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Grayscale meldet AAVE ETF an, Coinbase wird Verwahrer

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Grayscale hat bei der SEC einen Antrag auf Umwandlung seines Trusts in einen Spot-ETF (GAVE) an der NYSE Arca eingereicht, nachdem Bitwise Ende 2025 einen Antrag für 11 Fonds gestellt hatte.

Grayscale meldet AAVE ETF an, Coinbase wird Verwahrer

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Graustufendateien zur Umwandlung des Aave Trust in den Spot-ETF „GAVE“.

  • Der Vorschlag beinhaltet eine Sponsorengebühr von 2,5 %, zahlbar in AAVE-Token.

  • Coinbase wurde als Verwahrstelle und Hauptbroker für den Fonds benannt.

  • Die Einreichung folgte auf die Einreichung des Fondsantrags von Bitwise am 11. Dezember und verschärfte den Wettlauf im DeFi-Bereich.

Grayscale hat einen Antrag gestellt, seinen Aave-Trust in einen Spot-ETF umzuwandeln. Damit erhält das Rennen um den ersten AAVE-ETF in den Vereinigten Staaten neue Dynamik. Das Unternehmen reichte den Antrag am 13. Februar bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Das geplante Produkt trägt den Namen Grayscale Aave Trust ETF. Es soll AAVE-Token direkt halten und an der NYSE Arca notiert werden. Coinbase fungiert als Verwahrstelle und Prime Broker. Mit dem Schritt reiht sich Grayscale neben Bitwise ein, das bereits zuvor einen ähnlichen Antrag eingereicht hatte. Während institutionelle Investoren ihren Blick allmählich auf DeFi-Token richten.

Grayscale steigt ins Rennen um den AAVE-ETF ein

Grayscale ist nun der zweite große Vermögensverwalter, der eine Genehmigung für einen AAVE-ETF anstrebt. Bitwise hatte seinen eigenen Antrag im Dezember 2025 eingereicht. Beide Unternehmen wollen das erste regulierte AAVE-Investmentprodukt für den US-Markt auflegen. Grayscale betreibt bereits einen Aave-Trust. Dieses Vehikel bot Anlegern bislang nur eine indirekte Beteiligung an dem Token.

Nun will das Unternehmen diesen in einen vollwertigen ETF umwandeln. Die Strategie folgt dem Muster früherer Schritte bei Bitcoin- und anderen Krypto-Trusts. Diese Umwandlungen brachten Milliarden US-Dollar in den ETF-Markt. Der neue Antrag zeigt, dass sich das institutionelle Interesse über Bitcoin und Ethereum hinaus ausweitet. Zudem sehen Vermögensverwalter DeFi-Token zunehmend als nächste Entwicklungsstufe.

Zentrale Details zum geplanten ETF

Der geplante ETF wird AAVE-Token direkt halten. Er setzt weder auf Futures noch auf synthetische Abbildungen. Diese Struktur ermöglicht eine unmittelbare Nachbildung des Preises. Grayscale plant eine Verwaltungsgebühr von 2,5 %, die in AAVE gezahlt wird. Damit liegt die Gebühr über der vieler bestehender Krypto-ETFs. Sie spiegelt jedoch die Komplexität und die Risiken von Altcoin-Produkten wider.

Coinbase übernimmt die Rolle als Verwahrstelle und Prime Broker. Das Unternehmen verwahrt die Token und wickelt die Ausführung ab. Der ETF soll an der NYSE Arca gelistet werden und damit über reguläre Brokerage-Konten zugänglich sein. Bei einer Genehmigung böte das Produkt einen einfachen und regulierten Zugang zu AAVE. Anleger könnten ein Engagement eingehen, ohne Wallets oder Private Keys selbst verwalten zu müssen.

Bedeutung für AAVE und DeFi

AAVE ist das Rückgrat einer der größten dezentralen Kreditplattformen im Kryptomarkt. Das Protokoll hat Einlagen und Kredite in Milliardenhöhe abgewickelt. Es spielt zudem eine zentrale Rolle im DeFi-Ökosystem. Ein ETF könnte den Weg für neues Kapital ebnen. Viele institutionelle Investoren meiden direkte Krypto-Bestände wegen Verwahrungs- und Compliance-Risiken. Ein regulierter ETF senkt diese Hürden.

Bitcoin-ETFs verzeichneten nach ihrer Zulassung massive Mittelzuflüsse. Einige Analysten halten einen ähnlichen Trend auch bei großen Altcoins für möglich – wenn auch zunächst in kleinerem Umfang. Dennoch signalisiert der Antrag eine klare Verschiebung. DeFi-Token rücken zunehmend in den Fokus der traditionellen Finanzwelt.

Regulatorischer Ausblick und breitere Auswirkungen

Der Antrag markiert erst den Anfang. Die SEC muss den Vorschlag prüfen und genehmigen. Dieser Prozess kann Monate dauern. Eine Zulassung ist nicht garantiert, zumal die Aufseher bei Single-Asset-Altcoin-ETFs weiterhin zurückhaltend sind. Dennoch hat sich das Umfeld nach jüngsten Genehmigungen insgesamt als krypto­freundlicher erwiesen.

Sollte ein AAVE-ETF grünes Licht erhalten, könnte das die Tür für weitere DeFi-Produkte öffnen. Zudem prüfen Vermögensverwalter bereits ähnliche Anträge. Vorerst sendet der Schritt von Grayscale ein klares Signal: Die institutionelle Nachfrage geht über die „großen Zwei“ hinaus – und DeFi könnte als Nächstes folgen.

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