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Bitdeer verkauft 189,8 BTC und sagt, der Schritt solle keinen Anlass zur Sorge geben

Bitdeer meldet einen Bitcoin-Bestand von null, nachdem das Unternehmen seine Reserve von 943,1 BTC und die wöchentliche Produktion liquidiert hat, um die Erweiterung von KI und Rechenzentren zu finanzieren.

Bitdeer verkauft 189,8 BTC und sagt, der Schritt solle keinen Anlass zur Sorge geben

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Bitdeer verkauft seine gesamten BTC-Reserven in Höhe von 1.133 BTC, um die Liquidität zu priorisieren.

  • Das Unternehmen verlagert seinen Fokus auf KI-Cloud- und Hochleistungsrechnerdienste.

  • Die Strategie verlagert sich von der Bitcoin-Bestandshaltung hin zum Infrastrukturausbau.

  • Das Management bestätigt, dass der Mining-Betrieb und die Steigerung der Hash-Rate fortgesetzt werden.

Bitdeer Technologies Group hat einen weitreichenden Schritt in seiner Treasury-Strategie vollzogen. Der an der Nasdaq gelistete Bitcoin-Miner bestätigte, dass er seine unternehmenseigenen Bitcoin-Bestände zum 20. Februar vollständig auf null reduziert hat. Kundenvermögen sind davon ausgenommen. In seinem jüngsten Wochenupdate teilte das Unternehmen mit, 189,8 BTC produziert und die gesamte Menge verkauft zu haben. Zudem liquidierte Bitdeer seine verbleibende Reserve von rund 943,1 BTC. Insgesamt verließen damit innerhalb kurzer Zeit etwa 1.133 BTC die Bilanz.

Das Unternehmen betonte, der Schritt sei strategischer Natur. „Unsere Entscheidung, Bitcoin zu verkaufen, sollte kein Grund zur Sorge für den breiteren Markt sein“, erklärte das Management und fügte hinzu, dass der Mining-Betrieb sowie das Wachstum der Hashrate fortgesetzt würden.

Strategische Neuausrichtung in Richtung KI und High-Performance-Computing

Bitdeer zufolge unterstützen die Verkäufe einen breiteren Infrastrukturvorstoß. Das Unternehmen prüft mehrere Möglichkeiten zum Erwerb erschlossener Grundstücke und will dafür ausreichend Liquidität bereithalten. Gleichzeitig expandiert Bitdeer in den Bereich KI-Cloud- und High-Performance-Computing-Dienste. Das spiegelt einen breiteren Trend in der Mining-Branche wider. Nach dem Halving 2024 gerieten die Margen unter Druck. Viele Unternehmen begannen, höhermargige KI-Workloads zu erschließen.

Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern, die Bitcoin als langfristige Reserve halten, behandelt Bitdeer geschürfte BTC eher als operative Liquidität. Unternehmen wie Marathon Digital Holdings und Riot Platforms betonen häufig den Aufbau von Treasury-Beständen. Bitdeer wählt einen anderen Weg. Das Management ist der Ansicht, dass Infrastrukturwachstum und steigende Rechennachfrage kurzfristig attraktivere Renditen für Aktionäre bieten.

Finanzielle Schritte und Kapitalstrategie

Der Abbau der Treasury-Bestände passt auch zu Bitdeers jüngsten Kapitalmaßnahmen. Das Unternehmen arbeitet daran, über Wandelanleihen mehrere Hundert Millionen US-Dollar einzuwerben, um seine Expansionspläne zu finanzieren. Frühzeitig Cash vorzubereiten, verschafft mehr Flexibilität bei Rechenzentrums- und Energie-Deals. Marktbeobachter merkten an, dass die aggressive Liquidation für Stirnrunzeln sorgte. Das Management stellte den Schritt jedoch als disziplinierte Planung und nicht als Zeichen finanziellen Drucks dar. Bitdeer positioniert sich weiterhin als hybrider Infrastruktur- und Mining-Anbieter – und nicht als reines Bitcoin-Treasury-Unternehmen.

Marktlage und Profitabilitätsdruck bei Minern

Das Umfeld für Miner bleibt herausfordernd. Die Netzwerk-Schwierigkeit ist stetig gestiegen, während die Energiekosten in vielen Regionen hoch bleiben. Gleichzeitig bewegte sich Bitcoin zuletzt volatil in einer Spanne von etwa 65.000 bis 68.000 US-Dollar und damit deutlich unter früheren Zyklushochs. Diese Faktoren haben die Mining-Margen branchenweit belastet. Der Verkauf geschürfter Bitcoin zur Deckung laufender Kosten ist üblich. Die vollständige Auflösung unternehmenseigener Reserven ist bei börsennotierten Minern jedoch weniger verbreitet. Bitdeers jüngste Quartalsberichte wiesen vergleichsweise dünne Mining-Margen aus. Das dürfte den Druck erhöht haben, die Erlösquellen zu diversifizieren.

Ausblick für Bitdeer und die Branche

Bitdeer betont, dass die Kernstrategie im Mining unverändert bleibt. Das Unternehmen plant, die Hashrate weiter auszubauen und weiterhin Bitcoin für die Aktionäre zu produzieren. Der zunehmende Fokus auf KI und High-Performance-Computing zeigt jedoch, wo das Management künftiges Wachstum sieht. Die zentrale Frage ist nun, ob andere Miner diesem Weg 2026 folgen. Einige Unternehmen behandeln Bitcoin weiterhin als strategische Reserve. Bitdeer setzt klar auf Infrastrukturskalierung und finanzielle Flexibilität. So oder so zeigt der Schritt, wie sich die Mining-Branche angesichts veränderter Marktbedingungen weiterentwickelt.

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