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Binance meldet einen Rückgang der sanktionierten Transaktionsrisiken um 97 %

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Binance meldete, dass das Sanktionsrisiko am 23. Februar 2026 auf 0,009 % des Handelsvolumens gesunken sei, was einem Rückgang von 97 % seit 2024 entspricht, was auf Streitigkeiten zurückzuführen sei.

Binance meldet einen Rückgang der sanktionierten Transaktionsrisiken um 97 %

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Binance meldet einen Rückgang des Engagements bei sanktionierten Unternehmen um 97 % seit 2024.

  • Sanktionsbezogene Transaktionen machen mittlerweile nur noch 0,009 % des gesamten Börsenvolumens aus.

  • Das Unternehmen weist die Behauptungen von Fortune über Geldflüsse in Höhe von einer Milliarde Dollar mit Iran-Bezug zurück.

  • Das Compliance-Team umfasst mittlerweile über 1.500 Mitarbeiter, das entspricht etwa 25 % der Belegschaft.

Binance erklärt, seine Exponierung gegenüber sanktionierten Akteuren deutlich reduziert zu haben. Zugleich weist die Börse neue Vorwürfe zu Compliance-Mängeln zurück. In einem aktuellen Update teilte die Handelsplattform mit, dass das Sanktions-Exposure inzwischen nur noch 0,009 % des gesamten Handelsvolumens ausmache. Das entspreche einem Rückgang von rund 97 % seit Anfang 2024.

Die Ankündigung folgt nur wenige Tage nach einer Untersuchung des Magazins Fortune, die Binances Kontrollen im Zusammenhang mit Iran-nahen Zahlungsströmen infrage stellte. Parallel dazu verstärkte Gründer Changpeng Zhao (CZ) die Botschaft auf X. Er argumentierte, die Plattform stütze sich auf Daten und nicht auf das, was er als negative Narrative bezeichnete.

Binance hebt Fortschritte bei der Compliance hervor

Laut Binance stammt der größte Fortschritt aus dem Abbau der direkten Exponierung gegenüber vier großen iranischen Krypto-Börsen. Die entsprechenden Zahlungsströme seien um mehr als 97 % gesunken – von 4,19 Mio. USD im Januar 2024 auf rund 110.000 USD bis Januar 2026. Darüber hinaus veröffentlichte die Börse weitere Kennzahlen. Demnach sei die gesamte Sanktions-Exponierung von etwa 0,28 % Anfang 2024 auf nur noch 0,009 % bis Mitte 2025 gefallen.

Binance fügte hinzu, inzwischen mehr als 1.500 Mitarbeiter im Compliance-Bereich zu beschäftigen – rund ein Viertel der Belegschaft. Zudem investiere die Plattform weiter stark in Überwachungs- und Screening-Systeme. Binance verwies außerdem darauf, Lizenzen in etwa 20 Jurisdiktionen zu halten. Diese Schritte stellten das eigene Compliance-Programm nach Unternehmensangaben vor viele globale Wettbewerber – auch wenn einige der genannten Analyse-Methoden nicht unabhängig überprüft wurden.

Fortune-Bericht wirft neue Fragen auf

Das Update folgt auf eine Fortune-Recherche vom 13. Februar. Darin werden Zweifel an Binances Kontrollmechanismen geäußert. Der Bericht behauptet, dass zwischen März 2024 und August 2025 USDT-Transaktionen im Wert von mehr als 1 Mrd. USD mit iranischen Akteuren in Verbindung standen und über die Plattform liefen. Zudem berichtete Fortune, mehrere interne Ermittler seien entlassen worden, nachdem sie Bedenken geäußert hätten.

Der Artikel stützte sich auf anonyme Quellen und interne Unterlagen und entfachte rasch eine Debatte in der Krypto-Branche. Die Vorwürfe belebten auch die Diskussion um Binances Vergleich mit US-Behörden im Jahr 2023 neu, bei dem die Börse wegen früherer Compliance-Verstöße eine Strafe von 4,3 Mrd. USD zahlte. Seither betont das Unternehmen wiederholt, seine regulatorische Aufstellung neu aufzubauen.

Binance und CZ weisen Vorwürfe zurück

Binance wies die Fortune-Anschuldigungen entschieden zurück. Kein Mitarbeiter sei wegen Hinweisen zu Sanktionsfragen entlassen worden, hieß es, der Bericht sei irreführend. Führungskräfte ergänzten, interne Prüfungen sowie externe rechtliche Überprüfungen hätten keine Hinweise auf Verstöße im Zusammenhang mit den behaupteten Aktivitäten ergeben. CZ bekräftigte diese Linie öffentlich. Einige Medienerzählungen stammten von unzufriedenen ehemaligen Mitarbeitern, sagte er, und betonte, Binance betreibe das seiner Ansicht nach beste Compliance-Programm der Branche.

Die Reaktionen in sozialen Medien bleiben dennoch gemischt. Einige Nutzer loben die Bemühungen um mehr Transparenz. Andere bezweifeln, dass sich die Exponierung gegenüber erlaubnisfreien Blockchains jemals nahezu auf null senken lässt. Fürs Erste präsentiert Binance die jüngsten Daten als Beleg dafür, dass die Reformen nach dem Vergleich greifen. Doch da die Aufsichtsbehörden weiterhin genau hinschauen, ist die Debatte um Krypto-Compliance noch lange nicht entschieden.

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