EZB und globale Banken stehen trotz politischen Drucks an der Seite der Fed
Die EZB und zehn weitere globale Zentralbanken gaben eine seltene gemeinsame Erklärung ab, in der sie Powell gegen eine strafrechtliche Untersuchung der Trump-Regierung unterstützten.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Elf führende Zentralbankchefs aus aller Welt unterzeichneten einen Solidaritätsbrief für Powell.
Das Justizministerium hat eine Untersuchung zu den Renovierungskosten des Fed-Hauptquartiers eingeleitet.
Powell bezeichnete die strafrechtlichen Ermittlungen als „Vorwand“, um Druck auf die Zinssätze auszuüben.
Zu den Unterzeichnern gehören die EZB, die Bank von England und die Bank von Kanada.
Die European Central Bank (EZB) hat sich deutlich hinter den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome H. Powell, gestellt. In einem Beitrag auf X erklärte die EZB, man stehe in „voller Solidarität“ mit der US-Notenbank und ihrer Führung. Die Botschaft wurde durch eine gemeinsame Erklärung von elf großen Zentralbanken weltweit unterstützt.
The ECB and other European and international central banks stand in full solidarity with the Federal Reserve System and its Chair Jerome H. Powell.
— European Central Bank (@ecb) January 13, 2026
The independence of central banks is in the interest of the people we serve. pic.twitter.com/j8anBP2dpB
Die Erklärung kommt zu einem angespannten Zeitpunkt. Die Regierung von Donald Trump hat den Druck auf die Federal Reserve wegen ihrer Zinspolitik erhöht. US-Medien berichten, dass das United States Department of Justice eine strafrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit Renovierungskosten am Hauptsitz der Fed eingeleitet hat.
Viele Beobachter sehen darin einen Versuch, Powell wegen der Geldpolitik unter Druck zu setzen. Powell wies die Vorwürfe zurück. In jüngsten Kommentaren bezeichnete er das Vorgehen als „Einschüchterung“ und erklärte, es habe mehr mit Politik als mit legitimer Aufsicht zu tun.
Globale Zentralbanken zeigen seltene Einigkeit
Die gemeinsame Erklärung wurde von führenden Zentralbankchefs unterzeichnet, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde und der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey. Die Botschaft war kurz, aber deutlich. Darin heißt es:
„Die EZB und andere europäische sowie internationale Zentralbanken stehen in voller Solidarität mit dem Federal Reserve System und seinem Vorsitzenden Jerome H. Powell. Die Unabhängigkeit der Zentralbanken liegt im Interesse der Menschen, denen wir dienen.“
Ein solch öffentliches Zeichen der Unterstützung ist selten. Zentralbanken halten sich in politischen Fragen gewöhnlich zurück. Doch angesichts wachsender Sorgen über politischen Einfluss auf die US-Geldpolitik sahen sich die Verantwortlichen offenbar zum Handeln gezwungen.
Warum die Unabhängigkeit der Fed wichtig ist
Zentralbanken sollen unabhängig von politischer Kontrolle agieren. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Inflation zu kontrollieren, Preisstabilität zu sichern und die Wirtschaft stabil zu halten. Das erreichen sie, indem sie Zinssätze auf Basis wirtschaftlicher Daten festlegen – nicht aus politischen Motiven.
Wenn Regierungen versuchen, diese Entscheidungen zu beeinflussen, kann das langfristige Schäden verursachen. Die Geschichte zeigt, dass Länder mit schwacher Zentralbankunabhängigkeit häufig unter hoher Inflation und schwachen Währungen leiden.
Die Erklärung der globalen Zentralbanken macht diesen Punkt deutlich. Darin wird betont, dass Unabhängigkeit nicht den Bankern dient, sondern der Öffentlichkeit. Stabiles Geld hilft Familien, ihre Finanzen zu planen, zu sparen und mit Vertrauen auszugeben. Zudem betonten Christine Lagarde und Andrew Bailey, dass Jerome Powell mit Integrität gehandelt habe und stets im öffentlichen Interesse tätig gewesen sei.
Geteilte Reaktionen in der Öffentlichkeit
Die Erklärung verbreitete sich schnell auf X. Einige Nutzer lobten die EZB und andere Zentralbanken dafür, demokratische Institutionen zu verteidigen. Andere äußerten sich kritischer.
So argumentierten manche, Zentralbanken kümmerten sich stärker um Investoren als um normale Bürger. Zudem verwiesen Kritiker auf die hohe Inflation der vergangenen Jahre und stellten infrage, ob Zentralbanken uneingeschränktes Vertrauen verdienen.
Auch die Märkte beobachten die Situation genau. Jede Bedrohung der Unabhängigkeit der Federal Reserve könnte Auswirkungen auf den US-Dollar, Aktienmärkte und den globalen Handel haben. Die Fed spielt eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft.
Ein größeres globales Thema
Die Federal Reserve ist die mächtigste Zentralbank der Welt. Der US-Dollar ist die wichtigste Reservewährung. Was in Washington passiert, bleibt daher nicht auf Washington beschränkt.
Sollte politischer Druck die Fed schwächen, könnte das das Vertrauen in das globale Finanzsystem erschüttern. Genau deshalb melden sich die internationalen Zentralbanken jetzt zu Wort. Für sie geht es nicht nur um Jerome Powell. Es geht darum, die grundlegende Idee zu schützen, dass Geldpolitik den Menschen dienen soll – und nicht der Politik.
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