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BlackRock Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse in Höhe von 66 Millionen US-Dollar

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Bei den ETFs IBIT und ETHA von BlackRock wurden routinemäßige Transfers in Höhe von 66,7 Mio. US-Dollar verzeichnet, was trotz ihres Anteils von lediglich 0,0006 % am gesamten verwalteten Vermögen zu Verkaufsgerüchten führte.

BlackRock Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen Abflüsse in Höhe von 66 Millionen US-Dollar

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • BlackRock hat BTC und ETH im Wert von 66,7 Millionen Dollar für die routinemäßige ETF-Abrechnung transferiert.

  • Die Übertragung entspricht lediglich 0,0006 % des Gesamtvermögens von BlackRock.

  • Marktanalysten bestätigten, dass es sich um eine übliche Ausgleichszahlung zwischen Kapitalerhöhung und -rücknahme handelte.

BlackRock ist zurück in den Krypto-Schlagzeilen. Ein viraler Post auf X behauptete, der Vermögensverwalter habe Bitcoin und Ethereum im Wert von mehreren Millionen Dollar „verkauft“. Die Zahlen verbreiteten sich rasant – und die Angst folgte ebenso schnell. Am 23. Januar 2026 schrieb Ash Crypto, BlackRock habe Bitcoin im Wert von 22,3 Mio. USD und Ethereum im Wert von 44,4 Mio. USD bewegt. Insgesamt ging es um rund 66,7 Mio. USD.

Der Post nutzte dramatische Bilder und abstürzende Charts. Innerhalb weniger Minuten griff Panik auf Crypto X um sich. Doch die Geschichte ist deutlich routinierter, als sie wirkt.

Was on-chain tatsächlich passiert ist

Die Transfers stammten aus Wallets, die mit BlackRocks Bitcoin- und Ethereum-ETFs verknüpft sind. Dazu gehören IBIT für Bitcoin und ETHA für Ethereum. Die Mittel wurden zu Coinbase Prime verschoben. Das ist entscheidend, denn ETF-Flows funktionieren anders. Solche Transfers dienen in der Regel der ETF-Schaffung und -Rücknahme. Sie helfen, Zu- und Abflüsse von Kunden abzuwickeln. Das bedeutet nicht, dass BlackRock selbst Krypto abstößt.

Tatsächlich sind diese Beträge für BlackRock verschwindend gering. Das Unternehmen verwaltet Vermögenswerte von über 10 Billionen USD. Die Bewegung von 66 Mio. USD entspricht etwa 0,0006 % der gesamten Assets. Selbst innerhalb des Kryptomarkts sind die Zahlen klein. Allein 2026 verzeichnete BlackRocks Bitcoin-ETF bereits Nettozuflüsse von mehr als 22 Mrd. USD. Die Wallets bewegten sich – die Strategie nicht.

Marktreaktion von Angst getrieben, nicht von Fakten

Trotzdem reagierte der Markt schnell. Die sozialen Netzwerke füllten sich mit Kommentaren über „abstoßende Institutionen“. Einige Trader witzelten über freigesetzte Liquidität. Andere verkauften hastig. Bitcoin notierte zu diesem Zeitpunkt im Bereich von 89.000 bis 90.000 USD. Ethereum pendelte zwischen 2.900 und 3.000 USD. Die Kurse wackelten, die Volatilität zog an.

Analysten widersprachen jedoch rasch. Viele bezeichneten die Panik als überzogen, einige sprachen sogar von Fake News. On-Chain-Daten zeigen keine Anzeichen für einen strategischen Ausstieg. Ähnliche Transfers gab es bereits Anfang des Monats. Manche fielen sogar deutlich größer aus. Dennoch blieb der übergeordnete Trend intakt. Kurzfristiger Lärm dominierte den Feed – die Realität blieb unspektakulär.

Das große Bild spricht weiter für Institutionen

Ein Blick aus der Distanz erzählt eine andere Geschichte. BlackRock führt weiterhin alle Bitcoin-ETFs nach verwaltetem Vermögen an. Trotz schwankungsreicher Tage bleiben die Zuflüsse stark. In einigen Wochen 2026 flossen sogar mehr als 1 Mrd. USD an neuem Kapital zu. Bei Ethereum-ETFs zeigen sich gemischte Ströme. An manchen Tagen gibt es Abflüsse, an anderen kräftige Zuflüsse. Das ist in volatilen Märkten normal. Wichtiger ist: BlackRock betont Krypto weiterhin in seinem Ausblick. Das Unternehmen sieht Ethereum als zentrale Ebene für Tokenisierung und Real-World-Assets. Bitcoin gilt als langfristiger Wertspeicher. Marktweit verzeichneten Krypto-ETFs zuletzt zusammengenommen Zuflüsse von fast 2 Mrd. USD. Das sieht nicht nach einem Ausstieg aus.

Was Anleger daraus mitnehmen sollten

On-Chain-Transfers können beunruhigend wirken. Schlagzeilen verschärfen das Bild. Doch Bewegung bedeutet nicht automatisch Verkauf. Die Mechanik von ETFs erfordert laufende Transfers. Diese Flüsse unterstützen Kunden und gleichen Angebot und Nachfrage aus. Sie halten die Fonds am Laufen.

In diesem Fall war die Angst schneller als die Fakten. BlackRock hat Krypto nicht den Rücken gekehrt. Die Haltung blieb unverändert, Bestände wurden nicht abgestoßen. Für Anleger ist die Lehre simpel: Auf Nettoflüsse und Trends achten – und einzelne Transfers ignorieren, die als Drama inszeniert werden. Denn im Kryptomarkt ist nicht jeder rote Alarm ein echtes Feuer.

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