David Schwartz löst nach Auseinandersetzung um Meinungsfreiheit heftige Kritik aus
David Sacks kritisierte die europäischen Bestrebungen zur Überwachung von Algorithmen, die im Anschluss an den Aufruf des französischen Präsidenten Macron zu transparenten digitalen Systemen erfolgten.

Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
David Schwartz kritisiert die Bemühungen der EU um einen „transparenten Algorithmus“ als Bedrohung der Meinungsfreiheit.
Präsident Macron bezeichnet Äußerungen in sozialen Medien ohne algorithmische Transparenz als „Bullshit“.
Die EU verschärft die Durchsetzung des Gesetzes über digitale Dienste mit neuen Ermittlungen gegen TikTok und X.
Die Debatte verdeutlicht eine wachsende transatlantische Kluft in Bezug auf digitale Zensur und Moderation.
Eine hitzige Debatte über Meinungsfreiheit ist online entbrannt. Auslöser war der Widerstand von Tech-Größen gegen Forderungen nach einer strengeren Kontrolle von Social-Media-Algorithmen. Der jüngste Eskalationspunkt folgte auf Äußerungen europäischer Politiker, wonach eine unkontrollierte algorithmische Verstärkung die öffentliche Debatte verzerren könne.
Kritiker aus der Tech- und Krypto-Branche konterten umgehend. Sie warnen, staatliche Eingriffe liefen Gefahr, in Zensur umzuschlagen. Neue Dynamik erhielt der Schlagabtausch am 21. Februar, als Ripple-CTO David Schwartz den Regulierungsansatz in einem viralen Beitrag öffentlich scharf angriff. Damit verschärft er eine ohnehin angespannte transatlantische Diskussion.
Europäischer Vorstoß zur Algorithmus-Aufsicht
Die Kontroverse geht auf jüngste Aussagen zurück. Sie stammen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Rahmen einer KI-Politikdebatte in Neu-Delhi. Macron argumentierte, Meinungsfreiheit auf sozialen Plattformen verliere an Bedeutung, wenn intransparente Algorithmen bestimmten, was Nutzer zu sehen bekommen. Plattformen, die schädliche oder voreingenommene Inhalte ohne Transparenz verstärken, schafften seiner Ansicht nach das, was er als „Dschungel“ bezeichnete.
Er forderte klarere Regeln für algorithmische Systeme. Macron betonte, was er als „Meinungsfreiheit auf Basis von Respekt und Transparenz“ verstand. Europäische Entscheidungsträger unterstützen diesen Ansatz zunehmend. Ziel ist es, Hassrede einzudämmen, Minderjährige zu schützen und Manipulationsrisiken zu verringern. Das fügt sich in den breiteren Regulierungsansatz der Europäischen Union ein, einschließlich Maßnahmen im Rahmen des Digital Services Act. Kritiker halten dagegen, diese Vorschläge gäben Regierungen zu viel Einfluss auf Online-Meinungsäußerungen.
Scharfe Erwiderung von David Schwartz
Die Debatte spitzte sich zu, als David Schwartz direkt auf X reagierte. In einem unverblümten Beitrag wies der Ripple-Manager die europäische Auslegung von Meinungsfreiheit zurück. Er schrieb, Meinungsfreiheit bedeute, dass Menschen Ideen „zu beliebigen Bedingungen ohne staatliche Einmischung austauschen“ können.
No, you complete and utter imbecile. Free speech means people may exchange ideas on any terms free from government interference. Political leaders imposing or preferencing the terms they like best is the exact opposite of that. https://t.co/unjkjIrBdJ
— David 'JoelKatz' Schwartz (@JoelKatz) February 21, 2026
Schwartz ergänzte, politische Versuche, bestimmte Rahmenbedingungen für Sprache zu formen oder zu bevorzugen, stellten das Gegenteil von freier Meinungsäußerung dar. Sein Beitrag verbreitete sich rasch in Krypto- und Tech-Kreisen und verzeichnete innerhalb weniger Stunden Tausende Interaktionen. Die Reaktion spiegelt Schwartz’ langjährige Haltung zu Dezentralisierung und Zensurresistenz wider. Als einer der zentralen Architekten hinter dem XRP Ledger argumentiert er seit langem, dass offene Systeme am besten funktionieren, wenn Regierungen bei der Moderation der Sprachinfrastruktur eine begrenzte Rolle spielen.
Eine wachsende transatlantische Kluft
Der Schlagabtausch macht eine sich vertiefende philosophische Kluft zwischen eher US-nahen Tech-Stimmen und europäischen Regulierern sichtbar. Insbesondere in den USA vertreten viele Branchenführer eine stärker absolutistische Auslegung der Meinungsfreiheit. Entsprechend befürchten sie, Algorithmus-Regeln könnten zu politischen Instrumenten werden.
Europäische Verantwortliche hingegen betrachten das Plattformdesign zunehmend selbst als politische Frage. Sie argumentieren, Empfehlungssysteme könnten schädliche Inhalte in großem Maßstab verstärken. Deshalb seien Transparenz und Leitplanken notwendig. Da soziale Plattformen global agieren, könnte diese politische Spaltung die künftige Regulierung in mehreren Rechtsräumen prägen.
Online-Reaktionen bleiben stark gespalten
Die Reaktionen auf X zeigten eine klare Polarisierung. Unterstützer von David Schwartz lobten seine Verteidigung uneingeschränkter Meinungsfreiheit und warnten vor staatlicher Übergriffigkeit. Andere stellten sich auf die europäische Seite und argumentierten, algorithmische Macht ohne Aufsicht könne den öffentlichen Diskurs verzerren.
Vorerst bleibt der Streit weitgehend rhetorisch. Doch die Heftigkeit des Austauschs zeigt, wie sehr die Governance von Algorithmen zu einem der umkämpftesten Themen der Tech-Politik wird. Mit der wachsenden Leistungsfähigkeit von KI-Systemen und Empfehlungs-Engines hat der Kampf darum, wer die digitalen Sprachschienen kontrolliert, gerade erst begonnen.
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