtig, während die Volatilität kurzfristig wohl erhöht bleiben dürfte.

Geschrieben von:
Überprüft & Faktencheck von:
Mitwirkende:
BSCN,Coinmarketcap
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