Nachrichten

Krypto vs. Gold: Musterbruch nach dem Markteinbruch im Oktober 2025

Von

Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Das Verhältnis von Kryptowährungen zu Gold verschob sich, nachdem ein bedeutender Schuldenabbau im Oktober 2025 zu starken Verlusten bei Bitcoin und Ethereum geführt hatte.

Krypto vs. Gold: Musterbruch nach dem Markteinbruch im Oktober 2025

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Tom Lee bringt die Kluft zwischen Krypto- und Goldpreisen mit einem großen Markteinbruch im Oktober 2025 in Verbindung.

  • Bitcoin fiel um etwa 35 %, während Ethereum im Zuge des Ausverkaufs um fast 46 % nachgab.

  • Der Goldpreis stieg um rund 10 %, da Anleger in sicherere Anlagen umstiegen.

  • Lee betrachtet Bitcoin weiterhin als digitales Gold und sieht das Jahr 2026 als ein Schlüsseljahr.

Kryptos jüngste Abkopplung von Gold kam nicht zufällig zustande. Laut Tom Lee, Chairman von Bitmine, war ein großer Marktschock im Oktober 2025 der Auslöser für diese Trennung. In einem Interview erklärte er, dass ein massives Deleveraging-Ereignis das Verhalten von Kryptowährungen im Vergleich zu Gold grundlegend verändert habe.

Vor Oktober hatten Krypto-Assets Gold mehr als ein Jahr lang übertroffen. Bitcoin und Ethereum legten zu, da Investoren höhere Risiken eingingen. Viele betrachteten Bitcoin damals weiterhin als „digitales Gold“. Diese Annahme wurde jedoch erst nach dem Markteinbruch auf die Probe gestellt.

Oktober 2025 markierte einen Wendepunkt

Lee zufolge wurde der 10. Oktober 2025 zum größten Deleveraging-Ereignis in der Geschichte der Kryptowährungen. Der Crash löschte fast 2 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung aus. Zudem fiel Bitcoin um rund 35 %, während Ethereum knapp 46 % verlor.

Dieser abrupte Einbruch beschädigte das Marktsystem der Kryptobranche. Zwangsliquidationen drückten die Preise in rasantem Tempo nach unten. Außerdem hatten viele Händler mit Hebelwirkung gearbeitet – als die Kurse fielen, brachen diese Positionen weg.

Gold reagierte hingegen völlig anders. Im selben Zeitraum stieg der Goldpreis um etwa 10 %. Anleger suchten Sicherheit, während die Krypto-Preise einbrachen. Dieser Moment führte dazu, dass sich Krypto und Gold erstmals seit langer Zeit deutlich voneinander entkoppelten.

Strukturelle Probleme verschärften den Krypto-Crash

Lee erklärte, dass der Crash Schwachstellen der Kryptomärkte offengelegt habe. Die Liquidität trocknete schnell aus, Market Maker zogen sich zurück. Gleichzeitig konnten automatisierte Systeme dem Druck nicht standhalten.

Das bedeute jedoch nicht, dass Bitcoin als Konzept gescheitert sei. Vielmehr zeige es, dass Kryptomärkte noch besseren Schutz vor Schocks benötigen. Im Vergleich zu Gold reagiert Krypto anfälliger auf Panik und den Einsatz von Hebelwirkung.

Bitcoin ist weiterhin digitales Gold, sagt Lee

Trotz der Entkopplung zwischen Krypto und Gold habe Bitcoin seine langfristige Rolle nicht verloren, so Lee. Er sehe Bitcoin weiterhin als digitales Gold. Zugleich warnte er, dass der Weg zur breiten Akzeptanz holprig bleiben werde. Gold verfüge über tausende Jahre Vertrauen, Krypto nicht. Deshalb dürften die Preisschwankungen bei Kryptowährungen größer ausfallen und häufiger auftreten.

Warum 2026 für Krypto besonders wichtig werden könnte

Mit Blick nach vorn glaubt Lee, dass 2026 zu einem Schlüsseljahr für Krypto werden könnte. Er rechnet mit mehr realer Nutzung, insbesondere durch institutionelle Akteure. Zudem dürften Blockchain-Abwicklungen und die finanzielle Integration weiter zunehmen. Klar sei jedoch, dass die Volatilität nicht verschwinden werde. Entscheidend für die Zukunft von Bitcoin sei die Akzeptanz, nicht kurzfristige Kursbewegungen. Vorerst schreitet der Kryptomarkt voran – allerdings nicht ohne Risiken.

Google News Icon

Folgen Sie uns auf Google News

Erhalten Sie die neuesten Crypto-Einblicke und Updates.

Folgen