Bithumb identifiziert Millionen ruhender Konten mit 202 Millionen Dollar Guthaben
Bithumb identifizierte ruhende Vermögenswerte in Höhe von 201,8 Mio. US-Dollar auf 2,6 Mio. Konten, wobei einige Positionen seit den frühen Zyklen der Börse Wertsteigerungen von 61.000 % verzeichneten.
Kurzzusammenfassung
Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.
Bithumb meldete Vermögenswerte in Höhe von 201,8 Millionen US-Dollar verteilt auf 2,6 Millionen Konten.
Ein ruhendes Konto ist seit fast 12 Jahren unberührt geblieben.
Vergessene Anlagen aus der Frühphase des Konjunkturzyklus haben Gewinne von über 61.000 % erzielt.
Die Börse plant, Nutzern bei der Rückforderung dieser Gelder behilflich zu sein.
Südkoreas zweitgrößte Krypto-Börse Bithumb hat offengelegt, dass sich Kundengelder im Wert von mehr als 200 Millionen US-Dollar auf Millionen inaktiver Konten befinden, die seit Jahren unberührt sind. Die Ergebnisse stammen aus einer Rückgewinnungskampagne, die sich an Nutzer richtet, die sich seit über einem Jahr nicht mehr eingeloggt oder gehandelt haben. Die Daten geben einen seltenen Einblick, wie viel frühes Retail-Kapital noch immer ungenutzt auf zentralisierten Börsen liegt – lange nachdem frühere Krypto-Zyklen aus dem Blickfeld verschwunden sind.
Ruhende Guthaben über mehr als ein Jahrzehnt
Bithumb teilte mit, dass rund 291,6 Milliarden Won – etwa 201,8 Millionen US-Dollar – an ruhenden Vermögenswerten identifiziert wurden, verteilt auf 2,6 Millionen Konten. Einige dieser Konten weisen seit mehr als zehn Jahren keinerlei Aktivität auf. Das größte einzelne ruhende Guthaben wurde mit rund 2,84 Millionen US-Dollar bewertet.
Im extremsten Fall blieb ein Konto 4.380 Tage lang inaktiv, also fast zwölf Jahre. Diese Zahlen deuten auf Nutzer hin, die während der frühen Adoptionsphase von Krypto in den Markt eingestiegen sind und nie zurückgekehrt sind. Die Börse begann im Rahmen einer Kampagne mit der Überprüfung von Konten, die seit mehr als einem Jahr inaktiv sind. Betroffene Kunden sollen benachrichtigt und durch den Prozess der Kontowiederherstellung geführt werden.
Warum Millionen Konten stillgelegt wurden
Das Ausmaß der Inaktivität spiegelt wider, wie sich die Krypto-Adoption in den Anfangsjahren entwickelte. Viele Nutzer eröffneten Konten während bullischer Marktphasen, oft mit kleinen Beträgen. Anschließend zogen sie sich zurück, als die Preise fielen oder das Interesse nachließ. In manchen Fällen geriet der Besitz der Assets schlicht in Vergessenheit. Andere gingen davon aus, dass ihre Guthaben zu gering seien, um eine Rolle zu spielen. Mit der Zeit verwandelte die Kursentwicklung einige dieser Bestände jedoch in erhebliche Summen – ohne dass die Eigentümer davon wussten. Langjährig bestehende Börsen wie Bithumb fungieren heute als Archive dieser frühen Zyklen. Ruhende Konten stehen für eine Phase, in der die Beteiligung von Privatanlegern den Markt dominierte, noch bevor institutionelle Produkte und Verwahrlösungen verbreitet waren.
Einige vergessene Assets übertrafen die Bitcoin-Rendite
Bithumb erklärte, dass bestimmte ruhende Bestände Wertzuwächse von über 61.000 % verzeichneten – rund das 610-Fache ihres ursprünglichen Werts. Diese Renditen stammen aus Assets, die in sehr frühen Entwicklungsphasen des Marktes erworben wurden. Zum Vergleich: Bitcoin notierte am 1. Januar 2014 bei etwa 767 US-Dollar. Beim jüngsten Kursniveau von rund 87.700 US-Dollar entspricht das einem Plus von etwa 11.300 % oder dem 114-Fachen. Einige vergessene Token auf Bithumb schnitten über einen vergleichbaren Zeitraum somit besser ab als Bitcoin. Der Kontrast zeigt, wie frühe Marktteilnahme in Kombination mit langfristiger Inaktivität zu extremen Ergebnissen führen kann. Er verdeutlicht auch, wie viel historischer Wert weiterhin auf den Bilanzen von Börsen liegt, statt im Markt zu zirkulieren.
Rückgewinnungsinitiativen und Marktauswirkungen
Bithumb hat ähnliche Initiativen bereits zuvor durchgeführt. Im Rahmen der Kampagne zum 11-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr forderten rund 36.000 Nutzer ruhende Vermögenswerte im Wert von etwa 50 Millionen US-Dollar zurück. Die aktuelle Aktion ist deutlich größer und spiegelt das Alter der Plattform sowie das Marktwachstum wider. Die Börse ordnet die Kampagne dem Kundenschutz zu. Über individuelle Rückgewinnungen hinaus haben die Daten jedoch eine breitere Bedeutung.
Ruhende Vermögenswerte stellen potenzielles zukünftiges Angebot dar. Sollten sie – auch nur teilweise – zurückgeholt und verkauft werden, könnten sie die Liquidität in bestimmten Märkten beeinflussen. Die Offenlegung wirft zudem Fragen auf, wie Börsen mit langfristig inaktiven Konten umgehen. Mit zunehmender Reife der Plattformen und wachsender regulatorischer Aufmerksamkeit gewinnt dieses Thema an Bedeutung. Vorerst dienen Bithumbs Erkenntnisse als klare Erinnerung daran, dass die frühe Retail-Welle im Kryptomarkt reales Kapital hinterlassen hat – das noch immer still liegt und darauf wartet, wiederentdeckt zu werden.
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