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Binance-Chef weist Fortune-Bericht über Iran-Sanktionen zurück

Von

Shweta Chakrawarty

Shweta Chakrawarty

Der CEO von Binance wies die Behauptungen von Fortune zurück, wonach die Börse Ermittler wegen einer Milliarde Dollar an Tether-Transfers mit Verbindungen zum Iran entlassen habe.

Binance-Chef weist Fortune-Bericht über Iran-Sanktionen zurück

Kurzzusammenfassung

Zusammenfassung ist KI-generiert, von der Redaktion überprüft.

  • Richard Teng widerspricht dem Fortune-Bericht über Verstöße gegen die Iran-Sanktionen.

  • Der CEO bestreitet, dass Ermittler entlassen wurden, weil sie Tether-Transaktionen beanstandet hatten.

  • Binance fordert Korrekturen zu dem Artikel wegen „grober wesentlicher Ungenauigkeiten“.

  • Binance-Gründer CZ bezeichnet Bericht als „Fake News“ mit anonymen Quellen.

Binance-CEO Richard Teng hat einen jüngsten Bericht des Magazins Fortune zurückgewiesen. Darin wurde der Krypto-Börse Sanktionsverstöße vorgeworfen. Der am 13. Februar veröffentlichte Artikel behauptete, Binance habe Compliance-Ermittler entlassen, nachdem diese mehr als 1 Mrd. US-Dollar an Tether-Transaktionen mit Bezug zum Iran gemeldet hätten.

Teng erklärte jedoch, die Vorwürfe seien falsch und irreführend. In einem öffentlichen Schreiben vom 15. Februar betonte er, interne Prüfungen hätten keine Sanktionsverstöße ergeben. Zudem sei kein Ermittler wegen geäußerter Bedenken entlassen worden. Die Börse habe Fortune inzwischen aufgefordert, den Bericht zu korrigieren.

Fortunes Vorwürfe lösen neue Prüfung aus

Die Kontroverse begann, als Fortune sich auf anonyme Quellen und interne Dokumente berief. Demnach hätten Binance-Ermittler zwischen März 2024 und August 2025 USDT-Flüsse von mehr als 1 Mrd. US-Dollar mit Iran-Bezug festgestellt. Zudem hieß es, mindestens fünf Mitarbeiter aus dem Compliance-Bereich seien nach der Meldung dieser Bedenken entlassen worden.

Diese Vorwürfe kamen zu einem Zeitpunkt, an dem Binance bereits unter intensiver regulatorischer Beobachtung steht. Die Börse unterliegt weiterhin Auflagen, die aus dem großen Vergleich in den USA im Jahr 2023 resultieren. Entsprechend sorgten neue sanktionsbezogene Anschuldigungen rasch für Aufmerksamkeit am Kryptomarkt. Der Bericht suggerierte, das interne Team sei nach dem Hinweis unter Druck geraten. Die Quellen blieben jedoch anonym, und das Unternehmen wies die gesamte Darstellung binnen weniger Tage zurück.

Binance weist Verstöße zurück und verteidigt Compliance

Binance-CEO Richard Teng reagierte zunächst über soziale Medien und anschließend mit einem formellen Schreiben an Fortune. Darin erklärte er, die Börse habe gemeinsam mit externen Rechtsberatern eine umfassende interne Prüfung durchgeführt. Diese habe keinerlei Hinweise auf Sanktionsverstöße im Zusammenhang mit den genannten Transaktionen ergeben.

Auch die Behauptung zu Entlassungen wies er zurück. Laut Teng wurde kein Ermittler wegen gemeldeter Compliance-Bedenken entlassen. Er betonte, Binance halte sich an Whistleblower-Schutzmechanismen und strenge interne Richtlinien. Der Sachverhalt müsse klar bleiben, sagte Teng. Binance erfülle auch nach dem Vergleich von 2023 sämtliche regulatorischen Verpflichtungen. Zudem verwies das Unternehmen auf den Ausbau seines Compliance-Teams und den Einsatz externer Überwachungstools.

Branchenreaktionen und anhaltende Debatte

Auch Gründer Changpeng Zhao meldete sich zu Wort. Er bezeichnete den Fortune-Bericht als „Fake News“ und deutete an, er stütze sich auf schwache oder widersprüchliche Behauptungen. Zhao argumentierte, große Börsen nutzten mehrere Instrumente zur Transaktionsüberwachung. Das mache solche Vorwürfe fragwürdig.

In der Krypto-Community fallen die Reaktionen derweil gemischt aus. Einige Nutzer stellten sich hinter Binances Stellungnahme und kritisierten die Verwendung anonymer Quellen. Andere verwiesen auf frühere rechtliche Probleme des Unternehmens und mahnten zur Vorsicht.

Bislang hat die Geschichte keine größeren Marktverwerfungen ausgelöst. Sie hat jedoch die Debatte über die Durchsetzung von Sanktionen im Kryptosektor neu entfacht – insbesondere mit Blick auf Stablecoins wie Tether, die über öffentliche Blockchains transferiert werden. Der Streit ist vorerst ungelöst. Binance fordert Korrekturen, Fortune hat bislang kein Update veröffentlicht. Der Fall zeigt, wie schnell Compliance-Fragen in der Kryptoindustrie wieder in den Fokus rücken können.

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