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Börsengänge auf Blockchain-Basis könnten die öffentlichen Märkte für globale Investoren öffnen

Von

Hanan Zuhry

Hanan Zuhry

Laut Coinbase-CEO Brian Armstrong könnten On-Chain-IPOs die Art und Weise verändern, wie Unternehmen an die Börse gehen, indem sie die Kosten senken und die Notierungen beschleunigen.

Börsengänge auf Blockchain-Basis könnten die öffentlichen Märkte für globale Investoren öffnen

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Coinbase-CEO Brian Armstrong prognostiziert, dass Börsengänge irgendwann vollständig auf die Blockchain verlagert werden.

  • Traditionelle Börsengänge können bis zu 300 Millionen Dollar kosten und Jahre dauern.

  • On-Chain-Listings könnten Zwischenhändler reduzieren und die Abwicklung beschleunigen.

  • Die Anpassung der regulatorischen Rahmenbedingungen bleibt die größte Herausforderung für die Einführung.

Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, ist der Ansicht, dass öffentliche Börsengänge in Zukunft ganz anders aussehen werden. Seiner Einschätzung nach werden IPOs (Initial Public Offerings) allmählich vollständig „on-chain“ ablaufen – also unter Nutzung der Blockchain-Technologie anstelle der derzeit verwendeten traditionellen Systeme.

Armstrong erklärt, dass die aktuellen IPO-Prozesse ziemlich langsam, teuer und zudem veraltet seien. Genau diese Probleme hätten viele Unternehmen bisher davon abgehalten, an die Börse zu gehen, oder sie komplett vermieden.

Warum Unternehmen länger privat bleiben

Früher gingen Unternehmen sehr früh an die Börse. In den 1980er-Jahren notierten Firmen ihre Aktien nach rund fünf Jahren. Heute bleiben viele Unternehmen dagegen fast 20 Jahre privat.

Armstrong führt die Veränderung vor allem auf regulatorische Vorgaben zurück. Gesetze wie der Sarbanes-Oxley Act erhöhten die Anforderungen an Berichterstattung und Compliance. Zwar dienen diese Regeln dem Schutz der Investoren, gleichzeitig machen sie den Börsengang aber teurer und komplexer.

Als Folge sind Startups stärker auf private Finanzierung angewiesen. Dies begrenzt die Möglichkeiten für frühe Investments durch große Institutionen und Venture-Capital-Firmen.

Die hohen Kosten traditioneller IPOs

Ein Börsengang ist zudem sehr teuer. Im Durchschnitt kostet ein IPO rund 300 Millionen USD. Diese Kosten umfassen Bankgebühren, Rechtsberatung, Audits und sämtliche geltenden Vorschriften.

Der Prozess kann auch sehr lange dauern, da manche Unternehmen Jahre benötigen, um sich vorzubereiten. Für schnell wachsende Firmen kann dies ein erheblicher Rückschlag sein, da Innovation und Expansion verlangsamt werden. Armstrong sieht daher das derzeitige System als für die digitale Wirtschaft ungeeignet an.

Wie On-Chain-IPOs helfen könnten

On-Chain-IPOs könnten eine einfachere Lösung bieten. Unternehmen könnten Aktien als tokenisierte Vermögenswerte auf einer Blockchain ausgeben, sodass Handel und Abwicklung direkt on-chain erfolgen. Dieses Modell könnte Mittelsmänner überflüssig machen und die Abwicklungszeiten von Tagen auf Minuten verkürzen, wodurch Investoren weltweit leichter teilnehmen könnten.

Smart Contracts könnten zudem einige komplexe Compliance-Aufgaben automatisieren. Dadurch würde der Papieraufwand reduziert, während die Aufzeichnungen transparent und sicher blieben.

Herausforderungen bei On-Chain-IPOs bleiben

Trotz des Potenzials warnen Experten weiterhin. Die aktuellen Gesetze seien nicht für Listings auf der Blockchain ausgelegt, daher müssten Regulierungsbehörden entsprechende Anpassungen vornehmen. Auch Datenschutz und Investitionssicherheit seien wichtige Themen. Dennoch zeigen Armstrongs Aussagen, dass das Vertrauen in diese neue Möglichkeit wächst.

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