Kalshi wegen angeblicher illegaler Sportwetten verklagt
Der Prognosemarkt Kalshi sieht sich einer landesweiten Sammelklage im südlichen Bezirk von New York gegenüber, in der ihm der Betrieb eines illegalen Sportwettensystems vorgeworfen wird.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Der Prognosemarkt Kalshi sieht sich einer Sammelklage gegenüber, in der ihm vorgeworfen wird, ein illegales Sportwettengeschäft unter dem Deckmantel eines regulierten Prognosemarktes betrieben zu haben.
In der Klage wird behauptet, dass bei Sportwetten mit hohem Volumen (bis zu 90 % des Volumens) die Nutzer häufig gegen Market Maker wetteten, die mit der Plattform verbunden waren, wodurch ein verstecktes „Haus“ entstand.
Mehrere US-Bundesstaaten, darunter Massachusetts, New York und Nevada, haben bereits regulatorische Maßnahmen gegen die Plattform ergriffen.
Kalshi ist der Ansicht, dass es sich bei seinen Verträgen um von der CFTC regulierte Finanzderivate und nicht um Glücksspiel handelt, wodurch die Plattform in den Mittelpunkt einer wichtigen rechtlichen Prüfung rückt, die die gesamte Branche prägen könnte.
Die Vorhersagemarkt-Plattform Kalshi steht nach einer landesweiten Sammelklage unter massivem juristischen Beschuss. Ihr wird vorgeworfen, ein illegales Sportwetten-Geschäft betrieben zu haben. Die Klage wurde beim U.S. District Court für den Southern District of New York eingereicht und nennt sieben Kläger aus verschiedenen Bundesstaaten. Im Zentrum des Falls steht ein schwerwiegender Vorwurf.
Die Kläger behaupten, Kalshi habe Nutzer in dem Glauben gelassen, sie würden legal gegen andere Trader wetten. In Wirklichkeit hätten sie jedoch gegen die Plattform selbst gewettet. Einfach ausgedrückt argumentiert die Klage, dass Kalshi wie ein Sportwetten-Anbieter agierte, sich aber als etwas völlig anderes darstellte. Gefordert werden dreifache Schadensersatzleistungen, Rückerstattung, Herausgabe von Gewinnen, Unterlassungsklagen sowie volle Übernahme der Anwaltskosten.
Werbung, Sportwetten und ein verstecktes „Haus“
Juristen weisen zudem auf Kalshis Werbestrategie als Teil des Problems hin. Laut Gaming-Anwalt Daniel Wallach soll Kalshi Anzeigen geschaltet haben, die wie aktuelle Nachrichten wirkten. Sie behaupteten, dass Sportwetten über die Plattform in allen 50 Bundesstaaten legal seien. Die Klage argumentiert, dass diese Angaben falsch waren. Zudem wird vorgebracht, dass Sportwetten im September fast 90 % des Handelsvolumens auf Kalshi ausmachten, bei einer geschätzten Gesamtsumme von fast 2 Milliarden USD in nur einem Monat.
Die Klage besagt, dass Nutzer in vielen Fällen nicht gegeneinander, sondern gegen Market Maker der Plattform gesetzt wurden. Diese Struktur schaffe einen versteckten Hausvorteil und verwandle die Plattform von einem neutralen Vorhersagemarkt in ein traditionelles Wettgeschäft unter anderem Namen.
Bundesstaaten und Stammesgruppen gehen ebenfalls gegen Kalshi vor
Die Sammelklage ist nur eine Front in Kalshis juristischer Auseinandersetzung. Mehrere US-Bundesstaaten haben bereits Maßnahmen gegen die Plattform ergriffen. Massachusetts, New York, Nevada, Maryland, New Jersey und Ohio gingen regulatorisch oder rechtlich gegen Kalshi vor. In Nevada entschied ein Bundesrichter kürzlich, dass die staatlichen Glücksspielbehörden Kalshi regulieren dürfen. Er wies das Argument zurück, die Sportkontrakte der Plattform seien als bundesrechtlich geschützte Swaps einzustufen.
Massachusetts argumentiert zudem, dass Kalshis Sportwetten-Volumen mittlerweile lizenzierten Sportwettenanbietern überlegen sei, womit die Plattform eindeutig unter die staatlichen Glücksspielgesetze fällt. Auch Stammesgruppen beteiligen sich an der Auseinandersetzung. Die Ho-Chunk Nation aus Wisconsin und andere Stammesorganisationen vertreten die Auffassung, dass Kalshi rechtlich geschützte Stammes-Glücksspielrechte untergräbt.
Kalshis Verteidigung könnte Vorhersagemärkte in den USA prägen
Kalshi betont, dass die Plattform vollständig von der CFTC als „Designated Contract Market“ reguliert wird. Das Unternehmen besteht darauf, dass seine Event-Kontrakte Finanzderivate und keine Glücksspielprodukte seien und daher unter Bundesaufsicht, nicht unter staatlicher Aufsicht fallen. Diese juristische Unterscheidung steht nun im Zentrum einer landesweiten Debatte.
Sollten die Gerichte gegen Kalshi entscheiden, könnte dies die Funktionsweise von Vorhersagemärkten in den USA grundlegend verändern. Ein Sieg für Kalshi würde hingegen die Bundesaufsicht über eventbasierte Handelsprodukte stärken. Derzeit beginnt die Beweisaufnahme, während die Regulierungsbehörden die Kontrollen verschärfen. Die Trennlinie zwischen Derivaten und Sportwetten steht vor ihrer bisher größten juristischen Prüfung. Eines ist klar: Dieser Fall könnte die Spielregeln für die gesamte Vorhersagemarkt-Branche in den USA neu definieren.
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