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Indische Krypto-AML-Regeln bringen 49 Börsen unter FIU-Aufsicht

Von

Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Indiens Krypto-Geldwäschebestimmungen werden verschärft, da sich 49 Börsen bei der FIU-IND registrieren und die Aufsichtsbehörden Strafen in Höhe von 2,8 Milliarden INR gegen Zuwiderhandelnde verhängen.

Indische Krypto-AML-Regeln bringen 49 Börsen unter FIU-Aufsicht

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • 49 Kryptobörsen sind gemäß dem indischen AML-Rahmenwerk registriert.

  • Die FIU-IND verhängte gegen nicht konforme Plattformen eine Geldstrafe von 2,8 Milliarden INR.

  • Sowohl inländische als auch ausländische Börsen unterliegen nun einer strengen Aufsicht.

  • Indien signalisiert strengere Durchsetzung der Gesetze, kein Krypto-Verbot

Indien verschärft die Kontrolle über die Krypto-Branche. Laut einem neuen Bericht der Financial Intelligence Unit of India (FIU-IND) haben im Finanzjahr 2024–25 insgesamt 49 Kryptowährungsbörsen ihre Registrierung im Rahmen der Anti-Geldwäsche-Vorgaben abgeschlossen.

Davon sind 45 indische Handelsplattformen, während vier ihren Sitz im Ausland haben. Das aktuelle AML-Update zeigt, dass Indien Krypto-Unternehmen zunehmend denselben regulatorischen Anforderungen unterwirft wie Banken und Zahlungsdienstleister.

FIU verhängt hohe Geldstrafen gegen Regelverstöße

Der Bericht der FIU-IND zeigt zudem ein konsequentes Durchgreifen der Behörden. Im vergangenen Finanzjahr wurden Strafen in Höhe von 2,8 Mrd. INR gegen Krypto-Plattformen verhängt, die gegen die indischen AML-Vorschriften verstoßen haben.

Die Sanktionen richteten sich vor allem gegen Börsen, die sich nicht registriert hatten, Transaktionen nicht meldeten oder die Vorgaben zur Kundenverifizierung missachteten. Die indischen Aufsichtsbehörden machen deutlich, dass sie den Betrieb von Krypto-Plattformen ohne klare Regulierung nicht dulden.

Die FIU-IND überwacht Finanzaktivitäten im gesamten Land. Ziel ist es, Geldwäsche, Betrug und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Krypto-Börsen unterliegen dabei inzwischen vollständig ihrer Aufsicht.

Was die AML-Registrierung für Krypto-Plattformen bedeutet

Um in Indien legal tätig zu sein, müssen Krypto-Börsen zunächst bei der FIU-IND registriert sein. Nach der Registrierung gelten strenge Know-Your-Customer- und Meldepflichten. Plattformen müssen Nutzeridentitäten überprüfen und Transaktionen überwachen. Zudem sind sie verpflichtet, verdächtige Aktivitäten zu melden. Diese Maßnahmen sollen den illegalen Einsatz digitaler Vermögenswerte eindämmen.

Die Vorgaben erhöhen zwar die Kosten für die Anbieter, sorgen aber zugleich für mehr rechtliche Klarheit. Registrierte Plattformen können ihre Dienste für indische Nutzer fortsetzen, ohne kurzfristige Verbote befürchten zu müssen.

Offshore-Börsen geraten stärker unter Druck

Auch ausländische Handelsplattformen stehen zunehmend im Fokus der indischen Aufsichtsbehörden. Die Registrierung von vier Offshore-Börsen zeigt, dass auch internationale Anbieter die indischen Vorschriften einhalten sollen.

Zuvor hatte Indien Websites gesperrt und Zahlungszugänge für nicht konforme ausländische Börsen blockiert. Einige Anbieter zogen sich daraufhin aus dem Markt zurück. Andere haben sich nun für eine Registrierung entschieden, um den regulatorischen Anforderungen zu entsprechen. Das unterstreicht die Bedeutung Indiens als Krypto-Markt, trotz strenger Regeln und hoher Steuern.

Bedeutung für den Kryptomarkt in Indien

Der Bericht der FIU-IND sendet eine klare Botschaft. Indien verbietet Kryptowährungen nicht, setzt aber auf strikte Regulierung. Die steigende Zahl an Registrierungen zeigt, dass sich die Branche anpasst. Die hohen Geldstrafen machen zugleich deutlich, dass die Durchsetzung konsequent bleibt.

Künftig könnten regelkonforme Börsen vom wachsenden Vertrauen der Nutzer profitieren. Gleichzeitig dürfte die Aufsicht weiter intensiviert werden. Insgesamt entwickelt sich der Kryptomarkt in Indien hin zu strengeren Regeln, mehr Kontrolle und höherer Rechenschaftspflicht.

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