Jane Street auf frischer Tat ertappt? Der geheime 150-Millionen-Dollar-Schachzug, der UST und LUNA das Genick brach
Terraform Labs verklagt Jane Street wegen angeblichen Insiderhandels im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von UST und LUNA. Es handelt sich um einen der größten Krypto-Crashs aller Zeiten.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Terraform Labs hat Jane Street wegen angeblichen Insiderhandels verklagt.
Der Fall bringt Handelsaktivitäten mit dem Zusammenbruch von UST und LUNA in Verbindung.
Jane Street weist die Vorwürfe zurück und verweist auf strukturelle Mängel in Terra.
Der Crash von 2022 vernichtete über 40 Milliarden Dollar an Wert.
Die Klage könnte eine umfassendere behördliche Überprüfung auslösen.
Die Nachwirkungen des Terra-Kollapses von 2022 sind noch nicht abgeschlossen. In dem aktuellen Fall hat Terraform Labs Klage gegen Jane Street eingereicht und wirft dem Unternehmen Insiderhandel im Zusammenhang mit dem dramatischen Zusammenbruch von TerraUSD und LUNA vor. Laut der Klageschrift soll eine mit Jane Street verbundene Wallet kurz nach einem geheimen Liquiditätsabzug von 150 Mio. USD durch Curve einen massiven Abverkauf von UST im Volumen von bis zu 85 Mio. USD ausgelöst haben. Dieser Ablauf habe den Depeg beschleunigt und Milliarden an Marktwert vernichtet, heißt es in der Klage. Schon jetzt sorgt der Fall in der gesamten Krypto-Branche für Diskussionen.
💥BREAKING:
— Crypto Rover (@cryptorover) February 24, 2026
Terraform Labs files lawsuit against Jane Street, alleging insider trading tied to $UST and $LUNA collapse. pic.twitter.com/YLDV15euu0
Ein Kollaps, der den gesamten Markt erschütterte
Im Mai 2022 verlor der algorithmische Stablecoin UST von Terra seine Bindung an den US-Dollar. Es folgte eine Kettenreaktion, die innerhalb weniger Tage mehr als 40 Mrd. USD an Marktwert vernichtete. Gleichzeitig geriet LUNA in eine hyperinflationäre Abwärtsspirale und wurde praktisch wertlos. Damit zählt das Ereignis bis heute zu den gravierendsten Fehlschlägen in der Geschichte des Kryptomarkts. Die Klage versucht nun, diesen Zusammenbruch aus einer anderen Perspektive neu zu bewerten.
Die Kernvorwürfe im Detail
Nach Darstellung von Terraform Labs verfügte Jane Street über nicht öffentliche Informationen zu großen Liquiditätsbewegungen. Konkret wird der Abzug von 150 Mio. USD durch Curve hervorgehoben, der den UST-Pool deutlich instabiler gemacht habe. Kurz darauf habe die mutmaßlich verbundene Wallet UST im zweistelligen Millionenbereich verkauft. Dies könne den Verkaufsdruck zu einem entscheidenden Zeitpunkt erheblich erhöht haben. Der Vorwurf lautet, dass Timing und privilegierte Informationen genutzt worden seien, um den Kollaps zu beschleunigen.
Jane Street weist die Vorwürfe entschieden zurück
Jane Street bestreitet die Anschuldigungen vollständig. Das Unternehmen argumentiert, die Ursachen des Terra-Zusammenbruchs lägen in den strukturellen Problemen des Protokolls und nicht in externen Handelsaktivitäten. Diese Einschätzung deckt sich mit zahlreichen Studien und der vorherrschenden Branchenmeinung. Viele Analysten verweisen darauf, dass algorithmische Stablecoins wie UST stark von Marktvertrauen und einem stabilen Design abhängen. Geht dieses Vertrauen verloren, kann das System kollabieren.
Strukturelle Risiken vs. Insideraktivitäten
Das Terra-Modell war auch ohne Insiderhandel erheblichen Risiken ausgesetzt. Es beruhte auf Arbitrage-Anreizen über LUNA sowie auf einer anhaltenden Nachfrage nach LUNA, um die UST-Bindung zu sichern. Bei starkem Verkaufsdruck war das System nicht in der Lage, das Gleichgewicht zu halten. Das Design verschärfte die Krise damit eher, als sie abzufedern. Viele Experten sind daher der Ansicht, dass strukturelle Schwächen schwerer wogen als einzelne Handelsereignisse.
Mögliche Auswirkungen auf die Marktregulierung
Die Folgen der Klage könnten dennoch erheblich sein. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, könnten Aufsichtsbehörden institutionelle Handelspraktiken im Kryptomarkt genauer unter die Lupe nehmen. Gleichzeitig könnten für Liquiditätsanbieter strengere Compliance-Anforderungen gelten. Dies würde verändern, wie große Akteure mit DeFi-Protokollen interagieren. Ob es dazu kommt, ist offen – das Verfahren dürfte sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.
Am Ende rückt dieser Rechtsstreit den Terra-Kollaps erneut in den Fokus. Er zeigt, wie viele Fragen rund um einen der größten Fehlschläge der Kryptogeschichte weiterhin unbeantwortet sind. Für Investoren ist dies eine klare Erinnerung: Innovation ist wichtig, doch ebenso entscheidend sind Marktstruktur, Transparenz und ein solides Risikomanagement.
Referenzen
Folgen Sie uns auf Google News
Erhalten Sie die neuesten Crypto-Einblicke und Updates.
Ähnliche Beiträge

FedEx kontert Trumps Zölle mit einer massiven Rückerstattungsforderung
Triparna Baishnab
Author

Die US-Notenbank überdenkt die Regeln, die das Krypto-Banking betreffen
Hanan Zuhry
Author

US-Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse von über 250 Millionen Dollar
Shweta Chakrawarty
Author