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Jack Dorsey vergleicht das aktuelle Finanzwesen mit einem Faxgerät

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Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Jack Dorsey treibt den Bitcoin-Handel im Alltag voran, ohne dass dafür Bearbeitungsgebühren anfallen, und stellt damit Kreditkartenriesen und etablierte Finanzmodelle infrage.

Jack Dorsey vergleicht das aktuelle Finanzwesen mit einem Faxgerät

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Jack Dorsey verglich das gegenwärtige Finanzsystem mit einem „Faxgerät“ im Bitcoin-Zeitalter.

  • Block bietet Händlern bis 2026 eine gebührenfreie Bitcoin-Zahlungsabwicklung an.

  • Die Initiative unterbietet die üblichen Kreditkartengebühren und erhöht die Gewinnmargen der Händler.

  • Die Lightning Network-Integration ermöglicht schnellere und günstigere Bitcoin-Transaktionen für den täglichen Gebrauch.

Der milliardenschwere Tech-Unternehmer Jack Dorsey hat nie einen Hehl aus seinem Glauben an Bitcoin gemacht. Doch ein bestimmter Vergleich hallt in der Krypto-Szene immer wieder nach. Auf der Bitcoin Conference 2025 erklärte Dorsey, Bitcoin werde das heutige Finanzsystem „so irrelevant wirken lassen wie das Faxgerät“.

Im Jahr 2026 fühlt sich dieser Vergleich weniger nach Hype an – und mehr nach einer strategischen Prognose, die sich in Echtzeit entfaltet.

Von kühner Prognose zur Umsetzung in der Praxis

Dorseys Überzeugung beschränkt sich nicht auf Reden. Über sein Fintech-Unternehmen Block Inc., früher bekannt als Square, hat er die reale Nutzbarkeit von Bitcoin aktiv ausgebaut. Das Unternehmen führte kürzlich Bitcoin-Zahlungen für Händler ohne Verarbeitungsgebühren bis 2026 ein, danach ist eine Gebühr von 1 % geplant.

Für kleine Unternehmen, die es gewohnt sind, 2 bis 3 % an Kreditkartengebühren zu zahlen, bedeutet das eine spürbare Kostenentlastung. Praktisch gesehen können Händler so pro Transaktion mehr Umsatz behalten, während Kunden eine alternative Zahlungsinfrastruktur außerhalb traditioneller Bankennetze erhalten.

Dieser Schritt ist mehr als eine Marketingaktion. Er stellt eine direkte Herausforderung für die bestehende Finanzinfrastruktur dar – genau jenes System, das Dorsey mit veralteter Technologie vergleicht.

Bitcoin als alltägliches Zahlungsmittel

Bitcoin wurde lange als „digitales Gold“ verstanden und vor allem als Wertaufbewahrungsmittel betrachtet. Dorseys Strategie zielt darauf ab, dieses Narrativ zu verändern.

Durch Integrationen in Cash App und Händlerlösungen werden Bitcoin-Zahlungen für alltägliche Transaktionen positioniert – vom Café bis zum lokalen Einzelhändler. Ein Großteil dieser Funktionalität basiert auf dem Lightning Network, einer Layer-2-Skalierungslösung, die schnellere und günstigere Transaktionen als die Basis-Blockchain ermöglichen soll.

Sofortige Abwicklung und minimale Gebühren schaffen einen Anwendungsfall, der eher digitalem Bargeld als spekulativem Handel mit Vermögenswerten ähnelt. Sollte sich die Akzeptanz weiter ausbreiten, könnte sich die Rolle von Bitcoin über Anlageportfolios hinaus hin zu alltäglichem Handel entwickeln.

Ein struktureller Wandel, nicht nur Stimmung

Jack Dorseys „Faxgerät“-Vergleich überzeugt, weil er die Debatte strukturell und nicht ideologisch führt. Das traditionelle Finanzsystem ist auf Intermediäre, grenzüberschreitende Reibungsverluste und geldpolitische Maßnahmen mit ausweitbarer Geldmenge angewiesen. Bitcoin hingegen basiert auf fester Emission, offener Verifizierung und grenzenloser Übertragbarkeit.

Während immer mehr Händler Bitcoin-Zahlungen mit niedrigeren Gebühren testen, verlagert sich die Diskussion von der Theorie zur Infrastruktur. Ob Bitcoin letztlich zentrale Bestandteile des bestehenden Systems ersetzt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Einflussreiche Entwickler werben nicht mehr nur – sie liefern Produkte aus.

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