Nachrichten

Brasilianische Zentralbank verabschiedet institutionelle Krypto-Regeln bis 2027

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Die brasilianische Zentralbank aktiviert die Resolutionen 519-521, um Lizenzen zu erhalten und schrittweise Aktualisierungen der AML/Reisebestimmungen bis 2027 durchzuführen.

Brasilianische Zentralbank verabschiedet institutionelle Krypto-Regeln bis 2027

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Brasilien aktiviert die Resolutionen 519-521 zur Regulierung der institutionellen VASP-Aktivitäten.

  • Bestehende Krypto-Unternehmen müssen bis zum 30. Oktober 2026 einen Antrag auf Zulassung stellen.

  • Ab sofort sind eine obligatorische Trennung der Vermögenswerte und unabhängige, zweijährliche Prüfungen vorgeschrieben.

  • Neue Beschränkungen für internationale Krypto-Transfers zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Brasilien geht einen Schritt weiter in Richtung formeller Krypto-Regulierung. Am 23. Februar berichteten neue Meldungen, dass die Zentralbank Brasiliens (Banco Central do Brasil) einen eigenen Rahmen für institutionelle Anbieter von virtuellen Vermögenswerten (VASPs) vorantreibt. Der Plan konzentriert sich vor allem auf B2B-Kryptoinfrastruktur wie Verwahrstellen und Abwicklungsfirmen.

Die Behörden planen, die Regeln schrittweise bis 2027 einzuführen. Das Kernziel ist klar: stärkere Aufsicht, engere AML-Kontrollen und klare Betriebsstandards – bei gleichzeitiger Förderung von Innovation. Dieser Schritt baut auf früheren Lizenzierungsregeln auf, die kürzlich in Kraft getreten sind.

Hintergrund zur Krypto-Regulierung in Brasilien

Brasilien hat sich langsam eine der strukturiertesten Krypto-Umgebungen unter den großen Volkswirtschaften aufgebaut. 2022 wurde ein Schlüsselgesetz verabschiedet, das Krypto als legales Zahlungsmittel anerkennt. Seitdem verfolgen die Regulierungsbehörden einen Schritt-für-Schritt-Ansatz, statt überstürzte breite Beschränkungen einzuführen.

Im November 2025 veröffentlichte die Zentralbank die Resolutionen 519 bis 521. Diese Regeln schufen den ersten formellen Autorisierungsprozess für VASPs. Sie traten am 2. Februar offiziell in Kraft. Bestehenden Anbietern wurde ein Übergangszeitraum eingeräumt, um Governance-, Verwahr-, Cybersecurity- und Berichtspflichten zu erfüllen. Der neue institutionelle Rahmen stellt nun die nächste Aufsichtsebene dar – insbesondere für größere Infrastrukturakteure.

Details des institutionellen VASP-Rahmens

Die kommenden Regeln richten sich vor allem an institutionelle Krypto-Dienstleister, nicht nur an Retail-Börsen. Dazu zählen Verwahrstellen, Abwicklungsanbieter und Backend-Infrastrukturunternehmen, die das digitale Asset-Ökosystem unterstützen.

Unter dem Plan müssen Unternehmen klarere Lizenzanforderungen erfüllen und sich laufenden Aufsichtsprüfungen unterziehen. Die Zentralbank strebt zudem strengere AML- und KYC-Kontrollen im gesamten Sektor an. Autorisierte Unternehmen müssen strukturierte Betriebsberichte innerhalb festgelegter Fristen einreichen, einschließlich der in einigen Fällen üblichen 270-Tage-Berichtspflicht.

Die Behörden planen eine gestufte Einführung in den kommenden Jahren. Dieser langsamere Zeitplan gibt den Unternehmen Zeit, Systeme und Compliance-Prozesse anzupassen. Die Regulierer betonen, dass sie ein ausgewogenes Umfeld schaffen wollen: Innovation soll unterstützt werden, während das Finanzsystem geschützt bleibt.

Auswirkungen auf die Krypto-Branche

Der neue Rahmen könnte Brasilien für globale Krypto-Infrastrukturunternehmen attraktiver machen. Klare Regeln reduzieren häufig die Unsicherheit für große institutionelle Akteure. Firmen, die sich auf Verwahrung, Tokenisierung und Abwicklung konzentrieren, könnten Brasilien als freundlicher regulierten Markt wahrnehmen. Strengere Regeln bedeuten jedoch auch höhere Compliance-Kosten. Kleinere Unternehmen könnten unter dem wachsenden Reporting- und Überwachungsaufwand leiden.

Insgesamt bringt die neue Regulierung Brasilien jedoch stärker in Einklang mit internationalen Standards, einschließlich der FATF-Leitlinien für Krypto-Aufsicht. Die Initiative verknüpft sich zudem mit Brasiliens breiterem Vorstoß in Richtung digitale Finanzen, insbesondere dem laufenden CBDC-Pilotprojekt DREX. Zusammen zeigen diese Maßnahmen, dass das Land Krypto in das traditionelle Finanzsystem integrieren will, anstatt es am Rande agieren zu lassen.

Ausblick bis 2027

Die Meldung erhielt heute schnelle Aufmerksamkeit in den Krypto-Medien. Der Rahmen befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Die tatsächlichen Auswirkungen werden sich erst während der gestuften Einführung im kommenden Jahr zeigen. Wenn die Umsetzung reibungslos verläuft, könnte Brasilien seine Position als einer der strukturiertesten Krypto-Märkte der G20 stärken. Gleichzeitig werden die Unternehmen genau beobachten, wie streng die endgültigen Regeln ausfallen werden.

Google News Icon

Folgen Sie uns auf Google News

Erhalten Sie die neuesten Crypto-Einblicke und Updates.

Folgen