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Bybit sichert sich 300 Millionen US-Dollar durch KI-gestützte Kryptobetrugserkennung

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Bybits neues KI-gestütztes Risikomanagement-Framework hat im vierten Quartal 2025 betrügerische Abhebungen in Höhe von 300 Millionen US-Dollar verhindert und damit 4.000 Nutzer geschützt.

Bybit sichert sich 300 Millionen US-Dollar durch KI-gestützte Kryptobetrugserkennung

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Das KI-System von Bybit fängt verdächtige Abhebungsversuche in Höhe von 300 Millionen Dollar ab.

  • Die Plattform weist auf ein Gesamtrisikovolumen von 500 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2025 hin.

  • Eine Sicherheitsinitiative identifiziert mithilfe von Chainalysis 350 Hochrisikoadressen.

  • Durch proaktive Widerrufsfristen konnten Verluste für über 4.000 Einzelhandelskunden verhindert werden.

Die Krypto-Börse Bybit teilte mit, dass sie mithilfe ihres neuen KI-Sicherheitssystems mehr als 300 Mio. USD an betrugsbezogenen Geldern zurückgewonnen hat. Die Ergebnisse stammen aus der Sicherheitsinitiative 2025 der Plattform, die Ende Februar 2026 vorgestellt wurde. Nach Angaben des Unternehmens markierten die Tools allein im vierten Quartal 2025 verdächtige Abhebungen im Umfang von rund 500 Mio. USD.

Aus diesem Volumen wurden rund 300 Mio. USD abgefangen, bevor sie die Plattform verließen. Laut Bybit wurden dadurch mehr als 4.000 Nutzer direkt geschützt. Tausende weitere profitierten ebenfalls von den Maßnahmen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines branchenweiten, deutlichen Anstiegs von Krypto-Betrug.

Zunehmende Krypto-Betrugswelle

Der breitere Kryptomarkt sieht sich einer Welle immer komplexerer Betrugsmaschen ausgesetzt. Branchendaten zufolge gingen 2025 Milliarden US-Dollar durch Betrug verloren. KI-gestützte Identitätsbetrügereien haben stark zugenommen – Schätzungen sprechen von einem massiven Anstieg im Jahresvergleich. Diese Betrugsformen nutzen häufig Deepfakes, gefälschte Handelsplattformen und koordinierte Wallet-Netzwerke.

Dadurch wächst der Druck auf Handelsplattformen, Bedrohungen früher zu erkennen. Bybits jüngste Initiative zielt klar darauf ab, dieser Entwicklung voraus zu sein, statt erst nach eingetretenen Verlusten zu reagieren.

Bybits KI-gestütztes Verteidigungsframework

Im Zentrum steht ein mehrstufiges Risikosystem von Bybit. Nach Angaben der Börse überwacht die Plattform On-Chain-Aktivitäten in Echtzeit mithilfe von KI-Modellen. Diese wurden darauf trainiert, ungewöhnliches Wallet-Verhalten zu erkennen. Erkennt das System verdächtige Muster, kann es Abhebungen automatisch markieren oder verzögern.

Im jüngsten Prüfzeitraum identifizierte das System rund 350 Hochrisiko-Adressen, die mit Betrugsschemata in Verbindung standen.

Bybit entwickelte das Framework gemeinsam mit Blockchain-Analysefirmen, darunter TRM Labs, Elliptic und Chainalysis. Der Ansatz setze klar auf Prävention. In einigen Fällen greifen Abhebungen zunächst eine Abkühlungsphase. In anderen Fällen können Vermögenswerte eingefroren werden, während Risikoteams die Vorgänge prüfen.

Das Ziel ist eindeutig: Betrug stoppen, bevor Gelder in komplexe Geldwäschenetzwerke verschwinden.

Ergebnisse für Q4 2025 zeigen erste Wirkung

Die Zahlen für das vierte Quartal verdeutlichen, wie konsequent das neue System agiert. Von rund 500 Mio. USD an markierten, verdächtigen Abhebungen wurden etwa 300 Mio. USD erfolgreich abgefangen oder zurückgewonnen.

Nach Angaben von Bybit wurden in diesem Zeitraum mehr als 4.000 Nutzer direkt geschützt. Zusätzlich könnten bis zu 8.000 Nutzer durch frühzeitige Sperrung verdächtiger Adressen und Warnsysteme Verluste vermieden haben.

Die Börse bezeichnet dies als Übergang von reaktiver Sicherheit zu proaktiver Verteidigung. Statt gestohlene Gelder im Nachhinein zu verfolgen, soll problematische Aktivität bereits an der Tür gestoppt werden.

Höhere Standards für Börsensicherheit

Bybit ist überzeugt, mit dieser Initiative einen neuen Maßstab für die Sicherheit von Krypto-Plattformen zu setzen. Angesichts sich weiterentwickelnder Betrugstaktiken setzen Handelsplattformen zunehmend auf KI sowie Echtzeit-Analysen, um Nutzer zu schützen.

Dennoch ist der Kampf längst nicht gewonnen. Betrugsnetzwerke passen sich schnell an. Die jüngsten Ergebnisse der Börse zeigen jedoch, dass stärkere Überwachung und enge Branchenpartnerschaften einen spürbaren Unterschied machen können. Sollten sich vergleichbare Systeme im gesamten Sektor durchsetzen, könnte sich das Handelsumfeld für alltägliche Krypto-Anleger deutlich sicherer gestalten.

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