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Gold erreicht 4.700 Dollar, Bitcoin fällt aufgrund von Zollängsten unter 92.000 Dollar

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Der Goldpreis erreichte am 20. Januar einen Rekordwert von 4.697 US-Dollar, als die Drohungen des US-Präsidenten gegen Grönland mit Zöllen einen Ansturm auslösten, während der Bitcoin unter die Marke von 92.000 US-Dollar fiel.

Gold erreicht 4.700 Dollar, Bitcoin fällt aufgrund von Zollängsten unter 92.000 Dollar

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Der Goldpreis erreichte heute ein neues Allzeithoch von 4.697 Dollar.

  • Bitcoin fiel unter 92.000 Dollar, da Anleger in sichere Anlagen flüchteten.

  • Trumps mit Grönland verknüpfte Zolldrohungen schürten die Angst vor einem globalen Handelskrieg.

  • Silber notierte angesichts zunehmender Risikoaversion weiterhin nahe dem Rekordniveau von 90 Dollar.

Gold hat erneut ein Rekordhoch erreicht – und die Marktstimmung ist abrupt gekippt. Am 20. Januar sprang der Spotpreis für Gold auf ein neues Allzeithoch von 4.697 US-Dollar je Unze, als globale Investoren in sichere Anlagen flüchteten. Auslöser waren wachsende Sorgen vor einem Handelskrieg, nachdem Präsident Trump seine Zollandrohungen erneuerte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Vorstoß, Grönland erwerben zu wollen.

Gleichzeitig rutschte Bitcoin unter 92.000 US-Dollar. Das zeigt eine klare Trennung zwischen klassischen sicheren Häfen und risikoreichen Anlagen. Wenn Angst die Oberhand gewinnt, trägt Gold weiter die Krone.

Gold durchbricht 4.700 US-Dollar – Märkte schalten auf Risiko-Off

Gold erreichte im Spothandel 4.697 US-Dollar je Unze, Futures notierten zeitweise über 4.700 US-Dollar. Damit handelt es sich um die bislang stärkste Rally im Jahr 2026. Der Preis sprang in einer einzigen Sitzung um mehr als 2 %, als Händler Schutz suchten.

Der US-Dollar gab nach, europäische Aktien fielen und die globale Risikobereitschaft kühlte ab. Kryptowährungen gerieten dagegen unter Druck: Bitcoin fiel unter 92.000 US-Dollar, da Trader Gewinne mitnahmen und in sicherere Anlagen wechselten. Silber hielt sich ebenfalls nahe Rekordniveaus über 90 US-Dollar je Unze. Das bestätigt eine breit angelegte Rally bei Edelmetallen. Wenn sich die geopolitische Lage zuspitzt, bewegt sich Gold meist zuerst. Dieses Mal war es nicht anders.

Trumps Grönland-Ultimatum schürt Handelskriegsängste

Die Rally begann, nachdem Präsident Trump seine Forderung nach US-Kontrolle über Grönland erneuerte und dies mit nationaler Sicherheit und arktischer Dominanz begründete. Als europäische Politiker widersprachen, reagierte Trump mit Zollandrohungen. Er warnte vor 10 % Zöllen ab dem 1. Februar auf Importe aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland. Kommt keine Einigung zustande, könnten die Zölle bis Juni auf 25 % steigen.

Europäische Vertreter bezeichneten den Schritt als „wirtschaftliche Erpressung“. Sie bereiten Gegenmaßnahmen auf US-Waren im Wert von bis zu 93 Mrd. Euro vor. Das erhöht das Risiko eines neuen transatlantischen Handelskriegs – zu einem Zeitpunkt, an dem sich das globale Wachstum bereits abschwächt. Märkte hassen Unsicherheit, Gold liebt sie.

Ansturm auf sichere Häfen treibt Edelmetalle nach oben

Mit zunehmenden Handelsspannungen suchten Investoren Schutz. Gold liegt auf Jahressicht fast 80 % im Plus und hat 2026 bereits mehr als 8 % zugelegt. Zentralbanken kaufen weiter zu. Zuflüsse in ETFs bleiben stark, und Inflationssorgen sind nach Jahren expansiver Geldpolitik weiterhin präsent.

Auch Silber zog an – getragen von Safe-Haven-Nachfrage und hoher industrieller Nutzung durch Solaranlagen, E-Autos und Rechenzentren. Gleichzeitig gaben Bitcoin und Aktien nach, da Trader Risiken reduzierten. Krypto gilt weiterhin als Anlage mit hoher Volatilität, während Gold der klassische Krisenschutz bleibt.

Warum Gold den Markt 2026 dominiert

Die Goldrally dreht sich nicht nur um Zölle. Sie spiegelt einen größeren Trend wider. Die globale Politik bleibt angespannt. Die Schuldenstände explodieren. Zentralbanken stocken ihre Goldreserven leise auf, und Investoren suchen Schutz vor Währungsschwäche und Inflation.

Dieses Muster zeigte sich auch in früheren Krisen. 2022 sprang Gold nach dem Einmarsch in die Ukraine an. Auch in früheren Handelskriegen kam es zu Preisspitzen. Historisch kühlen solche Rallys ab, wenn sich die Lage entspannt. Analysten warnen, dass Gold um 20–30 % korrigieren könnte, falls die Diplomatie zurückkehrt. Vorerst jedoch dominiert die Angst.

Worauf Investoren als Nächstes achten

Kurzfristig dürfte die Volatilität hoch bleiben. Neue Zölle oder Gegenmaßnahmen könnten Gold weiter nach oben treiben. Langfristig richten sich die Blicke auf den US-Dollar und die Fed-Politik – sowie darauf, ob Europa und die USA einen gemeinsamen Nenner finden. Für den Moment ist die Botschaft klar: Wenn sich die Welt instabil anfühlt, wirkt Gold wie ein Zuhause. Bitcoin? Der fährt weiter im Risiko-Zug.

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