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Händler verliert Millionen nach 50-Millionen-USDT-Tausch

Von

Triparna Baishnab

Triparna Baishnab

Ein Händler tauscht versehentlich 50 Millionen USDT gegen nur 36.000 US-Dollar in AAVE auf Ethereum aufgrund extremer Slippage. Lesen Sie hier die Details.

Händler verliert Millionen nach 50-Millionen-USDT-Tausch

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Ein Händler versuchte, 50 Millionen US-Dollar in Tether (USDT) gegen AAVE zu tauschen.

  • Der Trade fand im Ethereum-Netzwerk statt.

  • Der Händler erhielt aufgrund extremer Slippage nur etwa 36.000 US-Dollar in AAVE.

  • Die Transaktionsschnittstelle zeigte Berichten zufolge eine Warnung über 99% Preisbeeinflussung an.

Große Trades auf dezentralen Börsen erfordern sorgfältige Planung, da die Liquidität im Vergleich zu zentralen Plattformen oft begrenzt bleibt. In diesem Fall versuchte ein Händler, etwa 50,4 Millionen US-Dollar in Tether in den Governance-Token des Aave-Protokolls umzuwandeln.

Der Tausch fand über dezentrale Liquiditätspools statt, die im Ethereum-Netzwerk betrieben werden. Diese Pools verlassen sich auf automatisierte Market-Maker-Algorithmen, die die Tokenpreise basierend auf Angebot und Nachfrage bestimmen. Wenn ein Trade die verfügbare Liquidität erheblich übersteigt, passt der Algorithmus die Preise während der Transaktion drastisch an.

Dieser Prozess erzeugt Slippage, die sich auf den Unterschied zwischen dem erwarteten Preis und dem endgültigen Ausführungspreis bezieht. Im gemeldeten Vorfall enthielt der Liquiditätspool nicht genügend AAVE-Token, um einen Tausch dieser Größe zu bewältigen.

Als die Transaktion ausgeführt wurde, schob der Algorithmus den Tokenpreis schnell nach oben. Der Händler erhielt letztendlich etwa 324 AAVE-Token, die zum Marktwert von rund 36.000 US-Dollar wert waren. Der Rest des Kapitals verschwand effektiv in der Preisbeeinflussung und im Arbitrage-Handel während des Tauschs.

MEV-Bots nutzen große DeFi-Transaktionen aus

Große Transaktionen ziehen oft Maximal Extractable Value (MEV)-Bots an, die Blockchain-Netzwerke überwachen. Diese automatisierten Programme scannen ausstehende Transaktionen im Blockchain-Mempool und führen Trades aus, die darauf abzielen, Gewinne aus Preisänderungen zu erzielen.

Als der massive USDT-Tausch ins Netzwerk eintrat, erkannten die Bots schnell die Gelegenheit. Sie platzierten Transaktionen rund um den Trade und nutzten die plötzliche Preisbewegung aus. Während der Tausch den Preis von AAVE innerhalb des Liquiditätspools dramatisch nach oben trieb, verkauften die Bots Token zu überhöhten Preisen und erzielten große Gewinne.

Routing-Kontroversen rund um CoW-Protokoll-Settlement

GoPlus Security analysierte später die Transaktion und wies auf ein potenzielles Routing-Problem im Abwicklungsprozess des CoW-Protokolls hin. Das Protokoll behauptet, dass sein System die beste verfügbare On-Chain-Ausführungsroute auswählt, doch der Tausch wurde über einen Liquiditätspool mit extrem begrenzter Tiefe geroutet. Laut der Analyse wählte das System einen Single Liquidity Provider-Pool, der vor mehr als fünf Jahren vom Aave-Protokoll bereitgestellt wurde. Die Routing-Entscheidung weckte Bedenken darüber, wie der Algorithmus die Liquiditätsbedingungen vor der Ausführung eines so großen Trades bewertete.

Ermittler fanden auch heraus, dass die Liquidität im Pool anscheinend von Tornado Cash stammte, einem sanktionierten Krypto-Mixing-Dienst, was die Prüfung des Vorfalls verstärkte. Die Ergebnisse lösten eine Debatte in der dezentralen Finanzgemeinschaft darüber aus, ob automatisierte Routingsysteme die Liquiditätsrisiken während großer Tauschgeschäfte angemessen bewerten. Als Reaktion bestätigte der Gründer von Aave, dass die Schnittstelle Warnmeldungen anzeigte, bevor der Händler die Transaktion genehmigte. Er erklärte auch, dass das Protokoll die etwa 600.000 US-Dollar Transaktionsgebühr zurückerstatten und stärkere Sicherheitsvorkehrungen einführen wird, um ähnliche Routing-Probleme in Zukunft zu verhindern.

DeFi-Risiken heben die Bedeutung des Slippage-Managements hervor

Die Transaktionsschnittstelle zeigte Berichten zufolge eine Warnung an, die auf nahezu 99 Prozent Preisbeeinflussung vor der Ausführung hinwies. Der Händler setzte jedoch die Transaktion trotz des Alerts fort. Experten für dezentrale Finanzen warnen häufig Nutzer vor diesen Arten von Risiken.

Große Tauschgeschäfte sollten typischerweise in mehrere kleinere Transaktionen aufgeteilt werden, um die Slippage zu reduzieren. Händler können auch strenge Slippage-Grenzen festlegen, sodass Transaktionen automatisch storniert werden, wenn die Preise über akzeptable Niveaus hinaus steigen.

Der Vorfall zeigt, wie dezentrale Finanzsysteme genau so funktionieren, wie sie programmiert sind. Smart Contracts führen Trades automatisch ohne manuelles Eingreifen oder Rückgabemöglichkeiten aus. Obwohl dieses Design Transparenz und Dezentralisierung schafft, bedeutet es auch, dass Nutzer die Transaktionsparameter sorgfältig überprüfen müssen, bevor sie große Trades bestätigen.

Das Ereignis dient als weitere Erinnerung daran, dass die Liquiditätstiefe und das Slippage-Management entscheidende Faktoren im DeFi-Handel bleiben, insbesondere beim Transfer von Millionen von Dollar über automatisierte Liquiditätspools.

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