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Die Gespräche des Weißen Hauses über Stablecoins enden ohne Einigung zwischen Banken und Krypto-Vertretern

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Das Treffen im Weißen Haus zum CLARITY Act endete in einer Sackgasse, da die Parteien ein vollständiges Verbot von Stablecoin-Renditen forderten, um eine Kapitalflucht zu verhindern.

Die Gespräche des Weißen Hauses über Stablecoins enden ohne Einigung zwischen Banken und Krypto-Vertretern

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Das Weiße Haus setzt eine Frist bis Ende Februar für einen Kompromiss bei den Stablecoin-Renditen.

  • Banken schlagen „Verbotsprinzipien“ vor, um alle Inhaberprämien zu verbieten.

  • Kryptofirmen argumentieren, dass Renditebeschränkungen Innovation und Wettbewerb behindern.

  • Die Pattsituation bei den Prämien verzögert das Gesetz zur Klärung des digitalen Vermögensmarktes.

Die zweite Sitzung des Weißen Hauses zu Stablecoin-Regeln endete ohne Einigung zwischen Banken und Krypto-Unternehmen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, ob Stablecoins Zinsen oder andere Anreize für Nutzer bieten dürfen. Anwesend waren Krypto-Vertreter von Coinbase, Ripple und weiteren Branchengruppen. Auch Banken wie Goldman Sachs, JPMorgan und die Bank of America nahmen teil.

Der zentrale Streitpunkt war die Verzinsung von Stablecoins. Banken drängten auf strikte Beschränkungen bis hin zu einem vollständigen Verbot von Renditefunktionen. Krypto-Unternehmen argumentierten dagegen, dass Anreize entscheidend für die Akzeptanz und die On-Chain-Finanzierung seien. Das Ausbleiben eines Kompromisses könnte die Fortschritte bei einer umfassenderen US-Krypto-Gesetzgebung bremsen.

Yield-Debatte im Zentrum des CLARITY Act

Die Diskussion steht in direktem Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen CLARITY Act. Der Gesetzentwurf baut auf dem Rahmen des GENIUS Act für digitale Vermögenswerte auf. Er wurde 2025 bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedet, steckt jedoch im Senat fest. Die Regeln zur Verzinsung von Stablecoins zählen weiterhin zu den größten Streitpunkten. Banken befürchten, dass verzinsliche Stablecoins Einlagen von traditionellen Konten abziehen könnten. Das wiederum könnte die Kreditvergabe an private Haushalte und kleine Unternehmen beeinträchtigen.

Krypto-Unternehmen sehen die Sache anders. Sie argumentieren, dass Anreize Stablecoins wettbewerbsfähig gegenüber Bankprodukten machen. Zudem unterstützten Renditen das Wachstum der On-Chain-Finanzierung und digitaler Dollar-Systeme. Bereits frühere Treffen konnten den Konflikt nicht lösen. Die jüngste Sitzung sollte beide Seiten näher an einen Kompromiss heranführen.

Banken drängen auf strikte „Prohibitionsprinzipien“

Während des Treffens legten Banken ein schriftliches Set sogenannter „Prohibitionsprinzipien“ vor. Das Dokument forderte ein weitgehendes Verbot sämtlicher finanzieller und nichtfinanzieller Anreize im Zusammenhang mit Stablecoins. Vorgesehen waren strenge Durchsetzungsregeln sowie Maßnahmen zur Verhinderung von Umgehungen. Zudem wurden – wenn überhaupt – nur sehr begrenzte Ausnahmen in Aussicht gestellt. Vertreter der Banken erklärten, diese Schritte seien notwendig, um Einlagenflüsse und das traditionelle Kreditsystem zu schützen.

Krypto-Manager widersprachen. Sie forderten flexiblere Regeln, insbesondere bei transaktionsbasierten Anreizen. Einige Teilnehmer bezeichneten das Treffen zwar als produktiv. Eine endgültige Einigung kam jedoch nicht zustande. Berichten zufolge drängte das Weiße Haus beide Seiten, eine gemeinsame Linie zu finden. Die Regierung will vor einer Frist am 1. März Fortschritte sehen.

Mögliche Auswirkungen auf die US-Krypto-Politik

Hält der Streit an, könnte sich der CLARITY Act weiter verzögern. Ohne Einigung droht, dass Stablecoins auf grundlegende Zahlungsfunktionen beschränkt werden. Das könnte das Wachstum der On-Chain-Dollar-Ökonomie bremsen. Krypto-Unternehmen warnen, dass strikte Verbote Aktivitäten ins Ausland verlagern könnten. Innovationen könnten in Regionen mit krypto-freundlicheren Regeln abwandern. Banken hingegen halten schärfere Beschränkungen für notwendig, um Kreditvergabe und Finanzstabilität zu sichern. Die Marktreaktion blieb verhalten, auch wenn die Nachricht branchenweit eine Debatte auslöste.

Weitere Gespräche in Kürze erwartet

Beide Seiten wollen die Gespräche in den kommenden Tagen fortsetzen. Noch ist unklar, ob es vor Monatsende zu einem weiteren großen Treffen im Weißen Haus kommt. Regierungsvertreter betonen, dass parteiübergreifende Unterstützung für Krypto-Gesetzgebung weiterhin besteht. Die Debatte um die Verzinsung von Stablecoins bleibt jedoch das größte Hindernis. Ihr Ausgang könnte die US-Regeln für digitale Vermögenswerte für Jahre prägen.

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