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Ethereum-Mitbegründer warnt vor Bitcoin-Weltuntergang

Joe Lubin warnt davor, dass Bitcoin am „Q-Tag“ einem Quantenrisiko ausgesetzt sein könnte, da zukünftige Quantencomputer die BTC-Verschlüsselung und die langfristige Sicherheit in Frage stellen könnten.

Ethereum-Mitbegründer warnt vor Bitcoin-Weltuntergang

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Joe Lubin warnt: Bitcoin könnte künftig einer quantenbezogenen Sicherheitsbedrohung ausgesetzt sein.

  • „Q Day“ bezieht sich auf Quantencomputer, die die aktuellen Verschlüsselungsstandards knacken.

  • Bitcoins ECDSA-Kryptographie könnte theoretisch angreifbar sein.

  • Die derzeitige Quantenhardware ist bei Weitem nicht in der Lage, solche Angriffe auszuführen.

Ethereum-Mitgründer und ConsenSys-CEO Joe Lubin hat erneut eine kontroverse Diskussion über die langfristige Sicherheit von Bitcoin ausgelöst. In einem Gespräch warnte er davor, dass Bitcoin in Zukunft ein existenzielles Problem haben könnte. Besonders erwähnte er die Idee des sogenannten „Q Day“ – jenem Zeitpunkt, an dem Quantencomputer die moderne Kryptografie knacken könnten.

Obwohl Lubin betonte, dass diese Bedrohung nicht unmittelbar bevorstehe, machte er deutlich, dass es falsch wäre, sie als irrelevant abzutun. Seiner Ansicht nach sei es nachvollziehbar, sich bereits heute Sorgen zu machen, um in der Zukunft vorbereitet zu sein.

Was Bitcoin unter Q Day versteht

Bitcoin basiert ebenfalls auf der von ECDSA bereitgestellten Kryptografie, um Wallets und Transaktionen zu schützen. Unter normalen Umständen ist dieses System sehr sicher. Quantencomputer bringen jedoch eine neue Variable ins Spiel. Mit einem hochentwickelten Quantencomputer wäre es theoretisch möglich, mithilfe des Shor-Algorithmus private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln abzuleiten.

Sollte dies geschehen, könnten Bitcoin-Adressen mit enormem Wert von Angreifern genutzt werden, da die Adressen ungenutzte Coins umgeben. Die grundlegende Sicherheitsprämisse von Bitcoin würde somit erstmals seit seiner Einführung auf die Probe gestellt werden.

Gegenwärtig ist die Technologie jedoch noch weit davon entfernt, eine unmittelbare Bedrohung darzustellen. Die derzeit fortschrittlichsten Quantenmaschinen verfügen über etwas mehr als 1.000 Qubits. Zum Vergleich: Millionen stabiler, fehlerkorrigierter Qubits wären nötig, um die Verschlüsselung von Bitcoin zu knacken. Schätzungen, die mit Forschungsergebnissen des NIST übereinstimmen, gehen davon aus, dass eine solche Fähigkeit in 10 bis 20 Jahren möglich sein könnte. Das Risiko bleibt also theoretisch, nicht aktuell. Lubin betont jedoch, dass langfristige Systeme wie Bitcoin Jahrzehnte im Voraus planen sollten.

Warum das Risiko noch Jahre entfernt ist

Die Reaktionen auf Lubins Aussagen sind gespalten. Einerseits werden die Warnungen von Kritikern als durch Ethereum geschürte Angst, Unsicherheit und Zweifel abgetan. Sie argumentieren, dass Bitcoin bereits seine Anpassungsfähigkeit durch Upgrades und Konsensmechanismen bewiesen habe.

Andererseits gibt es Entwickler und Forscher, die bereits auf die Vorbereitung setzen. Dazu zählen Post-Quantum-Kryptografie-Lösungen wie gitterbasierte Signaturschemata. Auch Ethereum-Forscher arbeiten an diesen Alternativen. Der Unterschied zeigt eine philosophische Trennung zwischen proaktiven und reaktiven Sicherheitsmodellen auf.

Das Problem betrifft nicht nur Bitcoin. Jedes System, das auf klassischer Kryptografie basiert, hat langfristig dieselbe Verwundbarkeit. Aufgrund seiner Größe ist Bitcoin jedoch das auffälligste Ziel. Gleichzeitig weist die Debatte auf eine breitere Veränderung in der Kryptobranche hin. Sicherheitsdiskussionen drehen sich nicht mehr nur um Hacks und Exploits, sondern zunehmend um die Zukunftssicherung gegen Technologien, die noch nicht voll entwickelt sind. Diese Veränderung könnte die Protokollentwicklung in der gesamten Branche beeinflussen.

Warum diese Debatte über Bitcoin hinaus relevant ist

Joe Lubin sagt nicht, dass Bitcoin heute unsicher ist. Vielmehr ruft er den Markt dazu auf, den Blick in die Zukunft zu richten. Quantencomputing ist noch nicht nahe, seine Folgen könnten jedoch weitreichend sein.

Es ist noch unklar, wie Bitcoin post-quantum-resilient werden wird oder wie es andere Resilienzformen bewältigen kann. Klar ist jedoch, dass die Diskussion über den Q Day längst kein Randthema mehr ist. Sie fließt zunehmend in die langfristige Roadmap der Kryptowelt ein.

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